Das schwache Gradientenmuster hält sich bis zum 6. Dezember voraussichtlich noch über Deutschland, so dass tagsüber häufig mit neblig-trüben Wetter oder hochnebelartiger Bewölkung zu rechnen ist. Etwas Niederschlag ist im Zeitraum zwischen dem 1./3. Dezember etwa südlich der Mittelgebirge zu erwarten, wobei die Schneefallgrenze dort nur bis in die höheren Lagen ab 800 Meter absinken kann - darunter bleibt es vielfach nasskalt. Der Frost nimmt in den Nächten zu und kann im Nordosten durchaus auch unter die -5 Grad Marke absinken, während es in den südlicheren Regionen mit -1/+5 Grad nur örtlich zu Nachtfrost reicht. Nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells kommt im Zeitraum zwischen dem 6./10. Dezember etwas mehr Dynamik in das Wettergeschehen. So wird über dem südlichen Neufundland am 7. Dezember ein kräftiger Tiefdruckwirbel simuliert, gleichzeitig orientiert sich die atlantische Frontalzone in Richtung Skandinavien. Somit fällt es der Tiefdruckrinne zunehmend schwerer, die "Nachschublinie" an Tiefdrucksystemen aufrecht zu erhalten, so dass das Azorenhoch die Gelegenheit zum 7. Dezember nutzt, um sich etwas mehr nach Norden auszuweiten. Somit kann Deutschland auf die Rückseite der abziehenden Tiefdrucksysteme gelangen, was die Schneeoptionen zum 8./9. Dezember bis in mittlere Lagen hinab (400-800 Meter) erhöht. Darüber hinaus simuliert das amerikanische Wettermodell bis zum 15. Dezember eine höhere Wahrscheinlichkeit für Trogwetterlagen über Deutschland, so dass der winterliche Charakter auf bis 200-300 Meter herum absinken kann. In einer weiteren Variante des amerikanischen Wettermodells manifestiert sich zum 9./10. Dezember über Skandinavien ein steuernder Tiefdruckwirbel, welcher im weiteren Verlauf bis zum 15. Dezember über Deutschland eine nördliche Strömungsgrundlage schafft, so dass nach dieser Variante im Zeitraum zwischen dem 9./15. Dezember zum heutigen Stand ein winterliches Szenario nicht unwahrscheinlich ist. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so nimmt der Trend zu Trogwetterlagen über Deutschland im Zeitraum zwischen dem 9./11. Dezember ebenfalls zu. So bestätigt sich auch heute die Neigung hin zu kälteren Varianten zum Ende des Ersten, bzw. Beginn des zweiten Dezember-Drittels. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich den gegenüber dem langjährigen Mittelwert normalen Temperaturverlauf. So liegt das Temperaturspektrum am 6. Dezember zwischen -2/+6 Grad (Mittelwert: +4/+5 Grad) und am 11. Dezember zwischen -5/+10 Grad (Mittelwert: +2 Grad im Süden und Osten und +4/+5 Grad im Westen und Norden). Wie liegen die Verhältnisse derzeit von zu kalt (<-1 Grad)/normal(-1/+5 Grad)/zu warm (>+5 Grad)? Zum Stichtag 11. Dezember zum heutigen Stand 20/70/10. Ein Indiz für überwiegend normale Temperaturverhältnisse im Dezember ist das Langfristmodell, welches seit Tagen von deutlich zu warm sich nun auf überwiegend normale Temperaturen gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel korrigiert. Der Januar wird demnach leicht zu warm und der Februar normal mit einer Tendenz auch leicht zu kalt auszufallen simuliert. In der Niederschlagstendenz zeigt sich der Dezember etwas zu trocken, der Januar etwas zu nass und der Februar überwiegend normal. Summiert man die Werte der Wintermonate auf, so ist nach dem Langfristmodell ein ganz normaler und durchschnittlicher Winter in Deutschland zu erwarten. Heute Abend erfolgt gegen 20:45 Uhr eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update:
Die winterlichen Aussichten bleiben nach dem amerikanischen Wettermodell im ersten Dezember-Drittel mäßig bis schlecht. Überwiegend gradientenschwaches Wetter bis zum 7. Dezember mit anschließender Zonalisierungsstruktur, wobei das Azorenhoch mit einem Hochdruckkeil bis Mitteleuropa die Westwindzone etwas nach Norden verschiebt. Vom 10. Dezember Übergang von West bis zum 12. Dezember auf Nordwest und zum 13. Dezember schwacher Trog Mitteleuropa, was überwiegend nasskaltes, ab mittleren Lagen auch winterliche Wetterereignisse zur Folge haben kann - von einem nachhaltigen Wintereinbruch ist nach dieser Simulation bis zur Monatsmitte aber kaum auszugehen. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so verhält sich das Zirkulationsmuster zunächst ähnlich, bleibt jedoch bis zum 9. Dezember gradientenschwach (nasskalt, neblig-trüb), zum 10. Dezember entsteht über Mitteleuropa eine Lücke zwischen Azorenhoch und dem Hoch über dem westl. Russland mit einer möglichen Ausbildung von tiefen Geopotential über dem Mittelmeer, was eine nordwestlich zyklonale (NWZ) Ausrichtung des Grundmusters zur Folge hätte. In Summe sind beide Wettermodelle bis zum 10. Dezember wenig winterlich eingestellt - am wahrscheinlichsten bleibt der nasskalte Wettercharakter. Die Kontrollläufe simulieren zum 6. Dezember ein Temperaturspektrum zwischen -0/+6 Grad bewegt (Mittelwert: +3/+5 Grad) und am 10. Dezember zwischen -4/+9 Grad (Mittelwert: +2 Grad im Süden und Osten und +3/+4 Grad im Norden und Westen). In den Verhältnissen von zu kalt/normal/zu warm gab es im Tagesverlauf zum Stichtag 11. Dezember wieder eine Angleichung: 30/40/30.

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