Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 25.10.2018 - Ruhiges Novemberwetter?

Das Herbstwetter wird wieder spannender und Abwechslungsreicher. Auch frühwinterliche Gefühle können sich am kommenden Wochenende (Zeitumstellung) durchsetzen. Doch bleibt es Anfang November herbstlich kühl?

Das Wetter vom kommenden Wochenende wird alles andere als langweilig. Kalte Luftmassen strömen nach Deutschland und sorgen über Italien für die die Entstehung eines Tiefdrucksystems, welches sich in den unterschiedlich temperierten Luftmassen wie ein Schwamm mit feuchter Mittelmeerluft voll saugt und dies über den Alpen entleert. Mit 100 bis 300 l/m² und örtlich sogar noch mehr ist dort mit unwetterartigen Niederschlägen zu rechnen. Weiter nach Norden nimmt die Niederschlagsleistung ab, sorgt aber über dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern noch für Dauerregen, welcher sich in den verbleibenden Oktobertagen abschwächt, dafür aber weiter nach Norden ausdehnt. Das Tiefdrucksystem liegt am Dienstag über dem Nordwesten und trennt mit kalte Luftmassen über dem Westen von warmen über dem Osten. Der Temperaturunterschied kann bis zu 15 Grad betragen. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter Oktober 2018.

Das Herbstwetter hat zum Oktoberfinale einiges zu bieten

Nicht nur die Luftmassengrenze sorgt für spektakuläre Wetterverhältnisse, sondern auch kräftige Niederschläge bis hin zu unwetterartigen Schauern, verbunden mit teils stürmischen Windböen und örtlichen Gewittern hat der Oktober 2018 zum Finale doch noch allerhand zu bieten. Die Schneefallgrenze sinkt kurzzeitig auf bis 800 Meter ab und mit entsprechender Intensität sind auch bis in tiefere Lagen Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nicht auszuschließen. Wo Schneeschauer möglich sind, zeigt sich in der Niederschlagsprognose.

Bleibt das Wetter im November turbulent oder beruhigt sich das Herbstwetter wieder?
Bleibt das Wetter im November turbulent oder beruhigt sich das Herbstwetter wieder?

Amerikanisches Vorhersage-Modell: Milder Start in den November

Das für turbulente Wetterverhältnisse sorgende Tiefdrucksystem zieht zum Novemberstart nach Norden ab und geht in die atlantische Frontalzone über, welche sich am 1. November zwischen Island und England positioniert.

Im gleichen Zeitraum baut sich von den Azoren bis über das westliche Russland reichend eine Hochdruckbrücke auf und bestimmt über weite Teile der ersten Novemberdekade das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Niederschlagsneigung lässt vorübergehend nach und mit einer südwestlichen Grundströmung gelangen mildere Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte auf +12 bis +17 Grad ansteigen lassen kann.

Im Zeitraum vom 4. bis 9. November tropft von Island aus ein Tiefdrucksystem nach Süden bis über Spanien ab. Die Hochdruckbrücke löst sich auf und über dem östlichen Europa entsteht ein Hochdrucksystem, was das Tiefdruckgebiet daran hindert, weiter nach Osten voranzukommen. So können nach dieser Wettervorhersage Deutschland, Österreich und die Schweiz in eine südliche - aber durchaus unbeständige - Grundströmung gelangen. Bei Tageswerten von +12 bis +17 Grad und mit Föhnunterstützung von bis +20 Grad wäre bei starker bis wechselnder Bewölkung immer wieder mit Niederschlägen zu rechnen, deren Schwerpunkt über dem Westen liegen kann.

Deutschland zwischen den Fronten

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Deutschland zwischen den Fronten © www.meteociel.fr

Europäisches Prognose-Modell: Die etwas andere Wetterlage

Das europäische Vorhersage-Modell berechnet in seiner aktuellen Wetterprognose eine andere Entwicklung der Großwetterlage, welche einer kühlen Witterung mehr Spielraum lässt.

