Der September hat bald mehr Sommertage zusammen, wie der Juni oder der Juli. So bliebt es nach den aktuellen Simulationen der Wettermodelle bis einschließlich Donnerstag kommender Woche sommerlich, teils auch hoch sommerlich warm, bei einer zum Mittwoch/Donnerstag ansteigenden Neigung zu Schauern und Gewittern (s. Wetter September).

Gestern berechnete das amerikanische Wettermodell eine Verlängerung der Hochdruckphase bis in das letzte September-Drittel hinein, wobei gestern fraglich war, ob sich das heute noch bewahrheiten würde. In der heutigen Simulation bleibt der Hochdruck bis zur Wochenmitte erhalten. Im Zeitraum vom 15./18. September zeigt sich ein größerer Einfluss der atlantischen Frontalzone auf das Wetter über Deutschland, der Schweiz und Österreich. Im nachfolgenden Zeitraum vom 18./25. September dehnt sich vom Azorenhoch ein neuerlicher Hochdruckkeil in Richtung Mitteleuropa aus und blockiert somit den Zustrom weiterer Tiefdrucksysteme in Richtung Mitteleuropa. Der Wettercharakter wäre demnach spät sommerlich, bzw. käme der Definition eines Altweibersommers nahe: trocken, teils mit Frühnebel und Tagestemperaturen, welche im Bereich zwischen +17/+23 Grad liegen können. Insofern bestätigt sich die gestrige Simulation, wenngleich am kommenden Wochenende eine Störung für eine kurzweilige Abwechslung sorgen könnte - von einer grundlegenden Veränderung der Großwetterlage kann nach dieser Simulation aber nicht ausgegangen werden.

Das europäische Wettermodell bestätigt im Wesentlichen die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells. Schauer und Gewitter im Zeitraum vom 15./18. September mit anschließender Hochdrucktendenz im Bereich zwischen den Azoren und Skandinavien.

Wie unsicher aber die Wetterentwicklung hinsichtlich der Niederschlagsentwicklung ist, zeigen die Kontrollläufe. So wird im Zeitraum vom 15./25.September eine mäßige Niederschlagneigung simuliert, was zeigt, dass eine stabile Hochdruckwetterlage bis in das letzte September-Drittel hinein keineswegs als gesichert gilt. Was aber bereits heute als weitgehend gesichert angesehen werden kann, ist der signifikante Temperaturrückgang zum 15./16. September um 5 bis 8 Grad auf ein Jahreszeit-typisches Niveau. So liegt das Temperaturspektrum am 17. September zwischen +14/+28 Grad (Mittelwert: +19/+21 Grad) und am 25. September zwischen +9/+26 Grad (Mittelwert: +17/+18 Grad). Zusammenfassend ist zum heutigen Stand noch nicht entschieden, ob die Hochdruckwetterlage in eine Verlängerungsphase geht, oder ob so langsam aber stetig die atlantische Frontalzone mit einem unbeständigeren Wettercharakter vermehrt Einfluss auf unser Wetter nehmen kann. Wahrscheinlicher ist aber zum heutigen Stand der zunehmende Tiefdruckeinfluss.

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