Die etwas höhere Einstufung einer möglichen Altweibersommerwetterlage im letzten September-Drittel wird zunehmend in den Simulationen der Wettermodelle unterstützt. Nach der kommenden sehr herbstlichen, teils windigen und regnerischen Woche, zeigt sich bereits am Donnerstag mit nachlassendem Niederschlag und einer Zunahme von sonnigen Lücken eine Beruhigung der turbulenten Wetterphase. Insbesondere das amerikanische Wettermodell simuliert die Wellenbewegung in den höhen Luftschichten über dem Atlantik weiterhin stark ausgeprägt. Der Grund hierfür sind kalte Luftmassen über dem nördlichen Kanada und Grönland, was die Zirkulation grundsätzlich in Gang bringt - bei Neufundland entstehen die ersten teils kräftigen Sturmtiefzentren, welches die Zirkulation "in Wallung" versetzen. Dabei wird ein Trog direkt von Grönland bis über die Azoren hinunter angeregt. Dem Azorenhoch bleibt nichts anderes übrig, als seinen Schwerpunkt nach Mitteuropa zu verlagern, was die Wahrscheinlichkeit für eine Altweibersommerwetterlage ab dem 21. September deutlich erhöht. Das europäische Wettermodell simuliert diese Wetterentwicklung ähnlich, jedoch verbleibt der Trog nicht über dem Atlantik und zieht bis zum 25. September weiter in Richtung Mitteleuropa - das hätte zwischen dem 20./25. September eine durchaus Schönwetterphase mit warmen Temperaturen zur Folge - im weiteren Verlauf wird wechselhaftes und kühleres Wetter wieder dominierend sein. Anders ausgedrückt ist die Konstellation der Wettersysteme nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells, was den Altweibersommer angeht,nachhaltiger. Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich den wechselhaften und windig herbstlichen Wettertrend bis zum 20. September. Im weiteren Verlauf ist der Wettertrend bis zum 29. September durchaus als positiv zu bezeichnen - insbesondere die Niederschlagsneigung lässt ab dem 20. September deutlich nach. Das Temperaturspektrum liegt zwischen dem 21./26. September meist zwischen +13/+24 Grad, wobei der Mittelwert mit +18 Grad Richtungweisend ist. Das Langfristmodell simuliert das Wetter im Oktober leicht zu warm und im Westen zu nass, den November überwiegend normal genauso wie die Wintermonate Dezember, Januar ebenfalls normal ausfallen sollen - völlig aus der Reihe "tanzt" derzeit (noch) der Februar 2014 mit deutlich zu warmen und zu nassen Wetter. Zusammenfassend lässt sich zum aktuellen Stand ein normaler Wetterverlauf über den Herbst 2013 und Winter 2013/2014 resümieren.

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