Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017 - Wetterprognose vom 8. Februar

In den kommenden Tagen ist bis einschließlich Montag etwa östlich der Linie Hamburg - Dresden mit Dauerfrost zu rechnen, während nach Süden hin die Temperaturen auf +0/+7 Grad ansteigen können. Trotz der Hochdruckdominanz könnte am Samstag ein Niederschlagsgebiet über dem Südosten nach Norden ziehen und für zeitweilige Niederschläge - meist in Form von Schnee - sorgen. So könnte sich nach dem heutigen Stand der Berechnungen bis einschließlich Sonntag etwa östlich von Hamburg - Berchtesgaden eine Schneedecke von 0,5-7 cm ausbilden. Fraglich bleibt zum heutigen Stand aber die Zugbahn des Niederschlagfeldes, so dass hier noch Veränderungen möglich sind (s. Wetter Februar 2017).

Amerikanisches Wettermodell: bis zum 17. Februar ruhiges und langsam milder werdendes Hochdruckwetter

Im Zeitraum vom 13./17. Februar verlagert sich das Hochdrucksystem nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells nur unwesentlich. Grundlegend ändern wird sich aber wohl die Hochdruckachse, welche sich in diesem Zeitraum von Nordwest nach Südost ausrichten kann. So können mit Hilfe der schwachgradientigen Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik in der Höhe mildere Luftmassen aus südöstlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden, was bis zum 17. Februar die Tageswerte langsam aber stetig über dem Westen und Südwesten auf +6/+12 Grad und über dem Norden und Nordosten auf +1/+5 Grad ansteigen lassen kann. Niederschläge sind aber aufgrund der Hochdruckdominanz weniger zu erwarten, dafür kann die Sonne des Öfteren zum Vorschein kommen.

Europäisches Wettermodell: andere Position des Hochdrucksystems, mildere Temperaturen

Anders bleiben - wie in den letzten Tagen auch - die Berechnungen des europäischen Wettermodells, wenngleich das in etwa das gleiche Ergebnis zur Folge haben kann. Demnach verlagert das Hochdrucksystem seinen Schwerpunkt im Zeitraum vom 11./15. Februar von Skandinavien über Mitteleuropa, bzw. östliche Europa und füllt sich von oben herab mit noch etwas wärmeren Luftmassen auf. So liegen bspw. am 15. Februar die Temperaturen in 1.500 Meter Höhe zwischen +4/+8 Grad. Je nach Sonnenscheindauer könnten damit in tieferen Lagen Werte jenseits der +10 Grad Marke erreicht werden.

Kontrollläufe stützen Milderung bis zur Monatsmitte

Im Mittel bestätigt sich damit der milder werdende Temperaturtrend der letzten Tage zum 15. Februar. Die Kontrollläufe stützen diese Temperaturtendenz mehrheitlich. So liegt das Temperaturspektrum am 15. Februar zwischen -2/+12 Grad bei einem Mittelwert von +6/+7 Grad über dem Süden und Westen, +4 Grad über dem Norden und +2 Grad über dem Osten. Betrachtet man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-2) / normal (-1/+4) / zu warm (>+5) am 15. Februar, so liegen diese aktuell bei 5/25/70. Das ist gegenüber den letzten Tagen eine deutliche Anpassung in Richtung milde Varianten, wenngleich die "Durchschlagskraft" der möglichen Milderung über dem äußersten Osten von Deutschland noch abzuwarten bleibt.

Hochdruckdominanz ist ersichtlich, andere Wetterentwicklungen sind aber möglich

Was ist darüber hinaus an Wetterentwicklungen möglich? Das Hochdrucksystem könnte nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells das Wetter über Deutschland auch noch für längere Zeit beeinflussen. So erneuert sich das Hochdrucksystem im Zeitraum vom 16./23. Februar immer wieder von neuem und liegt mal mit seinem Kerngebiet direkt über Deutschland, oder baut über Mitteleuropa eine Hochdruckbrücke zwischen dem Azoren- und dem Kontinentalhoch auf. In Folge dessen wäre mit einem weiterhin ruhigen, überwiegend milden und trockenen Wettercharakter bis weit in das letzte Februar-Drittel hinein zu rechnen.

In einer weiteren Variante dehnt sich das Hochdrucksystem über Skandinavien in Richtung Island auf, während zeitgleich sich ein Hochdrucksystem vom östlichen Kanada bis nach Grönland in den Polarwirbel vordringen könnte. In Folge dieser Wetterentwicklung wäre der Zustrom arktischer Luftmassen aus nördlichen Richtung über Skandinavien in Richtung Mitteleuropa nicht auszuschließen. Diese Variante bleibt zugleich zum heutigen Stand auch die winterlichste Variante, wenngleich das noch nicht mit einem Wintereinbruch über Mitteleuropa gleichzusetzen ist.

In der dritten Variante verlagert sich das Hochdrucksystem weiter nach Süden über die Mittelmeerregion, was einer milden Südwestwetterlage den Weg nach Mitteleuropa frei machen könnte. In einer Abwandlung dieser Variante wäre mit einem entsprechenden Tiefdrucksystem über Skandinavien auch eine aktiv-dynamische Westwetterlage im Verlauf des letzten Februar-Drittels nicht auszuschließen.

Zusammenfassung:

Eine Milderung, welche sich bis zum 15. Februar über Deutschland durchsetzen könnte, hat nach den heutigen Simulationen der Wettermodelle auch darüber hinaus eine erhöhte Wahrscheinlichkeit den Temperaturcharakter über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu prägen. Winterliche Varianten sind deutlich zurückgegangen und nichtsdestotrotz berechnet das Langfristmodell im Februar eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert über dem Norden von -1/-0,5 Grad im zu kalten und mit +1/+2 Grad über dem Süden im zu milden Bereich. Sollten sich die Simulationen des heutigen Tages in Richtung milde Temperaturen bewahrheiten, so dürfte das Langfristmodell demnächst eine erneute Korrektur vornehmen. Hinsichtlich der Niederschlagserwartung berechnet das Langfristmodell aber weiterhin eine deutlich zu trockene Tendenz. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:45 Uhr in einem kurzen Update der Wetterprognose Winter 2017.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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