Von Sonntag bis Dienstag macht sich tiefer Luftdruck mi einer erhöhten Neigung zu Schauern und Gewittern bemerkbar, welche am Sonntag örtlich auch Unwetterpotential erreichen können, bevor sich am Mittwoch und Dienstag wieder hoher Luftdruck mit viel Sonnenschein und sommerlich warmen Temperaturen durchsetzen kann (s. Wetter September).

Betrachtet man die Großwetterlage am 6./8. September, so baut sich von dem westlichen Mittelmeer ein bis nach Deutschland reichender Hochdruckkeil auf und legt sich bis zum 8. September quer über Mitteleuropa. Somit haben Tiefdrucksysteme kaum eine Möglichkeit, sich von Westen her bis nach Deutschland durchzusetzen und nach dem kurzen Störungseinfluss vom Wochenende hält im weiteren Verlauf wieder der Sommer Einzug.

Das amerikanische Wettermodell berechnet am 8. September noch ein kräftiges Tiefdrucksystem über der Barentssee und einen weiteren Tiefdruckkomplex zwischen Grönland, Island und England. Das Hochdrucksystem wird also regelrecht vom tiefen Luftdruck in die "Mangel" genommen und baut sich in einer stabilen Position bis zum 12. September zwischen der Mittelmeerregion, Deutschland und Skandinavien auf. Deutschland, Österreich und die Schweiz verbleiben somit bis zum 13. September in dem Einflussbereich des Hochdrucksystems. Darüber hinaus ergeben sich bis zum 18. September zwei weitere Entwicklungsmöglichkeiten beim Wetter. In der ersten Variante bleibt die Hochdruckdominanz und somit der sommerliche, bzw. spät sommerliche Wettercharakter erhalten. In der zweiten Variante positioniert sich das Hochdrucksystem in einer von Ost nach West verlaufenden Hochdruckachse, welche von Tiefdruckausläufern von Westen her kommend "unterwandert" werden können. Sollte sich diese Variante einstellen, so wäre etwa ab dem 15. September über Deustchland mit einem zunehmend herbstlich kühlen und auch unbeständigen Wettercharakter zu rechnen.

Das europäische Wettermodell unterstützt die Variante mit einem Hochdrucksystem zwischen der Mittelmeerregion und dem skandinavischen Raum vom 6./13. September. Das macht eine hochdruckdominierte Wetterlage bis zum Ende der Sommerferien in Baden-Württemberg und Bayern durchaus wahrscheinlich.

In einer besonderen Konstellation von tiefen und hohen Luftdruck könnte auch noch eine dritte Variante - die Omegawetterlage - entstehen, bei der sich links und rechts vom Hochdrucksystem jeweils ein Tiefdrucksystem behaupten kann (Ω) und somit die Großwetterlage stabilisiert. Bei dieser Variante wäre bis zum Ende des zweiten September-Drittels mit einer stabilen Hochdruckwetterlage zu rechnen.

Die Kontrollläufe stützen den stabilen Wettercharakter bis zum 13. September mehrheitlich. So liegt der Mittelwert der Temperaturen im Zeitraum vom 7./13. September zwischen +24/+26 Grad und sinkt im Zeitraum vom 13./18. September auf +18/+20 Grad ab, was gegenüber dem langjährigen Mittelwert noch immer um etwa +1/+2 Grad zu warm ist. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich vom 13./18. September nur eine zögerlich ansteigende Tendenz und bleibt insgesamt schwach bis allenfalls mäßig ausgeprägt. Anders ausgedrückt ist es zum heutigen Stand fraglich, ob sich die atlantische Frontalzone im zweiten September-Drittel über Mitteleuropa festsetzen kann - wahrscheinlicher ist eine Übergangsphase.

Das Langfristmodell korrigiert sich weiter und stuft den September mit einer Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit +1/+2 Grad als zu warm ein - zum Vergleich: in den letzten Wochen wurde der September mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad stets als normal ausgegeben. Das zeigt, wie wahrscheinlich die zu warme Temperaturphase im September geworden ist. Für Oktober wird eine weitgehend normale Temperaturentwicklung von -0,5/+0,5 Grad in Aussicht gestellt, während der November mit -0,5/+1 Grad leicht zu mild ausfallen könnte. Die Wintermonate Dezember, Januar und Februar werden mit +0,5/+3 Grad als leicht, bzw. deutlich zu warm berechnet, wobei der Januar mit +0,5/+1 Grad noch der "kälteste Wintermonat" sein könnte.

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