Das Hochdrucksystem zwischen England und Skandinavien verlagert sich bis Ende März über Mitteleuropa und sorgt im Verlauf der kommenden Woche für ein relativ ruhigen und auch frühlingshaft milden Wettercharakter. Soweit stimmen die Simulationen der Wettermodelle überein. Anfang April berechnet das amerikanische Wettermodell eine zunehmend turbulente Großwetterlage, was eine stabile Hochdruckwetterlage weniger wahrscheinlich macht.

Die Großwetterlage

So liegt nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle zum 31. März auf dem Atlantik ein kräftiges Tiefdrucksystem, welches langsam aber dennoch stetig weiter nach Osten in Richtung Mitteleuropa vorankommt. Das Hochdrucksystem weicht nach Osten aus und liegt Anfang April über dem östlichen Europa, was im Verbund beider Wettersysteme warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Deutschland führen kann. Bis zum 3. April erreicht das Tiefdrucksystem Skandinavien und könnte über Deutschland eine kurzweilig nördliche Grundströmung initiieren. Mit anderen Worten bestätig sich heute Nachmittag eine mäßig warme Temperaturentwicklung Anfang April von heute Morgen.

Trend zu Hochdruckkeil in Richtung Mitteleuropa bleibt erhalten

Für den Zeitraum vom 3./7. April berechnen die Wettermodelle noch erhebliche Schwankungen, die Gemeinsamkeiten liegen jedoch in der Tendenz zu hohem Luftdruck im Verlauf des ersten April-Drittels im Bereich zwischen Azoren, England und Deutschland. Gleichzeitig strömt aber auf dem Atlantik zwischen dem östlichen Kanada und Neufundland kalte Luft nach Süden in Richtung Neufundland, was drei Wetterentwicklungen zu heutigen Stand im ersten April-Drittel wahrscheinlich macht.

In der ersten Variante sorgt die hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik für eine passive Hochdruckposition zwischen der Mittelmeerregion und dem östlichen Europa, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einer Südwestwetterlage führen kann, bei der die Temperaturen durchaus frühlingshaft mild sein können, der Wettercharakter über dem Westen und Nordwesten aber tendenziell unbeständiger als über dem Südosten sein kann.

In der zweiten Variante verlagert sich die atlantische Frontalzone über Skandinavien und sorgt mit einer westlichen bis nordwestlichen Grundströmung für einen unbeständigen und mäßig milden Wettercharakter, wobei Starkwindereignisse nicht ausgeschlossen werden können.

Bei der dritten Variante liegt das Hochdrucksystem direkt über Mitteleuropa, bzw. Skandinavien und kann für einen ruhigen, trockenen und auch milden Wettercharakter sorgen.

Unbeständiger Wettercharakter im April

Die Kontrollläufe bestätigen eine höhere Wahrscheinlichkeit für die zweite Variante, bei der sich die atlantische Frontalzone bis über Skandinavien durchsetzen und über Mitteleuropa für einen unbeständigen Wettercharakter sorgen könnte. So wird die Niederschlagsneigung vom 1./7. April leicht bis mäßig hoch eingestuft und das Temperaturniveau schwankt mit einem Mittelwert von +9/+11 Grad um den jahreszeitlich normalen Bereich.

Steht ein zu warmes Wetter im Sommer 2017 bevor?

Das Langfristmodell stützt mit einer Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5/+1 Grad im April und Mai zusammen mit dem viel zu warmen März einen ebenfalls zu warmen Temperaturverlauf im Frühling 2017. Für das Wetter Sommer 2017 berechnet das Langfristmodell im Juni und Juli eine Abweichung von +0,5/+2 Grad im leicht zu warmen bis zu warmen Bereich, während der August tendenziell mit einer Abweichung von -0,5/+1 Grad auch normal bis leicht zu warm ausfallen kann. In der Niederschlagsberechnung simuliert das Langfristmodell von Mai bis August keine sonderlichen Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert und ist im Trend leicht positiv (leicht zu nass).

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