Sonnig warm und trocken, so zeigt sich der Wettercharakter bis zum Mittwoch, bevor am späten Mittwochabend sie Schauer- und Gewitterneigung von Westen her zunehmen kann. Die Temperaturen erreichen vielerorts Werte zwischen +24/+28 Grad, können aber örtlich auf über +30 Grad ansteigen und sinken zum Donnerstag und Freitag auf verbreitet +17/+23 Grad ab (s. Wetter September).

De Grund für den wechselhafteren Wettercharakter ist ein Tiefdruckausläufer, welches im Zeitraum vom 15./19. September die Hochdruckdominanz über Deutschland, Österreich und der Schweiz abschwächen kann. Wie diese Abschwächung sich tatsächlich abspielen wird, darüber sind sich die Wettermodelle noch nicht einig. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so liegt das Tiefdrucksystem bereits am 16. September zwischen Island und England und beeinflusst mit seinem Ausläufer das Wetter über Deutschland, während das europäische Wettermodell erst zum 17./18. September das Tiefdrucksystem mit einer größeren Einflussnahme auf das Wetter über Deutschland berechnet.

Die Frage die sich heute also stellt ist nicht mehr das ob, sondern für wie lange? Schafft es das Tiefdrucksystem die Großwetterlage nachhaltig zu verändern, oder gelingt es dem Hochdrucksystem die Erhaltungsneigung beizubehalten? Das amerikanische Wettermodell ist da seit ein paar Tagen in seinen Berechnungen konsistent. So Endet der Tiefdruckeinfluss zum 18./19. September und ein Hochdruckkeil des Azorenhochs setzt sich über Spanien Frankreich bis über Deutschland durch und stärkt seine Position bis zum 26. September mit einem Hochdruckkern über dem östlichen Europa. Gleichzeitig ist auf dem Atlantik eine erhöhte Wetteraktivität zu beobachten und im Zusammenspiel beider Wettersysteme wird es darauf ankommen, wie weit die Tiefdrucksysteme nach Osten vorankommen können. Zum heutigen Stand kommt es mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zu einer Südwestwetterlage, bei der Deutschland vom 18./26. September im Einflussbereich des Hochdrucksystems liegen kann, wobei bei Südwestwetterlagen die Niederschlagsneigung über dem Nordwesen generell höher als über dem Südosten einzustufen ist.

Die Kontrollläufe bestätigen den markanten Temperaturrückgang am 15./16. September mehrheitlich. So können die Temperaturen am 14. September noch verbreitet +27/+29 Grad erreichen und sinken bis zum 16. September im Mittelwert auf +20/+21 Grad ab. Darüber hinaus simulieren die Kontrollläufe eine für die Jahreszeit durchaus normale Temperaturentwicklung. So liegt das Temperaturspektrum am 20. September zwischen +13/+22 Grad (Mittelwert: +17/+18 Grad) und am 26. September zwischen +11/+21 Grad (Mittelwert: +14/+16 Grad). Anders ausgedrückt können sich mit sinkendem Sonnenstand im letzten September-Drittel dann doch die herbstlichen Temperaturen bemerkbar machen.

Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<+14) / normal (+15/+22) / zu warm (>+22), liegen am 20. September bei 30/60/10 und am 26. September bei 30/50/20 und bestätigt die geringere Wahrscheinlichkeit für den Erhalt der für die Jahreszeit zu warmen Temperaturen im letzten September-Drittel.

Das Langfristmodell berechnet die Abweichung der Temperaturen im September gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit +1/+2 Grad im zu warmen und im Oktober und November mit -0,5/+1 Grad im normalen bis leicht zu warmen Bereich. Für den Winter berechnet das Langfristmodell im Dezember eine Abweichung von -0,5/+0,5 Grad im normalen Bereich mit der Tendenz auch leicht zu mild auszufallen. In den letzten Wochen wurde der Dezember stets als zu warm berechnet, ob das eine Trendumkehr ist wird sich in den kommenden Tagen und Wochen zeigen müssen. Für Januar und Februar liegt die Abweichung mit +1/+2 Grad weiterhin im für die Jahreszeit zu warmen Bereich.

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