Seit Tagen zeigt sich in den Simulationen des amerikanischen Wettermodells der Wölbungsprozess des Azorenhochs nach dem Jahreswechsel, was die mittlerweile überwiegend westlich geprägte Großwetterlage durcheinander bringen kann. Auch das europäische Wettermodell platziert das Hoch deutlich nördlicher, wenn im Kern auch kein Wölbungsprozess zu erkennen ist, erhöht es dennoch die Wahrscheinlichkeit für eine nordwestlich gelagerte Großwetterlage, was nasskaltes Wetter in tieferen Lagen und winterliches Wetter oberhalb 400-800 Meter zur Folge haben kann. Was ist der Grund für diesen Trend? Der liegt weiterhin im Polarwirbel welcher zum Jahreswechsel zu einer stärkeren Wellenbewegung neigt, da sich die zwei teilaktiven Bereiche über das nördliche Kanada und östliche Sibirien verlagern. Hat das winterliches Wetter in Deutschland zur Folge? Noch muss man abwarten, es handelt sich momentan nur um einen Wettertrend - "keilt" das Hochdruckgebiet über Mitteleuropa auf, bleibt es beim milden Wetter. Passiert das dagegen auf dem Atlantik, wird es in Mitteleuropa wieder zunehmend winterlich. Immerhin zeigen 15 von 24 Kontrollläufen den Prozess der Wölbung des Hochdruckgebietes zum 2. Januar, davon sind 5 Simulationen winterlich, 4 zeigen nasskaltes und 6 mildes Wetter. Zusammenfassend tut sich etwas zum Beginn des neuen Jahres, so dass eine Umstellung der Großwetterlage in den Bereich des Möglichen rückt.

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