Das Wetter im Oktober 2017 begann wechselhaft und in weiten Teilen von Deutschland auch zu kalt, bevor in der zweiten Oktoberdekade ein kräftiges Hochdrucksystem für außergewöhnlich warme Temperaturen sorgte. Erst Ende Oktober sorgte ein Wetterumschwung wieder für normale Temperaturverhältnisse. Zwei kräftige Windereignisse sorgten zudem für unwetterartige Wetterverhältnisse. So war am 5. Oktober ein Sturm mit 80 bis 110 km/h über Deutschland hinweggefegt, welcher örtlich mit bis zu 122 km/h seine Höchstgeschwindigkeit erreichte. Ein zweiter Sturm folgte dann mit dem Wetterwechsel Ende Oktober nach, welcher über dem Norden und der Mitte von Deutschland für Windböen in Orkanstärke sorgte.

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Oktober 2017: einer der zehn wärmsten Oktobermonate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen

Die durchschnittliche Temperatur betrug im Oktober +11,1 Grad und war damit um +2,1 Grad wärmer als das vieljährige Mittel von 1961 bis 1990. Gegenüber der Referenzperiode von 1981 bis 2010 betrug die Abweichung +1,9 Grad. Ein viel zu warmer Oktober 2017 also. Außergewöhnlich warm war das zweite Oktoberdrittel. Die Höchsttemperatur wurde mit örtlich bis zu +28 Grad registriert und auch in mittleren Lagen - um etwa 600 Meter - wurden Temperaturen von bis zu 25 Grad gemessen. Das entspricht sommerlichen Temperaturwerten. Nicht verwunderlich ist hingegen, dass der höchste Wert am 16. Oktober 2017 in Freiburg mit +28,1 Grad gemessen wurde. Etwas Frost gab es auch, beschränkte sich aber Ende Oktober mit -3,1 Grad auf das Allgäu.

Goldener Oktober auch 2017
Der Goldene Oktober sorgte für einen sehr warmen Oktober 2017 (Weitere Bilder)

Oktober 2017 zu nass

Dass das erste Oktoberdrittel recht nass war, zeigt die Niederschlagsbilanz. So wurden 75 l/m² an Niederschlag gemessen. Der Sollwert von 56 l/m² wurde somit um 31 Prozent übertroffen. Besonders nass war es über dem Norden und dem äußersten Süden von Deutschland. Relativ trocken war es hingegen über dem Südwesten. Den meisten Niederschlag gab es mit dem Sturmtief Anfang Oktober über dem Westen von Schleswig-Holstein, wo binnen 24 Stunden eine Niederschlagsmenge von 64,1 l/m² registriert wurde. Das ist zudem für einen Oktober die höchste Tagesmenge in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Die größte Regenmenge im gesamten Oktober hatte aber mit 220 l/m² der Alpenrand zu bieten. Trocken war es hingegen mit einer Monatssumme von nur 20 l/m² in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Im Oktober mehr Sonne über dem Süden

Das Hochdrucksystem sorgte insbesondere über dem Süden für viel Sonnenschein, wo verbreitet bis zu 170 Sonnenstunden gemessen wurden. Weiter nach Norden und Nordosten war die Sonnenscheinbilanz mit bis zu 70 Stunden weniger positiv. Deutschlandweit lag die mittlere Sonnenscheindauer bei 100 Stunden und lag damit nur knapp unter dem Sollwert von 109 Stunden. Wie war das Wetter im Oktober 2017 im Detail? Den gesamten Rückblick können Sie beim Deutschen Wetterdienst nachlesen.

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