Beide Wettermodelle stützen für Ende Oktober heute eine höhere Wahrscheinlichkeit für hohen Luftdruck über dem Norden von Europa, aus dem sich unterschiedliche Varianten entwickeln können. Bspw. simuliert das amerikanische Wettermodell eine steile Aufrichtung der Hochdruckachse von Skandinavien über Osteuropa bis über den östlichen Mittelmeerraum. Folglich werden die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik in den ersten November-Tagen vor Mitteleuropa weitgehend blockiert, so dass im Verbund beider Systeme warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Deutschland geführt werden können. Im Ansatz ist bei der Simulation des amerikanischen Wettermodells im Zeitraum vom 3./6. November zu erkennen, dass über dem östlichen Gradienten des Hochdrucksystems kühlere Luftmassen nach Süden geführt werden und im Zeitraum vom 4./6. November über Umwege auch nach Deutschland gelangen könnten. Was wäre die Folge daraus? Zunächst ist eine warme Witterung wahrscheinlich (+15/+20 Grad), welche mit Wind aus zunehmend östlichen Richtungen sich weiter abkühlen kann (+5/+12 Grad) - der Wettercharakter selbst ist weitgehend als trocken einzustufen, wobei Anfang November bei hohem Luftdruck auch oftmals neblig-trübes Wetter mit gelegentlichen Sprühregen dominieren kann. Das europäische Wettermodell simuliert einen ganz ähnlichen Ansatz, dessen Eintreffen am 31. Oktober/2. November jedoch deutlich früher simuliert wird. Die Kaltluftadvehierung über dem östlichen Europa findet nach dem europäischen Wettermodell bereits Ende Oktober und mit Höhentemperaturen von -10/-15 Grad auch intensiver als nach dem amerikanischen Wettermodell (+5/-5 Grad) statt. Damit man die Zusammenhänge der Simulation des europäischen Wettermodells besser verstanden werden können, blickt man auf die gesamte nördliche Hemisphäre und hier sieht man, dass das sibirische Kontinentalhoch durch ein schwachgradientiges Tiefdrucksystem unterbunden wird - ein Teil des Hochdrucksystems liegt über dem skandinavischen Raum, der zweite Teil liegt weit nach Süden verlagert und positioniert sich über dem mongolischen/chinesischen Raum. Anders formuliert zeigt sich in dieser Konstellation durchaus eine Möglichkeit für die Advehierung dieser kühlen Luftmassen nach Deutschland durch das Hoch über dem skandinavischen Raum. Was wäre die Folge? Neblig-trübes Wetter mit einer erhöhten Neigung zu Nachtfrost und Tagestemperaturen, welche um die +5 Grad Marke herum schwanken könnten. Blickt man auf die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+7) / normal (+8/+14) / zu warm (>+15), so liegen diese am 1. November bei 25/55/20 (gestern: 40/35/25) und am 6. November bei 30/60/10. Betrachtet man die Varianten, welche unter der +5 Grad Marke liegen (nasskalte Varianten), so liegt die Wahrscheinlichkeit hierfür in den ersten November-Tagen weiterhin bei rund 20 Prozent. Und Nachtfrost? Die Wahrscheinlichkeit für Nachtfrost liegt bei rund 40 Prozent - für alle die also noch keine Winterreifen auf das Auto montiert haben sollten, bietet sich bei fast frühsommerlichen Temperaturen am kommenden Samstag die optimale Gelegenheit hierfür...

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