In den heutigen Simulationen der Wettermodelle liegt eine weitgehende Übereinstimmung über das Wetter vom 1.-2./3. November vor. Nach der turbulenten Wetterphase zum Wochenstart kann sich ein Zwischenhoch aufbauen und das Wetter beruhigt sich zum Monatswechsel. Da das Hochdrucksystem Gradienten schwach ist, wird wohl verbreitet zäher Nebel anzutreffen sein. Die Temperaturen bleiben - je nach Sonnenscheindauer - mit +9/+15 Grad zu warm für diese Jahreszeit. Mit dem Kältepol zwischen Kanada und dem nördlichen Skandinavien ist die Sturmtiefentwicklung auf dem Atlantik im vollen Gange und lässt im wesentlichen zwei unterschiedliche Wetterentwicklungen zu. Zum Einen ist es eine lebhafte, teils stürmische Westwetterlage, die weite Teile des ersten November-Drittels beeinflussen wird. Auch neuerliche Schnellläufer sind bei solch einer Entwicklung nicht ausgeschlossen. Im wesentlichen liegt bei einer Westwetterlage das Azorenhoch flach auf dem Atlantik, so dass die Tiefdrucksysteme von Neufundland ungestört bis nach Mitteleuropa durchgreifen können. Die zweite Variante ist ein osteuropäisches Hochdrucksystem, welches der atlantischen Frontalzone etwas entgegenzusetzen hat. Deutschland liegt in dieser Konstellation zwischen den Fronten, so dass es nicht trocken bleiben wird, aber es mit südlichen Winden weiterhin warm bleibt. Welche Variante ist wahrscheinlicher? Das Verhältnis zwischen warmer Südwest- bis Südwetterlage und einer Westwetterlage liegt bei 54:46. Geht es nach den Kontrollläufen so ist das Wetter in Deutschland bis zum 3. November weitgehend unter Hochdruckeinfluss und trocken. Ab dem 4. November nimmt die Niederschlagswahrscheinlichkeit zu und bleibt bis zum 9. November auf mittlerem Niveau. Das Temperaturspektrum zeigt bspw. am 6. November mit Werten zwischen +3/+14 Grad, wie hoch die Temperaturdifferenzen noch sind - der Mittelwert um die +10 Grad.

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Die Verschiebung der Verhältnismäßigkeit zu ruhigerem Hochdruckwetter Anfang November setzt sich auch heute mit 56:44 in den Wettermodellen fort. Nach einem eher turbulenten Oktober-Finale setzt sich das osteuropäische Hochdrucksystem nach den Simulationen des amerikanischen Wettermodells durch und kann sich gegen die Tiefdruckausläufer auf dem Atlantik (vorerst) behaupten. Deutschland liegt somit in den ersten 3-5 November-Tagen unter einen süd- bis südwestlichen Strömungseinfluss. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so ist mit einer schwachen Hochdruckbrücke in den ersten zwei November-Tagen über Mitteleuropa zu rechnen, bevor die gut ausgebildete atlantische Frontalzone zum 3. November das Wettergeschehen bestimmen wird. Was ist wahrscheinlicher? Geht es nach den Kontrollläufen, so ist es bei +7/+12 Grad bis zum 4. November überwiegend trocken, allerdings zeigt das Temperaturspektrum mit +5/+13 Grad und einem Mittelwert von +10 Grad, welche Temperaturen zu erwarten sind. Ob es im ersten November-Drittel noch zu Schneefall oder Schneeschauer kommend wird, klären wir gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Herbst/Winter.
Ein Sturmtief nach dem anderen zieht zum Monatswechsel von Island über England nach Skandinavien und streift dabei Phasenweise die nordwestlichen Landesteile. Auch heute ist nicht klar, wie sich das Hoch Anfang November im Osten verhalten wird - hat es letztlich genug Standfestigkeit um sich gegen das anrennen der Tiefdrucksysteme zu erwehren? Wenn das der Fall sein sollte, so verbleibt Deutschland in den ersten November-Tagen in einer relativ warmen Süd- bis Südwestströmung, bei der im Nordwesten mehr Niederschlag als im Südosten zu erwarten ist. Gelingt es hingegen der atlantischen Frontalzone sich weiter nach Süden und Osten durchzusetzen, so ist mit typischen November-Wetter zu rechnen - von windigem Westwindwetter bis hin zu einer Nordwestwetterlage mit Graupelschauern ist vieles möglich. Was ist wahrscheinlicher? Geht es nach den Kontrollläufen, so ist ein sich normalisierender Wettertrend Anfang November mehrheitlich favorisiert. Betrachtet man die Details, so erkennt man einen Rückgang der Wahrscheinlichkeit einer Westlage Anfang November auf ein Verhältnis von 49:51 (gestern 59:41). Aber auch die Kontrollläufe zeigen eine breite Streuung, was zeigt wie unsicher die Wetterlage Anfang November ist. Woran liegt das? Mehr dazu gegen 15:00 Uhr in einem neuen Wettertrend für den Herbst / Winter.
