Ab dem 26. Januar gehen die Simulationen der Wettermodelle zunehmend von einer Milderung aus. Demnach kann es in tieferen Lagen nasskalt werden, während es oberhalb etwa 500 Meter winterlich bleibt. Das ist das vorläufig wahrscheinlichste Szenario einer Patt-Situation zwischen dem sehr aktiven Atlantikwetter und dem skandinavischen Hochdrucksystem (53%). Den entscheidenden Impuls kann dabei ein sehr kräftiges Tiefdrucksystem zum 26. Januar von bis zu 940 hpa vor England geben, welches von Lauf zu Lauf intensiver simuliert wird. Es könnte kräftig genug sein, um die nasskalte Frontalzone zumindest mal in die Nähe von Deutschland zu bringen. Ist das Winterwetter damit beendet? Diese Frage ist unterschiedlich zu bewerten, da es zwei Lösungsansätze gibt. Zum einen das komplette "durchbrechen" der Frontalzone über Mitteleuropa - kurzzeitig wären Temperaturen von +3/+9 Grad die Folge daraus. Der zweite Lösungsansatz wäre ein Abtropfen des Systems in die Mittelmeerregion, was nur eine kurze Milderung (-1/+4 Grad) mit anschließenden erneuten winterlichen Verhältnissen zur Folge hätte. Tendenziell neigen die Simulationen aber zu einer Milderung in den letzten Januar Tagen, was die Kontrollläufe bestätigen. Das Langfristmodell bleibt auch heute dabei, dass das Wetter im Februar im Norden deutlich zu kalt und zu trocken ausfallen soll, während es im Süden normal und deutlich zu nass wird. Im Laufe des Abends erfolgt eine Aktualisierung dieser Wetterprognose.
Update:
Der Wettertrend zur Milderung hat auch in den Simulationen tagsüber angehalten - allen voran das amerikanische Wettermodell. Andere Wettermodelle simulieren eine gemäßigte Milderung. Entscheidendes Datum für den weiteren Wetterverlauf ist der 25. Januar, wenn auf dem Atlantik aus einem zunächst unscheinbaren Randtief mit 1005 hpa binnen 30 Stunden ein Sturmtiefkomplex mit 940 hpa wird und Spitzenwindgeschwindigkeiten von mehr als 150 km/h vor England entsteht. Mit all seiner Wucht bringt dieses Tief die Frontalzone nach Deutschland und damit eine nasskalte Witterung. Die Wahrscheinlichkeit für eine Milderung steht bei etwa 53%. Auch die Kontrollläufe zeigen 10 von 24 Simulationen als milde Westvariante.

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