Der Blick auf die Wettermodelle zeigt für das Wetter nach Weihnachten eine turbulente Wetterperiode - langweilig wird es für Meteorologen sicherlich nicht werden. Als Wahrscheinlich (45%) gilt eine aktive Westwetterlage mit überwiegend nasskaltem Wetter ab dem 27. Dezember, wobei die Schneefallgrenze durchaus bis zum Jahresende kurzzeitig auch bis in tiefere Lagen absinken kann, schwankt aber zumeist zwischen 400-700 Meter. Das Tiefdruckzentrum verlagert sich - zum heutigen Stand - in eine Position zwischen England und dem südlichen Skandinavien und versorgt Deutschland mit reichlich Niederschlag. Bei solch einem Tiefdruckkomplex sind sog. Schnellläufer nicht selten - was den einen oder anderen Sturm "zwischen den Tagen" in den Bereich des Möglichen stellt. Was ist der Grund für das turbulente und niederschlagsreiche Wetter? Seit Tagen zeigen die Wettermodelle den Trend zur Verschiebung des Polarwirbels in zwei Wirkungsteile, einer über dem Bering Meer und der andere über dem europäischen Nordmeer. Gleichzeitig schiebt sich über dem nördlichen Kanada bis nach Neufundland ein kräftiges Hochdrucksystem und kann im Verbund mit dem sibirischen Hoch den Polarwirbel erneut teilen. Da nun der aktive Teil des Polarwirbels über dem europäischen Nordmeer liegt, werden auf dessen Rückseite kalte Luftmassen über Island/England geführt, was die Tiefdruckaktivität "anheizt" und zu diesen Turbulenzen führen kann. Deutschland "sitzt zwischen den Stühlen", weder mild, noch richtig kalt. Das kann sich aber ändern, wenn die Positionen sich verschieben. Die Temperaturspanne reicht in den Kontrollläufen - z.B. am 28. Dezember - von +5 bis -5 Grad und zum Jahreswechsel zwischen -8/+8 Grad. Das Langfristmodell zeigt für das Wetter im Januar und Februar 2013 weiterhin normales bis leicht zu mildes Wetter mit der Tendenz zu mehr Niederschlag gegenüber dem langjährigen Mittel.

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