Die Großwetterlage bleibt in den kommenden Tagen mit einer südwestlich ausgerichteten Luftströmung warm und wechselhaft. Erst zum Monatswechsel kommt die Frontalzone Deutschland "bedrohlich" näher, so dass Regenfälle und auch Wind zum Start in den November nicht unwahrscheinlich sind. Der Grund für diese Annahme ist die Wetterküche auf dem Atlantik, die nichts von ihrer Dynamik verlieren wird. Einzig eine Troglage vor Mitteleuropa könnte das Wetter zu einer Wiederholungsneigung zwingen, bei der es auch zu Beginn des November mit einer Südströmung außergewöhnlich warm werden könnte. Im Verhältnis von 58:42 stehen sich die West- und Südwetterlage als wahrscheinliche Wettervarianten gegenüber. Die Kontrollläufe sehen - zumindest bei dem Temperaturen - einen Trend zu einer Normalisierung zwischen dem 2./5. November. Das Temperaturspektrum reicht bspw. am 2. November von +6/+15 Grad und erreicht einen Mittelwert von +10 Grad, was gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel um +3 Grad zu warm ist. Rein statistisch gesehen gibt es zwischen dem 1. und 7. November eine hohe Auffälligkeit zu (nebligen) Hochdruckwetterlagen über Mitteleuropa, was mit der oben angedeuteten Südwetterlage noch am wahrscheinlichsten eintreten könnte - erst zum 8. November hin zeigen sich im November statistisch gesehen die ersten Kaltlufteinbrüche. Das Langfristmodell tendiert auch in seiner heutigen Wettervorhersage für den November zu einer hochdruckdominierten Wetterlage, so soll dieser leicht zu warm und zu trocken ausfallen.

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Nahezu alle Wettermodelle simulieren mit dem Kältepol im Norden eine sehr dynamische Wetteraktivität auf dem Atlantik. Noch scheitern diese beeindruckenden Tiefdrucksysteme an einem Hochdrucksystem, welches sich von Afrika bis über das westliche Russland erstreckt. Dabei kommt es vor Mitteleuropa immer wieder zu Troglagen, die in Deutschland für wechselhaftes und mit einer Süd- bis Südwestströmung für sehr warmes Wetter sorgen. Abgelenkt durch das Hochdrucksystem driften die Tiefdrucksysteme in Richtung Skandinavien ab - Deutschland bekommt dabei gelegentlich z.T. gewittrige Regenschauer ab. Es ist dabei nur eine Frage der Zeit bis sich die atlantische Frontalzone mit ihren zahlreichen "Angriffen" bis nach Mitteleuropa durchsetzen kann. Der mit 48 Prozent wahrscheinlichste Zeitpunkt ist der Monatswechsel zwischen dem 29. Oktober und 1. November. Sollte das tatsächlich so eintreten, so ist in den ersten November-Tagen mit teils stürmischen und äußerst wechselhaften Wetter zu rechnen. In den Simulationen der Kontrollläufe gibt es aber noch genügend Spielraum für andere - gemäßigte Varianten - und dennoch steht eine gewichtige Entscheidung bevor. Gelingt es der Zirkulation wieder normale Verhältnisse herzustellen (West - Ost) oder kommt es Aufgrund der starken Tiefdruckaktivität erneut zu Wellenbewegungen in den höheren Luftschichten, so dass die Zirkulation durchaus gestört bleibt? Das Langfristmodell scheint in seiner aktuellen Wettervorhersage für November eine Antwort darauf zu haben - das November-Wetter soll in Deutschland zu trocken und leicht zu warm ausfallen, was auf einen Fortbestand der gestörten Zirkulation hindeutet.