Hoher Luftdruck dominiert in den letzten September-Tagen zunehmend das Wetter auch über Deutschland. Allerdings ist hoher Luftdruck im Herbst nicht immer gleichbedeutend mit Sonnenschein und warmen Temperaturen, denn im Detail kommt es darauf an wie die Grundströmung ausgerichtet ist und ob trockene oder feuchte Luftmassen advehiert werden können. Zum heutigen Stand simuliert das amerikanische Wettermodell für Ende September und Anfang Oktober eine von Südwest (England) nach Nordost (Skandinavien) verlaufende Hochdruckachse bei der Deutschland zunächst auf der südöstlichen Seite des Hochdrucksystems liegen kann. Hochdrucksysteme drehen sich bei uns im "Uhrzeigersinn", so dass die Luftmassen von der Ostsee her nach Deutschland geführt werden und relativ feucht sein können. Nebel-, bzw. Hochnebelfelder mit einer geringfügigen Niederschlagsneigung sind durchaus wahrscheinlich. Im Detail simuliert das amerikanische Wettermodell noch den Transport einer "Kaltluftblase", welche ihren eigentlichen Ursprung von der Barentssee her hatte und über das östliche Europa durch den Hochdruckgradient nach Deutschland geführt werden könnte und sich dabei nur bedingt erwärmen kann. Diese Kaltluft trifft dabei noch auf die relativ warmen und feuchten Luftmassen über dem Mittelmeerraum, was dort die Tiefdruckaktivität ansteigen lassen kann. Je nachdem wie sich die Systeme zueinander positionieren, können sich über Deutschland im Zeitraum zwischen dem 1./5. Oktober unterschiedliche Wettervarianten einstellen. Liegt das Hoch weiter über dem Norden, so hat das Tief über dem Süden mehr Spielraum um dort das Wetter mit einer erhöhten Niederschlagsneigung zu beeinflussen. Liegt die Hochdruckachse weiter im Süden, so bleibt es weitgehend trocken. Um es weiter zu veranschaulichen wie komplex die kommende Wetterentwicklung sein wird, genügt ein Blick auf die Simulation des europäischen Wettermodells, welches den Hochdruckkern erneut weiter im Westen und die Hochdruckachse insgesamt weiter nach Süden positioniert. Im Ergebnis könnten die ersten Oktober-Tage demnach ruhig, weitgehend trocken und relativ warm ausfallen. Welche der Varianten ist wahrscheinlicher? Geht es nach den Kontrollläufen, so war in den letzten Tagen der Zeitraum vom 1./5. Oktober als Niederschlagsarm zu bezeichnen - in der heutigen Simulation nehmen die Niederschlagsvarianten von Süden her zu, so dass ein grundsätzlich trockener Wettercharakter in den ersten Oktober-Tagen zunehmend weniger wahrscheinlich wird, die Niederschlagstendenz jedoch von Süd nach Nord abnimmt. Im Temperaturverhalten zeigt sich ein Spektrum von +7/+16 Grad am 1. Oktober (Mittelwert: +12/+14 Grad) und +7/+22 Grad am 5. Oktober (Mittelwert: +15/+16 Grad), wobei der Mittelwert zum Beginn des Oktober leicht unter und zum 5. Oktober durchaus dem Jahreszeit-typischen Wert entspricht. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter im Herbst Winter 2015/16.

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