Wetter Winter 2016/2017 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2016/17 - Wetterprognose vom 8. Dezember

Über Norddeutschland sind die kommenden Tage bis einschließlich Montag mit gelegentlichen Niederschlägen und meist starker Bewölkung als durchwachsen zu bezeichnen. Nach Süden hin kann die Bewölkung auflockern und es bleibt dort die meiste Zeit über trocken, wobei am Sonntag und Montag gelegentlich leichte Niederschläge auch dort nicht auszuschließen sind. Etwas deutlicher zeigt sich die unterschiedliche Niederschlagsentwicklung anhand der simulierten Niederschlagserwartung bis einschließlich Dienstag kommender Woche. So sind etwa nördlich der Linie Bielefeld - Dresden mit 10-20 l/m² mehr Regentropfen als mit 5-10 l/m² über der Mitte und mit 0-5 l/m² über dem Süden zu erwarten. Die Temperaturen steigen in den kommenden Tagen allgemein auf +4/+9 Grad an und können mit längerer Sonnenscheindauer auch darüber liegen. Zum Start in die neue Woche könnte Ostdeutschland von einem Schwall arktischer Luftmassen erfasst werden, so dass die Temperaturen sich dort wieder der 0 Grad Marke annähern können (Details s. Wettervorhersage Dezember) .

Das amerikanische Wettermodell berechnet vom 14./16. Dezember ein Hochdrucksystem über Mitteleuropa mit Kern direkt über Deutschland. So ist mit höherer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich an dem ruhigen Wettercharakter bis dahin kaum etwas verändern wird. So ist örtlich mit zähem Nebel, bzw. Hochnebel und hier und da auch mit etwas Regen, bzw. Niesel- oder Sprühregen zu rechnen. Die Temperaturen erreichen meist +1/+6 Grad über dem Osten und Südosten und +4/+8 Grad über dem Westen und Nordwesten.

Das europäische Wettermodell stützt die Variante des amerikanischen Wettermodells nicht und simuliert den Aufbau einer Hochdruckbrücke zum Azorenhoch, was den Hochdruckrücken insgesamt weiter nach Südosten ablenkt und somit über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einer milden und von Westen her zunehmend unbeständigen Südwestanströmung der Luftmassen führen kann.

Trotz der Unterschiede liegen die Gemeinsamkeiten beider Wettermodelle in einer wenig winterlichen Wetterentwicklung bis zum 16. Dezember. Das ändert sich womöglich aber über den Zeitraum darüber hinaus.

Beide Wettermodell berücksichtigen in ihren Simulationen den Abbau von hohem Luftdruck über Mitteleuropa, bzw. dem östlichen Europa und ermöglichen somit einen größeren Spielraum für andere Wetterentwicklungen. Nach den gängigsten Simulationen wären im Zeitraum vom 16./18. Dezember folgende Wetterentwicklungen möglich.

In der ersten Variante zeigt sich ein nach Süden hin abflachendes Hochdrucksystem, so dass die Tiefdruckausläufer vom Atlantik her kommend sich bis über Skandinavien durchsetzen können. In diesem Fall wäre mit einer milden, teils nasskalten, unbeständigen und windigen West- bis Nordwestwetterlage zu rechnen (wenig winterlich).

In der zweiten Variante verlagert sich das Hochdrucksystem weiterer nach Westen auf den Atlantik und kann sich im Bereich zwischen den Azoren, England und Island als ein gegenüber der atlantischen Frontalzone blockierendes Hochdruckelement positionieren. In Folge dieser Variante wäre bis zum 18. Dezember mit einer nasskalten Nordwest- bis kalten Nordwetterlage zu rechnen, was die Optionen auf Schneefall ab ca. 400 Meter erhöht.

Die dritte Variante zeigt sich mit einer von den Azoren bis über das östliche Europa verlaufenden Hochdruckbrücke wenig winterlich und sorgt mit einer südwestlichen Grundströmung für milde Temperaturen und Frust bei den Freunden des Winterwetters.

Nun zeigte sich in den letzten Tagen ein beständiger Trend zum Ende des zweiten Dezember-Drittel hin zu Jahreszeitlich normalen Temperaturen, was eher einem nasskalten Temperaturcharakter entspricht. Welche der Varianten ist zum heutigen Stand wahrscheinlicher und bleibt der zurückgehende Temperaturtrend erhalten? Die Kontrollläufe bestätigen weiterhin eine sich normalisierende Temperaturentwicklung im Verlauf des zweiten Dezember-Drittels. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 18. Dezember zwischen -5/+10 Grad bei einem Mittelwert von +4 Grad über dem Norden und Westen und +1/+2 Grad über dem Süden und Osten. Es wird mit höherer Wahrscheinlichkeit wieder kühler - ob es vom 15./19. Dezember für einen Wintereinbruch reichen kann, ist zum heutigen Stand noch nicht zu sagen und wie die Wahrscheinlichkeiten darüber hinaus liegen können, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter Weihnachten 2016. Gegen 20:45 Uhr erfolgt an dieser Stelle ein kurzes Update der Winterprognose.
Update Wetter Winter 2016/17:
Das amerikanische Wettermodell berechnet das Hochdrucksystem in seiner abendlichen Simulation etwas weiter östlich und stützt damit die meridionalisierende Zirkulationsstruktur der letzten Stunden nicht mehr. So liegt das Hoch zum 15. Dezember zwischen Deutschland und Skandinavien, zum 18. Dezember über Deutschland und zum 24. Dezember über der Mittelmeerregion, was zunächst zu mäßig kalte aber bis Weihnachten zu milden Temperaturwerten führen könnte.

Dass in den kommenden Stunden und Tagen es zu einer höheren Schwankung in den Simulationen der Wettermodelle kommen wird, darauf sind wir bereits heute Mittag eingegangen (s. Wetter Weihnachten) - insofern auch nichts ungewöhnliches, schon gar nicht bei einem Hochdrucksystem. Betrachtet man das Temperaturspektrum der Kontrollläufe, so wird das wahre Ausmaß der möglichen Temperaturspanne offenbart, welche letztlich von der Hochdruckposition abhängen mag. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 17. Dezember zwischen -10/+7 Grad (Mittelwert: -1 Grad über dem Osten, +0 Grad über dem Süden und +1/+2 Grad über dem Westen und Norden) und am 24. Dezember zwischen -7/+8 Grad (Mittelwert: +2/+3 Grad über dem Westen und Norden und +0 Grad über dem Süden und Osten).

AO- und NAO-Index sin im Verlauf des zweiten Dezember-Drittels kurzzeitig positiv, mit Beginn des letzten Dezember-Drittels aber zunehmend negativ simuliert. Zusammenfassend: die Hochdruckposition mag sich in den kommenden Stunden und Tage sicherlich noch ein paar Mal anders in den Simulationen darstellen und teils tief-winterliche, teils auch milde Varianten hervorbringen. Entscheidend für den Verlauf des Wetters im letzten Dezember-Drittel aber wird sein, ob sich das Hochdrucksystem über dem Atlantik (winterliche Optionen über Mitteleuropa), über Mitteleuropa (kühles bis leicht zu mildes Wetter) oder über dem östlichen Europa positionieren wird (mild/Warm). Aktuell gibt es eine Mehrheit für eine westlichere Positionierung.

Kurz noch was zum Polarwirbel: eine mögliche Dipolausbildung mit nachfolgendem Polarwirbelsplit bleibt in den Simulationen für das letzte Dezember-Drittel im möglichen Bereich.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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