Wetter Winter 2013/2014 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Herbst / Winter 2013/2014 - Wettertrend vom 5. September

  • M. Hoffmann
Die Simulationen der Wettermodelle der letzten Tage zeigten eines sehr deutlich - das Grundschema der Wetterkonstellation bekommt zunehmend eine dynamische Entwicklung. Dabei "ruhen" aktuell die Systeme zueineander in einer "gestörten Zirkulation", was das außergewöhnlich warme Wetter in den kommenden Tagen ermöglicht. Tiefdrucksysteme kennen nördlich der Halbkugel im wesentlichen nur eine Zugrichtung: von West nach Ost - sofern diese nicht von Hochdrucksystemen abgelenkt werden. So zieht das aktuelle Tief bei England in der kommenden Woche entweder in Richtung Skandinavien (nördliche Ablenkung) oder es gewinnt an Energie und kann sich gegen das Hoch im Osten behaupten (West-Ost Zugbahn). Je nachdem welche Zugrichtung es einschlagen wird ändert sich die Großwetterlage grundlegend oder es bleibt im zweiten September-Drittel beim spät sommerlichen Wetter. Sehr schön zeigen das heute die Wettermodelle. Recht forsch ist dabei das amerikanische Wettermodell, welches das Tief in seiner Position von England zunächst über die Nordsee, später über der Ostsee simuliert. Dabei wird das Hoch über Skandinavien nach Osten hin abgedrängt, so dass der Weg von Westen her für weitere Tiefdrucksysteme frei wird. In Etappen schafft es die atlantische Frontalzone im weiteren Verlauf ihren Einfluss bis nach Mitteleuropa durchzusetzen. Das europäische Wettermodell simuliert das Tief bei England deutlich schwächer - das geht sogar so weit, dass es sich zum Start in die neue Woche schon nahezu aufgelöst hat. Somit ist es für das Azoren- und Skandinavienhoch ein leichtes "Spiel" eine erneute Hochdruckbrücke über Mitteleuropa aufzubauen. Bis diese allerdings Zustande kommt, gelangt Deutschland in eine nördliche Strömungskomponente - die sehr heißen Temperaturen sind dann erst einmal "vom Tisch" und sich normalisierende Temperaturwerte zwischen +16/+24 Grad sind zu erwarten. Im gleichen Zuge wird sich die Wetterdynamik zwischen Neufundland und Island weiter aktiv entwickeln, da im Zeitraum zwischen dem 12./19. September über Grönland sich höhenkalte Luft festsetzen kann. Erfahrungsgemäß setzt sich ca. 7 Tage später das dynamische Wetter in Richtung Osten hin fort. Zusammenfassend bleibt die hoch sommerliche Wetterlage bis 9./11. September erhalten. Im weiteren Verlauf ist eine kühlere (+16/+21 Grad) und teils wechselhafte Wetterlage wahrscheinlich, bevor sich ab Monatsmitte auch Tiefdruck durchsetzen könnte. Die Kontrollläufe stützen - wie bereits gestern schon simuliert - mehrheitlich einen normalisierenden Wettertrend ab dem 12./14. September. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 15. September zwischen +10/+21 Grad und im Mittelwert bei +17 Grad, was ein typischer Wert für Mitte September ist. Das Langfristmodell zeigt für das Wetter im September weiterhin normale Werte, wobei der Süden etwas zu trocken ausfallen könnte. Im Oktober geht der aktuelle Wettertrend zu deutlich zu trockenem Wetter (goldener Oktober?), der aber normal von den Temperaturen her simuliert wird. Der November zeigt ebenfalls eine Tendenz für zu trockenes Wetter, wobei auch hier die Temperaturen normal simuliert sind.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +6,07 +2,66 +1,86 277 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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