Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 20.02.2020 - Nasskalt mit spätwinterlichen Wettererscheinungen

Die Sturmserie hält vorerst an, was frühlingshafte Ambitionen zum März weniger wahrscheinlicher macht. Wie aber ist es um den Spätwinter bestellt?

Der Frühling wird es Anfang März nicht einfach haben
Der Frühling wird es Anfang März nicht einfach haben

Der Wind wird zum Wochenende erneut zum Problem werden. Der Grund ist eine Randtiefentwicklung, die mit ihrem Schwerpunkt am Samstag und Sonntag über Deutschland hinwegzieht und über tieferen Lagen für stürmische Windböen und über exponierten Lagen und den Küstenregionen zu schweren Sturmböen führen kann. Die Spitzenwindgeschwindigkeiten werden im Bereich von 40 bis 70 km/h und örtlich bis 90 km/h berechnet. Mehr dazu in der Windprognose.

Begleitet wird der Wind von Wolken und gelegentlichem Niederschlag, der im Schwerpunkt über den nördlichen Bundesländern niedergehen kann. Länger andauernder und ergiebiger Niederschlag ist zum Sonntag zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Februar 2020.

Eine Randtiefentwicklung überquert am Wochenende Deutschland
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Eine Randtiefentwicklung überquert am Wochenende Deutschland
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Der nächste Sturm

Es geht Schlag auf Schlag. Ein Sturm nach dem anderen jagt über Deutschland hinweg. Kurz nach der Karnevalszeit entsteht nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells auf dem Atlantik das nächste Sturmtief, was Deutschland, Österreich und die Schweiz zum 27. Februar erreicht.

Der Impuls, der von diesem Sturmtief ausgeht, ist als kräftig zu bewerten. Bereits zum 28. Februar driftet das Tief nach Norden ab und ermöglicht dem Hoch auf dem Atlantik einen größeren Spielraum sich bis zum Beginn des meteorologischen Frühlings auf dem Atlantik nach Norden aufzustellen.

Mild bis nasskalt

Ob das Hoch sich auf dem Atlantik zu einer nachhaltigen Blockade weiterentwickeln kann, ist mehr als fraglich. Zu stark ist nach der Wettervorhersage des europäischen Wettermodells die Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik und so werden mal mildere und mal kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt. Der Mittelwert bewegt sich zwischen +4 bis +8 Grad. Dazu gibt es immer wieder Niederschläge und zeitweilig kräftige Winde, die vom 26. bis 29. Februar in Böen auch stürmisch ausfallen können.

Der nächste Sturm zieht auf
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Der nächste Sturm zieht auf © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Nasskalt mit spätwinterlichen Wettererscheinungen

Eine nasskalte Witterung ist der Wettertrend der letzten Tage, wenn es nach dem amerikanischen Wettermodell geht. Daran hat sich heute nichts verändert.

Das Hoch verlagert sich auf den Atlantik

Das Tiefdruckzentrum positioniert sich vom 26. bis 28. Februar über Skandinavien und sorgt über Deutschland, Österreich und der Schweiz für einen anhaltend turbulenten Wettercharakter. Mit viel Wind und Niederschlag ist zu rechnen, bei Temperaturen, die mit +1 bis +6 Grad und örtlich bis +8 Grad im nasskalten Bereich zu finden sind.

Das Hoch verlagert sich in diesem Prozess immer weiter auf den Atlantik hinaus. Die Keilausbildung in Richtung Island gelingt jedoch nicht. Der Impuls reicht aber aus, um bis in den März hinein die Grundströmung über Deutschland, Österreich und der Schweiz auf nordwestliche Richtungen kippen zu lassen.

Spätwinterliche Wettererscheinungen

Ein Tief nach dem anderen tropft über Mitteleuropa nach Südosten ab und sorgt vom neben reichlich Niederschlag auch für den Rückgang der Temperaturen, die sich mit +1 bis +6 Grad im nasskalten Bereich orientieren. Die Schneefallgrenze schwankt zwischen 400 bis 700 Meter und oberhalb etwa 500 bis 800 Meter bleibt der Schnee auch liegen. Über höheren Lagen ist vom 26. Februar bis 3. März mit viel Neuschnee zu rechnen.

Spätwinterliche Wettererscheinungen sind zum Beginn des meteorologischen Frühlings nicht auszuschließen
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Spätwinterliche Wettererscheinungen sind zum Beginn des meteorologischen Frühlings nicht auszuschließen © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Nasskalt mit spätwinterlichen Ambitionen

Man darf vom Winter zu seinem meteorologischen Ende nicht mehr viel erwarten - das gilt vor allem für das Flachland und die mittleren Lagen. Anders sieht das in höheren Lagen aus, wo mit Hilfe einer Nordwestströmung ordentliche Neuschneemengen zusammen kommen können.

