Die Wettermodelle simulieren für Anfang Februar im Süden durchaus winterliche Optionen bis in tiefere Lagen hinab, während nördlich der Mittelgebirge - bedingt durch die "warme" Nordseeluft - die Schneefallgrenze sich zwischen 100-300 Meter bewegen und erst in den Nächten bis in tiefere Lagen absinken kann. Anders formuliert ist im Norden vielfach mit nasskalten "Matschwetter" in den ersten Februar-Tagen zu rechnen, während das Wetter im Süden einen zunehmend winterlichen Charakter annehmen kann. Die Kontrollläufe stützen dieses Szenario mehrheitlich, wobei das gesamte Trogkonstrukt im Detail noch davon abhängt, wie die meriodionale Nord-Süd Achse im Detail verlaufen wird. Geringfügige Temperaturbewegungen in die eine oder andere Richtung sind zum heutigen Stand durchaus wahrscheinlich. Im Zeitraum zwischen dem 5./10. Februar simuliert das amerikanische Wettermodell ein übergreifen des Azorenhochdruckkeils auf Mitteleuropa und erstreckt sich mit seinem Keil von den Azoren bis nach Skandinavien. Daraus lassen sich im Zeitraum 5./10. Februar zwei Wesentliche Varianten ableiten. Zum einen verbleibt der Hochdruckkeil im intakten Zustand und verläuft quer über Mitteleuropa. Im gradientenschwachen Zustand ist mit einer geringen Niederschlagserwartung zu rechnen und in der Höhe können wärmere Luftmassen advehiert werden, so dass die Wetterlage der einer Inversionswetterlage entsprechen kann - unten kalt (-2/-8 Grad), oben relativ warm (-2/+2 Grad). In einer weiteren Variante kann aus dem Hochdruckkeil ein autarkes Hochdrucksystem zwischen England, Island oder auch Skandinavien entstehen. Je nach Position kann die Grundströmung auf östliche, nördliche oder nordöstliche Richtungen drehen. Die Niederschlagsneigung ist in dieser Variante im Süden etwas höher als im Norden einzustufen. Die Unsicherheit der kommenden Entwicklung zeigt sich im Verhältnis der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-1/+5) / zu warm (>+5) und liegen am 5. Februar bei 60/30/10 und am 10. Februar bei 35/30/35 mit einer etwas "milderen" Tendenz im Nordwesten und Norden. Der Ansatz für eine mögliche hoch winterliche Phase ist in einigen Varianten vorhanden, teils mit Tageswerten unter -5 Grad. Es gibt im Gegensatz hierzu aber auch die gleiche Anzahl an Varianten, welche die Tageswerte auf bis +7/+11 Grad ansteigen lassen können. Warum die Unsicherheiten? Diese liegen weiterhin in der Konstellation der Systeme am Polarwirbel zueinander begründet. Ein "Polarhoch" setzt dem Polarwirbel in den kommenden Tagen ordentlich zu, so dass die Polarfront (Jetstream) selbst in Schwingung versetzt wird (vereinf. fachl. Rossby-Wellen) und nachfolgend Trogwetterlagen wahrscheinlicher sind. Je nachdem, wie sich die Achse des "Polarhochs" entfalten, bzw. ausrichten wird, ist mildes, nasskaltes, winterliches, oder gar tief winterliches Wetter zu erwarten. Zum aktuellen Stand zeigt sich die Achse des "Polarhochs" für Freunde des Winterwetters wenig erfreulich und konzentriert über Kanada/Grönland weiterhin einen massiven Kaltluftwirbel, so dass die Wahrscheinlichkeit zu einer etwas milderen Phase zum Ende des ersten Februar-Drittels etwas höher liegt, als eine winterliche Variante. Das Langfristmodell bleibt seinen Wetterprognosen für Februar treu und simuliert mit einer Abweichung von +0,5/+2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert einen leicht bis deutlich zu warmen Temperaturverlauf im Februar. Die Niederschlagserwartung ist dabei im Westen und Süden deutlich erhöht, im Nordosten und Norden leicht erhöht.

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