Wetter Winter 2014/2015 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Winter 2015 - Wetterprognose vom 2. Februar

Bis zum 5. Februar kann sich der Winter - insbesondere in den Gebieten südlich der Mittelgebirge - mit weiteren Neuschneezuwachs teils bis in tiefere Lagen weiter manifestieren. In den Gebieten nördlich der Mittelgebirge muss weiter abgewartet werden, inwiefern die kommenden Niederschläge bis in tiefere Lagen in Schnee übergehen und dort auch liegen bleiben können, aber auch dort sind ab Mittwoch verbreitet Tageswerte um oder unter 0 Grad zu erwarten. Am Mittwoch und auch am Donnerstag kann die Wetterentwicklung im Süden noch spannend werden, da aktuell die Intensität und Dauer der Niederschläge eines Mittelmeertief noch nicht sichergestellt sind und es hier noch einen Interpretationsspielraum gibt. Am kommenden Wochenende bleibt es nach den gängigsten Varianten der Wettermodelle bei einer nachlassenden Niederschlagsaktivität im Süden weitgehend frostig, während es im Norden bis zum Sonntag wieder für einen Anstieg der Temperaturen auf leicht positive Werte reichen kann. Der Grund hierfür das Azorenhoch, welches sich bis Sonntag zu einem autarken Hochdrucksystem über England entwickeln kann. In der Höhe kann sich das Hoch mit wärmeren Luftmassen "auffüllen", so dass es zunächst einmal im Norden milder werden kann. Wie mild hängt davon ab, wo sich das Hoch im Detail positionieren kann - in den aktuellen Simulationen bewegen sich die Tageshöchstwerte am Sonntag zwischen -1/+2 Grad etwa nördlich der Mittelgebirge und zwischen -5/-1 Grad südlich davon. Im Zeitraum vom 8./12. Februar gibt es in den Simulationen der Wettermodelle weiterhin unterschiedliche Ansätze. Die Entscheidende Rolle spielt jeweils das Hoch westlich von Deutschland. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so kippt die Hochdruckachse am 7./8. Februar nur kurzweilig auf West-Ost und positioniert sich zwischen dem 8./12. Februar auf dem Atlantik wieder in einer Süd-Nord Ausrichtung. In Folge daraus können aus nördlichen Richtungen weiter kühle Luftmassen advehiert werden, so dass die Tageswerte bis zum 11. Februar weitgehend im leichten Dauerfrostbereich verweilen könnten, wobei leicht positive Werte im Norden nicht auszuschließen sind. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so verlagert sich die Hochdruckachse im Zeitraum 7./12. Februar zunehmend in eine West-Ost Ausrichtung und kann somit den Kaltluftzustrom aus nördlichen Richtungen blockieren. Richtig "knackige" Kaltluftmassen werden dabei knapp an Deutschland über das östliche Europa abgelenkt. Bis zum 12. Februar verlagert sich der Kern des Hochdrucksystems zwischen England und Deutschland und führt für Freunde des Winterwetters zu einer wenig erfreulichen Situation. Tag für Tag gelingt es der Höhenwärme sich auch bis in tiefere Lagen durchzusetzen, so dass im Süden die Tageswerte knapp über 0 Grad und im Norden auf bis +8 Grad ansteigen können. Welches Szenario ist wahrscheinlicher? Die Kontrollläufe bestätigen die zunehmende Hochdruckdominanz im Zeitraum zwischen dem 5./12. Februar (1010-1040 hPa), sie bestätigen aber auch, dass eine Milderung keinesfalls gesichert ist. Deutlicher wird das am Temperaturspektrum, welches am 8. Februar zwischen -7/+5 Grad (Mittelwert: -2 Grad im Süden und Osten und +1/+2 Grad im Norden und Westen) und am 12. Februar zwischen -10/+6 Grad (Mittelwert: +0/+1 Grad im Süden und Osten und +2/+3 Grad im Westen und Norden). Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) liegen am 8. Februar bei 65/35/0 und am 13. Februar bei 35/35/30 mit einer milderen Tendenz im Norden und kühleren Tendenz im Süden. Entscheidend für eine milde, nasskalte oder winterliche Witterung ist die Hochdruckposition. Liegt es im Westen, so sind winterliche Trogwetterlagen wahrscheinlicher, liegt es nahe an Deutschland, so werden Kaltluftzuströme nach Osten abgelenkt und Deutschland gelangt zunehmend in die milde Strömungskomponente. Liegt das Hoch hingegen über Deutschland, so ist mit einer langsamen, aber stetigen Milderung zu rechnen. In einer vierten Variante könnte sich das Hoch noch über Skandinavien positionieren, so dass Deutschland in einer kalten Ostströmung verbleiben könnte - diese Variante hat zum heutigen Stand eine geringe Eintreffwahrscheinlichkeit. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:50 Uhr in einem Update von dieser Wetterprognose.
Update:
In den Wetterprognosen der letzten Tage haben wir immer wieder darauf hingewiesen, wie sehr die kommende Wetterentwicklung von der Position eines Hochdrucksystems abhängig ist - so erstreckt sich das Spektrum an Möglichkeiten von tiefwinterlich bis mild, teils auch warm. Insbesondere das amerikanische Wettermodell simuliert heute Abend sehr eindrucksvoll was passieren kann, wenn sich das Hoch nur ein paar wenige 100 km weiter westlich befindet. So können die Kaltluftvorstöße nicht nach Osten abgelenkt werden, sondern können auf direktem Wege nach Deutschland geführt werden. Anders ausgedrückt: sollte die Variante des amerikanischen Wettermodells eintreten, so würde sich die winterliche Wetterlage ab mittleren Lagen und im Süden bis zur Monatsmitte verlängern. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so wird hier das winterliche Szenario ab den mittleren Lagen bis zum 9. Februar fortgeführt. In den tieferen Lagen im Norden ist demnach mit einem Wechsel aus nasskalter Witterung mit ein paar Dauerfrosttagen zu rechnen. Ab dem 10. Februar geht der Trend nach dem europäischen Wettermodell in ganz Deutschland in die nasskalte Richtung. Die Wettermodelle bleiben insgesamt Variantenreich und daran wird sich so schnell auch nichts ändern, so lange die Position des Hochdrucksystems nicht gesichert ist. Wie ist die Simulation des amerikanischen Wettermodells einzustufen? Vereinfacht ausgedrückt zeigt das amerikanische Wettermodell in den letzten Tagen nur wenig an Konsistenz und schwankt zwischen milden und kalten Varianten hin und her - das europäische Wettermodell bleibt in seinen Simulationen im Zeitraum nach dem 8./9. Februar überwiegend im nasskalten Bereich und damit konsequenter. Die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) liegen am 8. Februar bei 75/20/5 ( 65/35/0) und am 13. Februar bei 20/55/25 (35/35/30) mit einer milderen Tendenz im Norden und kühleren Tendenz im Süden (in Klammer die Verhältnisse von heute Mittag). Es bleibt spannend.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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