Der Wettertrend der letzten Tage bestätigt sich heute erneut und wird von den Kontrollläufen weiterhin gestützt. Der Mittelwert der Temperaturen in rund 1.400 Meter Höhe liegt vom 26. Februar bis zum 6. März im Bereich von -6 bis 0 Grad. Das spricht für die Ausbildung einer Schneedecke von oberhalb etwa 700 bis 800 Meter. Darunter ist mit einem nasskalten Wettercharakter vorlieb zu nehmen.

Die Winterprognose nach den Kontrollläufen
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
26. Februar +0 bis
+13 Grad
+4 bis
+6 Grad
2. März -2 bis
+16 Grad
+3 bis
+5 Grad
6. März -2 bis
+13 Grad
+4 bis
+6 Grad
Diagramm Temperaturen März 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Langfristprognose für den Frühling und Sommer 2020

März

Für den März 2020 berechnet das Langfristmodell eine Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +1 bis +3 Grad im zu warmen Bereich. Die Niederschlagsprognose ist als deutlich zu trocken zu bewerten.

April

Ähnliches zeigt sich auch für den zweiten Frühlingsmonat April. Die Differenz zum Mittelwert liegt mit +1 bis +2 Grad im zu warmen Bereich bei einer gleichzeitig zu trockenen Niederschlagsbilanz.

Mai

Der Mai wird nach dem Wettertrend des Langfristmodells der kühlste der Frühlings-Monate werden können. Die Differenz der Temperaturen liegt gegenüber dem langjährigen Durchschnittswert zwischen +0,5 und +1 Grad und die Niederschlagsaktivität ist gegenüber dem Sollwert als unauffällig zu bewerten.

Juni

Der erste Sommer-Monat Juni hat gegenüber dem langjährigen Mittelwert nach wie vor eine Abweichung von +1 bis +2 Grad vorzuweisen. Die Niederschlagsentwicklung ist als durchwachsen und weitgehend als normal einzustufen. Doch zeigen sich punktuell deutlich positive Abweichungen, was auf eine rege Gewitteraktivität schließen lässt.

Juli

Ganz ähnlich wie der Juni soll auch der Juli verlaufen. Mit einer Differenz von +1 bis +2 Grad grundsätzlich für die Jahreszeit zu warm. Die Niederschlagsprognose ist unauffällig und im Trend leicht zu trocken.

August

Der August wird mit einer Abweichung von +0,5 bis +1,5 Grad als der kühlste der drei Sommermonate simuliert. Die Niederschlagsprognose fällt leicht positiv (zu nass) aus.

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
März 2020 +1 bis +3 Grad Trend: zu trocken
April 2020 +1 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Mai 2020 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
Juni 2020 +1 bis +2 Grad Trend: normal, etwas zu trocken
Juli 2020 +1 bis +2 Grad Trend: normal, etwas zu trocken
August 2020 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: etwas zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2020
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2020

Ob der Wettercharakter zum meteorologischen Frühlingsbeginn tatsächlich so turbulent und nasskalt verlaufen wird, hängt von der Ostwärtsverlagerung des Polarwirbels und der westlichen Orientierung des Hochdrucksystems ab. Passt das Verhältnis, so hat der das Wetter im März tatsächlich das Zeug dazu, das Strömungsmuster nachhaltig zu verändern. Was sich dazu im Tagesverlauf alles verändert hat, erläutern wir heute Abend gegen 20:30 Uhr an dieser Stelle.

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Update der Wetterprognose von 20:30 Uhr

Nasskalt ist für den Moment der Wettertrend, den die Vorhersage-Modelle für Ende Februar und Anfang März zum Besten geben. Doch wie wahrscheinlich ist diese strukturelle Veränderung und vor allem wie nachhaltig?

Der Polarwirbel beginnt zu Schlingern

Gerne kommt der Polarwirbel im Verlauf des Winters ins Schlingern, besonders im März und April macht er das häufiger. Doch in diesem Winter war nichts mit schlingern. Konstant wurde von Dezember bis Ende Februar die Stabilität des Polarwirbel aufrecht erhalten. Mal ging das mit Hochdruckphasen, dann wieder mit einer Sturmtiefserie über Mitteleuropa einher. Nur der Winter, der blieb auf tieferen und mittleren Lagen nahezu komplett auf der Strecke. Und schon jetzt steht fest, dass der Winter 2019/20 der schneeärmste Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden wird. Das aber sei nur am Rande bemerkt.

