Ein Tiefdruckausläufer überquert am Sonntag und Montag Deutschland von Nordwest nach Südost und sorgt für teils kräftige Schauer und Gewitter, so dass ein örtliches Unwetterpotential zum heutigen Stand bei zurückgehenden Temperaturen nicht ausgeschlossen werden kann. Doch bereits zum Dienstag setzt sich voraussichtlich wieder hoher Luftdruck mit ansteigenden Temperaturen durch (s. Wetter September 2016).

Im Zeitraum vom 6./12. September berechnet das amerikanische Wettermodell ein relativ stabiles Hochdrucksystem im Bereich zwischen Skandinavien, Deutschland und der Mittelmeerregion, so dass mit hoher Wahrscheinlichkeit der trockene und auch warme - sommerliche - Wettercharakter anhaltend sein kann. Erst im Zeitraum zwischen dem 12./15. September zeigt sich wieder eine stärkere Einflussnahme der Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik auf das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz, wobei es abzuwarten gilt, ob das Hochdrucksystem die Tiefdrucksysteme nicht weiterhin frühzeitig blockieren kann und somit den sommerlichen Wettercharakter erhält.

Das europäische Wettermodell berechnet im Zeitraum 6./10. September eine ganz ähnliche Konstellation der Wettersysteme zueinander. So baut sich zwischen Deutschland und Skandinavien ein stabiles Hochdrucksystem auf, während die atlantische Frontalzone mit ihrer dazugehörigen Tiefdruckrinne im Bereich zwischen Neufundland, Grönland und dem europäischen Nordmeer liegen kann.

Somit bestätigt sich auch heute eine weitgehende Hochdruckdominanz beim Wetter im ersten September-Drittel, welche mit höherer Wahrscheinlichkeit auch bis zur Monatsmitte anhalten könnte. Die Kontrollläufe bestätigen den für die Jahreszeit zu warmen und auch zu trockenen Wetterverlauf bis zum 15. September. Der Mittelwert des Temperaturspektrums liegt bis zum 10. September zwischen +23/+25 Grad und vom 10./15. September zwischen +20/+22 Grad. Somit liegt der Mittelwert zwischen +2/+5 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert. Der Herbst mit Regen, Wind und kühleren Temperaturen lässt also noch auf sich warten.

Das Langfristmodell korrigiert sich nach den aktuellen Entwicklungen weiter und berechnet die Temperaturabweichung für September gegenüber dem vieljährigen Mittelwert in seiner heutigen Wetterprognose mit +0,5/+2 Grad im leicht zu warmen bis zu warmen Bereich. Der Oktober wird mit einer Abweichung von -0,5/+0,5 Grad im normalen und der November mit +0,5/+1 Grad im leicht zu warmen Bereich simuliert. Die Wintermonate werden heute gegenüber gestern noch etwas wärmer berechnet. So liegt die Abweichung im Dezember 2016 bei +1/+3 Grad, im Januar 2017 bei +0,5/+1 Grad und im Februar 2017 bei +1/+3 Grad. In Summe der Wintermonate ist - zumindest nach den Berechnungen des Langfristmodells - mit einem erneut zu warmen Winter zu rechnen - das wäre dann der vierte zu warme Winter in Folge. Ob das so kommt, kann zum heuteigen Stand aber noch bezweifelt werden.

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