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Wetter im Sommer 2014 - Wetterprognose vom 14. Juli

| M. Hoffmann
Der sommerliche Wetterablauf ist bis zum kommenden Wochenende weitgehend gesichert. So können bis zum Freitag die Temperaturen verbreitet auf +26/+31 Grad, örtlich auch bis +33 Grad ansteigen. Das zumeist regionale Schauer- und Gewitterrisiko ist im Wochenverlauf ein steter Begleiter, so dass der Grundcharakter nicht gänzlich trocken bleiben wird. Darüber hinaus steigt die Spannung - von Tag zu Tag werden die Signale deutlicher, so dass man zwischenzeitlich die seit Tagen diskutierte Möglichkeit einer Umstellung der Großwetterlage ernsthaft in Betracht ziehen kann. Das amerikanische Wettermodell simuliert im Zeitraum zwischen dem 15./20. Juli eine Hochdruckbrücke zwischen dem Azoren- und Skandinavienhoch, welche um den 20. Juli herum von einem Tiefdruckausläufer vom Atlantik her kommend weiter nach Osten verschoben werden kann. So ist auch heute mit einem teils wechselhaften und gewittrigen Wetterabschnitt bei mäßig warmen bis sommerlichen Temperaturen zwischen dem 19./23. Juli zu rechnen. Darüber hinaus füllt sich das Hoch über Skandinavien mit hohem Luftdruck und wird zunehmend stärker. Da die Achsverbindung nach Süden als gut ausgebildet simuliert wird, bleibt dem Tiefdrucksystem im Westen nichts anderes übrig, als nach Süden abzutropfen. Auf der östlichen Seite "rutschen" ebenfalls Tiefdrucksysteme nach Süden ab, so dass das Gesamtkonstrukt einer Omegalage gleicht. Damit wäre das Zirkulationsmuster der vergangenen Wochen umstrukturiert, so dass eine sommerliche, teils heiße und trockene Wetterphase noch im letzten Juli-Drittel möglich ist. Etwas anders hingegen die Simulation des europäischen Wettermodells, welches ebenfalls im Zeitraum zwischen dem 19./23. Juli einen höheren Einfluss des atlantischen Tiefdrucksystems simuliert. Anders als beim amerikanischen Wettermodell, kann sich dieses Tief aber weiter nach Osten durchsetzen und die Hochdruckbrücke "zerstören" - es kommt zu einer mäßig warmen Tiefdruckrinne zwischen Atlantik, England, Deutschland und dem westl. Russland. Schauer und Gewitter wären demzufolge im letzten Juli-Drittel eher wahrscheinlicher, als stabiles Hochdruckwetter. Wie sind diese Simulationen einzuschätzen, bzw. was ist wahrscheinlicher? Es kommt darauf an was mit der Hochdruckbrücke Mitteleuropa am kommenden Wochenende passieren mag. Hält sie Stand, so können die Chancen auf eine stabile Wetterlage im letzten Juli-Drittel aufrecht gehalten werden, kippt diese, so wird der Einfluss der atlantischen Frontalzone auf das Wetter in Deutschland zunehmen. Die Kontrollläufe stützen sowohl im Süden als im Norden für das letzte Juli-Drittel einen leicht zu warmen Temperaturtrend gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel, wobei der Süden mit Schauern und Gewittern wechselhafter simuliert wird als der Norden. Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 18. Juli zwischen +23/+30 Grad (Mittelwert: Norden +24 Grad; Süden +27 Grad), am 23. Juli zwischen +14/+25 Grad (Mittelwert: +23 Grad) und am 27. Juli zwischen +18/+29 Grad (Mittelwert: Norden +21 Grad; Süden +25 Grad). Insofern ist die Simulation des amerikanischen Wettermodells noch mit einer gewissen Vorsicht zu betrachten und weitgehend als Signal für eine Veränderung der Großwetterlage zu verstehen. Der Entscheidungszeitraum rückt aber mit dem 18./23. Juli näher, so dass wir aus diesem Grund gegen 20:30 Uhr eine Aktualisierung dieser Wetterprognose herausgeben werden.
Update:
Das amerikanische Wettermodell hat seine Simulation mit einem omegaähnlichen Hochdruckgebilde über Mitteleuropa nicht aufrecht erhalten können. Stattdessen wird der Zeitraum zwischen dem 19./23. Juli eine Übergangswetterphase mit Tiefdruckrinne zwischen Atlantik, England, Deutschland und dem östlichen Europa simuliert. Nachfolgend werden die Tiefdrucksysteme nach Skandinavien abgelenkt, was in einer Südwestwetterlage über Mitteleuropa enden kann, bei der das Wetter im Südosten grundsätzlich wärmer und trockener ausfällt, als das im Nordwesten der Fall sein kann.

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