Beginnt der Polarwirbel aber instabil zu werden, so macht sich das anhand einer höheren Wellenbewegung entlang der Polarfront bemerkbar. Exemplarisch dazu dient die Wetterprognose der Amerikaner von heute Nachmittag. An allen Ecken und Enden beginnt der Polarwirbel auszufransen.

Der Polarwirbel wird schwächer berechnet. Die Folge: höhere Wellenbewegung entlang der Polarfront
Der Polarwirbel wird schwächer berechnet. Die Folge: höhere Wellenbewegung entlang der Polarfront
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Die Folge: Ein meridionales Strömungsmuster?

Das bleibt noch abzuwarten. Erst einmal muss der Polarwirbel tatsächlich instabiler werden. Aber einmal angenommen, es kommt so. In diesem Fall entspräche das der Theorie des sog. Ausgleichsverhaltens, was im Laufe des März eintreten würde und aus einer zonalen - westlich orientierten - Zirkulation eine Nord-Süd, bzw. Nord-Süd-Strömung machen könnte

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Meridional ungleich kalt

Damit entspräche das Muster exakt dem, was sich nach den zu milden Wintern 2018 und 2019 durchsetze und sich sowohl im Frühling, als auch Sommer behaupten konnte - die meridional verlaufende Großwetterlage. Das Problem bei meridionalen Großwetterlagen aber ist, dass Deutschland, Österreich und der Schweiz sowohl auf der sehr warmen und trockenen Süd-Nord-Strömung, als auch auf der kühleren bis kalten Nord-Süd-Strömung liegen kann. Im Dürresommer 2018 lagt Deutschland durchweg auf der warmen Seite, während sich das Muster im ebenfalls zu trockenen Sommer 2019 abwechselte und auch seine kühleren Phasen hatte.

Ein meridionales Strömungsmuster hat im Sommer eine zu warme und trockene, oder eine zu kalte und nasse Wetterentwicklung zur Folge
Ein meridionales Strömungsmuster hat im Sommer eine zu warme und trockene (li. Sommer 2018), oder eine zu kalte und nasse (re. Juli 2019) Wetterentwicklung zur Folge
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Wie wahrscheinlich ist eine nachhaltige Umstellung der Großwetterlage?

Von einer absoluten Wahrscheinlichkeit ist man derzeit noch weit entfernt. So ist bspw. der AO-Index - also die vereinfachte Zustandsbeschreibung des Polarwirbels - weiterhin positiv bewertet. Anders formuliert macht der Polarwirbel keine Anstalten, sich nachhaltig abzuschwächen.

Der NAO-Index - also das Verhältnis zwischen Azorenhoch und Islandtief wird ebenfalls - bis auf weiteres - positiv berechnet. Wenn also etwas in Sachen einer nachhaltigen Meridionalisierung geschehen soll, so müsste zumindest einer dieser Werte in den negativen Bereich berechnet werden.

ABER - und das ist der springende Punkt - befindet man sich aktuell erst am Beginn des Prozesses. Gut möglich, dass der NAO- und AO-Index in den kommenden Tagen noch zurück gerechnet werden. Wie wir darauf kommen? Das liegt in den Druckanomalien begründet.

Tag für Tag verlagert sich das Zentrum des Polarwirbels mehr und mehr in Richtung Barents- und Karasee, während sich über Kanada zunehmend hoher Luftdruck aufbauen kann. Dehnt sich das Hoch weiter über Grönland/Island aus, so geht das mit dem meridionalen Strömungsmuster recht schnell - das in dann sozusagen der letzte Schucker. Damit wird möglicherweise das vollbracht, was den ganzen Winter über nicht gelang - die nachhaltige Veränderung der Grundströmung innerhalb des Polarwirbels.

Innerhalb des Polarwirbels zeigen sich strukturelle Veränderungen
Innerhalb des Polarwirbels zeigen sich strukturelle Veränderungen © climatereanalyzer.org

Die Erkenntnis

Man sieht es anhand der Druckanomalien ja sehr deutlich. So schnell kommt man aus der Westwindzone nicht raus und der Wettercharakter wird bis Anfang März weitgehend von Regen, Wind und mal von milden und mal von nasskalten Temperaturwerten bestimmt werden können. Mit der zunehmenden Verlagerung des Polarwirbels aber befindet man sich am Anfang einer womöglich nachhaltigen Umstrukturierung der Großwetterlage. Die kommenden Tage werden zeigen, wohin die Reise geht. Soweit der Stand!

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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