Wir würden gerne einmal etwas anderes berichten, aber das Auf und Ab der Temperaturen im Sommer 2017 bleibt bis zum 21. Juni erhalten. Nach einer weiteren hochsommerlichen Phase bis einschließlich Dienstag sorgt ein Wetterwechsel zum Mittwoch für spürbar kühlere Temperaturen, wobei der Wetterwechsel am Dienstag durchaus turbulent und mit Schauern und Gewittern ablaufen kann.

Die Hochdruckposition sorgt für die frische Brise

Der Grund für den Schub kühlerer Luftmassen nach Deutschland ist ein Hochdrucksystem, welches sich zum 20. und 22. Juni im Bereich zwischen Island, England und Deutschland positionieren kann. Deutschland liegt am östlichen Rand des Hochdruckgebietes, so dass mit einer nördlichen Grundströmung kühlere Luftmassen herangeführt werden können.

Amerikanisches Wettermodell: Hochdrucksystem verlagert sich nach Osten und bringt den Sommer nach Deutschland

Wenn man so will, berechnet das amerikanische Wettermodell mit einer Ostwärtsverlagerung des Hochdrucksystems direkt über Deutschland einen ersten Ansatz für eine stabile Sommerwetterlage, bei der es bei Temperaturen von +23 bis +28 Grad sommerlich warm und weitgehend trocken bleiben kann. Das Hochdruckgebiet könnte sich nach dieser Simulation bis zum 26. Juni halten, bevor es von der atlantischen Frontalzone noch weiter nach Osten weggedrückt werden kann. Mit einer südlichen Anströmung der Luftmassen könnten die Temperaturen bis zum 28./28. Juni bei einer ansteigenden Neigung zu Schauern und Gewittern auf hochsommerliche Temperaturwerte ansteigen.

Das europäische Wettermodell berechnet eine ganz ähnliche Entwicklung des Hochdrucksystem, jedoch mit dem Unterschied, als dass dieses sich nicht sonderlich lange über Mitteleuropa halten und das Auf und Ab der Temperaturen im Sommer 2017 erhalten bleiben kann.

Kontrollläufe bestätigen erneut ein sommerlich warmes letztes Juni Drittel

Die nur kurze Abkühlung im Zeitraum vom 20. bis 22. Juni bestätigen die Kontrollläufe heute erneut. Im Zeitraum darüber hinaus bestätigt sich aber auch die ansteigende Temperaturtendenz, welche bereits zum 23. Juni wieder über dem langjährigen Mittelwert liegen kann und bis zum 29. Juni anhalten könnte. So liegt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe am "kältesten" Tag am 22. Juni zwischen +14 bis +28 Grad (Mittelwert: +19 Grad über dem Norden und +22 Grad über dem Süden) und am 28. Juni zwischen +13 bis +29 Grad (Mittelwert: +22 bis +23 Grad). Der Mittelwert bewegt sich nach dem 22. Juni durchweg um, bzw. knapp über dem langjährigen Mittelwert im leicht zu warmen Bereich. Anders formuliert sind sommerliche Temperaturen im letzten Juni Drittel zum heutigen Stand wahrscheinlicher als zu kalte Temperaturwerte.

Diagramm Temperaturen im Juni 2017 vom 16.06.2017

Die Verhältnisse der Kontrollläufe im Juni 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Sommer auf normalen Kurs

Unverändert bleiben die Simulationen der Langfristmodelle für das Wetter im Sommer, welche die Sommermonate von Juni, Juli und August mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad durchweg im normalen und im Trend zu warmen Bereich berechnen. In der Niederschlagsanimation simulieren die Langfristmodelle über den Sommer hinweg eine zu trockene Niederschlagsentwicklung

Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2017 vom 16.06.2017

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