Sturmtief tobt auf dem Atlantik

Vom 1. bis 2. November entsteht auf dem Atlantik ein kräftiger Tiefdruckwirbel, welcher von einem Hoch über dem östlichen Skandinavien zunächst noch blockiert wird. Bis zum 3. November aber gewinnt die atlantische Frontalzone an Dynamik und rückt von England in Richtung Skandinavien vor. Deutschland liegt am südlichen Gradienten der Frontalzone, was zu stürmischen Winden und Regen führen kann. Zum 4. November erstreckt sich die Tiefdruckrinne von den Azoren über England bis nach Skandinavien.

Bei starker bis wechselnder Bewölkung ist über Deutschland bei Tageswerten von +7 bis +13 Grad immer wieder mit Niederschlägen zu rechnen. Anders formuliert ist die Entwicklung der Großwetterlage ganz ähnlich wie nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell, doch sind die Wettersysteme insgesamt weiter nach Osten verschoben.

Deutschland mehr im Einflussbereich der atlantischen Frontalzone

Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Deutschland mehr im Einflussbereich der atlantischen Frontalzone © www.meteociel.fr

Wettertrend: Unbeständiger kühler oder warmer und trockener Start in den November?

Das amerikanische Vorhersage-Modell war in der gestrigen Wetterprognose November 2018 ein warmer Ausreißer und bleibt es nach den Kontrollläufen auch heute noch. Nichtsdestotrotz bestätigen die Kontrollläufe die Milderung der letzten Tage für die ersten Novembertage.

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Das Temperaturspektrum steigt zum 1. November auf +8 bis +16 Grad an (Mittelwert: +12 bis +13 Grad) und geht bis zum 9. November auf +5 bis +17 Grad (Mittelwert: +10 Grad) etwas zurück. Im Vergleich zum langjährigen Mittelwert hat die erste Novemberdekade eine hohe Wahrscheinlichkeit etwa um +1 bis +2 Grad zu warm auszufallen.

Andere Wetterentwicklungen möglich

Das Spektrum der Kontrollläufe ist breit gestreut und geht ab dem 2. November deutlich auseinander. Das Niederschlagsverhalten ist Ende Oktober deutlich erhöht, schwächt sich kurz ab und steigt zum 3. November in den leicht erhöhten Bereich an. Eine stabile Hochdruckwetterlage ist derzeit weniger wahrscheinlich. Das riecht fast nach typischen Novemberwetter.

Diagramm Temperaturen November 2018 vom 25.10.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/19

Der November 2018wird im aktuellen Wettertrend des Langfristmodells mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal bis leicht zu warm berechnet. In der Niederschlagserwartung wird der Süden und Südosten etwas zu trocken simuliert, sonst sind keine Auffälligkeiten gegenüber dem langjährigen Sollwert auszumachen.

Die Winterprognose 2018/19 bleibt nach dem Langfristmodell unverändert - sehr zum Leidwesen der Winterfans.

  • Der Dezember 2018 soll mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad deutlich zu warm ausfallen. In der Niederschlagsprognose zeigen sich aber kaum Abweichungen gegenüber dem Sollwert.
  • Im Januar 2019 könnte der Winter sich nach dem Wettertrend des Langfristmodell zumindest Phasenweise durchsetzen. Die Temperaturabweichung wird mit -0,5 bis +1 Grad normal bis etwas zu mild simuliert. Die Niederschlagserwartung ist als etwas erhöht zu bewerten.
  • Der Februar 2019 wird mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad zu warm simuliert. Die Niederschlagsentwicklung ist unauffällig und im Trend leicht zu nass.

Was andere Langfristmodelle berechnen, können Sie in der Winterprognose vom 16. Oktober 2018 nachlesen.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,8 Grad zu trocken
Oktober 2018 +0,8 bis +1,5 Grad Trend: zu trocken
November 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
Dezember 2018 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Januar 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu nass
Februar 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: etwas zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 25.10.2018

Update

Da nun eine spannende Wetterentwicklung bevorsteht, erfolgt heute Abend gegen 20:00 Uhr eine Aktualisierung der Wetterprognose November 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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