Spannend bleibt die Wettersituation über Weihnachten allemal. Letztlich ist die Frage ob Sturm, schwerer Sturm bis hin zu orkanartigen Winden zum heutigen Stand noch nicht abschließend geklärt. Nach Weihnachten geht es aber nach den aktuellen Simulationen gerade so weiter. Die Tiefdruckzentren bewegen sich dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr zwischen Neufundland - Island - Grönland, sondern verlagern sich weiter nach Osten (Neufundland, Island/England, Skandinavien), was neue Möglichkeiten für die weitere Wetterentwicklung ergibt. Der gestern - für die Freunde des Winterwetters - angedeutete "Silberstreif am Horizont" ist auch heute noch in den Simulationen des amerikanischen Wettermodells vorhanden. So kommt die Frontalzone bis nach Osteuropa voran, so dass auf deren Rückseite kältere Luftmassen nach Deutschland einfließen können - zumindest in Lagen oberhalb 500 Meter ergeben sich Schneefalloptionen, darunter ist demnach mit nasskalten Wetter zu rechnen. Geht es nach den Berechnungen des europäischen Wettermodells, so verlagert sich die Frontalzone zu weit nach Norden, so dass demnach eine nasskalte bis milde Westvariante die Folge daraus ist. Welche Variante ist wahrscheinlicher? Umstellungen von Großwetterlagen dauern ihre Zeit, insofern könnte der Zeitraum zwischen dem 27./30. Dezember durchaus als Übergangszeitraum für eine neue Großwetterlage betrachtet werden. In Wahrscheinlichkeiten ausgedrückt bleibt das Wetter in diesem Zeitraum mit 57 Prozent ungemütlich, windig, teils stürmisch und mit Temperaturen zwischen +1/+5 Grad im Flachland nasskalt, oberhalb 500 Meter durchaus mit Schneeoptionen, oberhalb 800 Meter zunehmend winterlich. Das Temperaturspektrum zeigt bspw. am 29. Dezember Werte zwischen -2/+5 Grad bei einem Mittelwert von +2 Grad. Das gestern angedeutete Major, bzw. Minor Warming ist auch heute noch ein Thema, wenngleich das erst im neuen Jahr mit einem möglichen Polarwirbelsplitt zur Geltung kommen kann. Das Langfristmodell simuliert die verbleibenden Wintermonate Januar und Februar durchweg als leicht zu warm, bzw. deutlich zu warm und in der Niederschlagsprognose ist mit mehr Niederschlag als üblich zu rechnen. Anders hingegen das Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes, welches den Winter grundsätzlich als zu kalt einschätzt.

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