Von Tag zu Tag gewinnt in den Simulationen der Wettermodelle der sog. Westdrift an Bedeutung. Als Folge daraus verschiebt sich unter einer mehr oder minder ausgeprägten Wellenbewegung die atlantische Frontalzone nach Osten und wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 62 Prozent das Wetter in den ersten November-Tagen beeinflussen. Es kann durchaus sein, dass die Frontensysteme mit viel Wind Deutschland recht zügig überqueren und auf ihrer Rückseite kurzzeitig ein Zwischenhocheinfluss bemerkbar machen kann, bevor von Westen her die nächste Front sich nähert. Mit diesen Wellenbewegungen werden auf der Vorderseite recht warme und auf der Rückseite kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt. Die Kontrollläufe stützen zum Monatswechsel mehrheitlich einen leicht zu kühlen bis normalen Wettertrend, so zeigt das Temperaturspektrum bspw. am 2. November Werte zwischen +6/+15 Grad und einen Mittelwert von +11 Grad. Tendenziell gibt es bei solchen Wetterlagen im Westen und Norden eine höhere Niederschlagserwartung als im Süden und Osten. Gibt es noch andere Varianten als die Westwetterlage? Auch die gibt es noch, am wahrscheinlichsten sticht dabei ein blockierendes Hoch im Osten hervor, welches sich gegen die Tiefdrucksysteme stemmt. Deutschland würde bei solch einer Wetterlage in eine warme und wechselhafte Südströmung gelangen, ähnlich wie das aktuell der Fall ist. Welche Variante ist wahrscheinlicher? Im Verhältnis zueinander steht die Westlage zur Südlage etwa 59:41. Das Langfristmodell simuliert in seiner Wettervorhersage das Wetter im November deutlich zu trocken und etwas zu warm gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel.
Ob ein warmer oder kühler Novemberstart erfolgen wird, ist auch im heutigen Wettertrend noch nicht ersichtlich. Lediglich das Wahrscheinlichkeitsverhältnis neigt zu einem dynamischen Start in den November. Auch heute zeigen die Wettermodelle eine Tiefdruckaktivität, die sich rund um den Kältepol zwischen Kanada, Grönland und dem nördlichen Skandinavien dreht. Dabei gelingt es den Tiefdrucksystemen über Skandinavien einen Tiefdruckkern zu platzieren, so dass sich über Mitteleuropa eine wechselhafte und teils windige Westwetterlage einstellen könnte. Die Temperaturen lassen im Trend eine Normalisierung der Werte auf +8/+12 Grad erkennen, aber auch das hängt im wesentlichen davon ab, ob sich die Sturmtiefaktivität bis nach Deutschland durchsetzen kann. Das große Fragezeichen steckt noch hinter einem Hochdrucksystem über dem östlichen Europa, welches als Konterpart zu den Tiefdrucksystemen gesehen werden kann. Gelingt es den Hoch sich entgegenzustellen, so kann vor Mitteleuropa eine erneute Troglage entstehen und da den Tiefs der Weg nach Osten blockiert wird - Deutschland wäre somit wieder im Einfluss einer Südwest- bis Südwetterlage. Was ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe zeigen eine breite Streuung zum Monatsanfang, mehrheitlich lässt sich bei dem Temperaturen eine Normalisierung erkennen und eine Niederschlagsneigung ist vorhanden. Das Temperaturspektrum liegt am 2. November zwischen +4/+15 Grad und erreicht im Mittel einen Wert um +11 Grad. Einen Rückschluss lässt sich aus den Simulationen der Wettermodelle für das erste November-Drittel schon ziehen - die Westwindzirkulation wird mit einen zunehmend positiven NAO-Index wieder in Gang gesetzt - einzig eine sehr starke Wellenbewegung in der Stratosphäre könnte die gestörte Zirkulation erhalten, was aber aktuell nicht zu erkennen ist.