Wetter Februar 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Februar 2020 aktuelle Wettervorhersage vom 14.01.2020 - Wann kommt der Winter?

Ein hochwinterlicher Wettercharakter ist derzeit nicht zu erwarten. Stattdessen liegen die Werte zunächst um bis zu 10 Grad über dem vieljährigen Mittelwert im zu warmen Bereich und sinken in der letzten Januar-Dekade nur langsam ab. Wie aber sieht es für den Winter im Februar 2020 aus und was haben die aktuellen Wetterprognosen der Langfristmodelle zu berichten?

Welchen Weg schlägt der Winter im Februar ein?
Welchen Weg schlägt der Winter im Februar ein?

Nur mit viel Wohlwollen sind die Tageswerte ab dem kommenden Wochenende als winterlich zu bewerten. Die Schneefallgrenze sinkt zwar bis auf die mittleren Lagen ab, doch der gesamte Wettercharakter ist hochdruckdominiert. Das kann über Baden-Württemberg und Bayern vom 20. bis 24. Januar unter bestimmten Voraussetzungen für Dauerfrost reichen, doch verbreitet pendeln sich die Werte so um die +5 Grad Marke ein. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Januar 2020 und der Winterprognose 2020.

Dabei ist der Winter gar nicht einmal so weit weg und es fehlt lediglich ein Impuls, um diesen nach Mitteleuropa zu führen. Deutlicher wird das mit Betrachtung der Wetterkarte des amerikanischen Wettermodells. Die Tiefdruckrinne auf dem Atlantik ist zu gut organisiert, als dass das Hoch nach Norden aufstreben könnte - jegliche Möglichkeit wird gleich im Ansatz unterbunden. So kann sich in der letzten Januar-Dekade keine - nachhaltige - Winterwetterlage einstellen.

So ist kein nachhaltiges Winterwetter zu erwarten
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: So ist kein nachhaltiges Winterwetter zu erwarten
© www.meteociel.fr

Wie wird das Wetter im Februar 2020?

Bedeutet die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik denn im Umkehrschluss, dass der Winter im Februar 2020 keine Chance hat? Nein, das bedeutet es nicht. Tatsächlich ist die Grundströmung - auch innerhalb des Polarwirbels - gerade im Begriff sich umzustellen. Zudem nehmen mit steigendem Sonnenstand die Turbulenzen entlang der Polarfront allmählich zu und passt alles zusammen, kann im Februar auch noch so etwas wie Winterwetter herausspringen.

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Das Strömungsmuster verändert sich

Das europäische Vorhersage-Modell zeigte heute, wie das im Detail vonstatten gehen und das Zirkulationsmuster zum Februar langsam in Richtung Winter kippen lassen kann. Es ist aber wohlgemerkt nur ein Ansatz, der in den kommenden Stunden und Tage weiter verifiziert werden muss.

Die kalte - winterliche - Variante

Die gesamte Tiefdruckaktivität verlagert sich vom 20. bis 25. Januar von Kanada in Richtung Barents- und Karasee. Das gibt dem Hoch auf dem Atlantik den Spielraum, sich im nachfolgenden Zeitraum nach Norden aufschwingen und das Zirkulationsmuster meridionalisieren zu lassen. Im Grunde ist das der Arctic Outbreak, den die Europäern vor ein paar Tagen schon einmal berechneten, nur eben nach hinten hinaus verzögert, was den Februar dann durchaus winterlich starten lassen könnte.

Der Winter hat seine Chancen
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Der Winter hat seine Chancen
© www.meteociel.fr

Winterlich in den Februar?

Für ein Arctic Outbreak aber muss alles zusammenpassen - also optimale Bedingungen vorherrschen und die sind für den Moment stark zu bezweifeln. Zu kräftig ist die Westströmung strukturiert und über dem östlichen Kanada strömen unentwegt kalte Luftmassen in Richtung Neufundland, was die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik auf einem hohen Niveau hält. Eine Schlüsselszene aber ist zwischen Sibirien und Kanada auszumachen. Bleibt die Hochdruckverbindung gestört, so erhöhen sich zumindest Chancen für den Winter. Wird die Hochdruckverbindung wieder hergestellt, werden erneut Kaltluftmassen in Richtung Kanada befördert, was eher eine milde Westwetterlage stützt.

Im Moment ist das eher eine Hop oder Top Situation. Es kündigt sich was an, doch sind die Parameter eher verhalten und keineswegs kräftig ausgeprägt. Vorhanden aber sind sie, was die Wetterentwicklung nach dem 24. Januar bis in den Februar hinein alles andere als gesichert gelten lässt. Deutlicher wird das in den Druckanomalien, die im Übrigen ganz gut zu der Wettervorhersage der Europäer passt.

Druckanomalie bis 24. Januar 2020
Druckanomalie bis 24. Januar 2020 - Die Vielfalt der Wetterentwicklungen wird zunehmen © climatereanalyzer.org

Was spricht gegen den Winter im Februar?

Eine ganze Reihe. Zunächst ist der gesamte Winterverlauf zu benennen, der bis zur meteorologischen Winterhalbzeit um rund +3,1 Grad zu warm ausfallen wird. In Europa sieht das alles nicht viel besser aus und auch über dem Osten ist der Winter bislang nur spärlich gesät. Anders formuliert müssten winterliche Kaltluftmassen einen ordentlichen Weg zurücklegen und selbst dann, wenn diese über Deutschland, Österreich und der Schweiz angekommen sind, müssen diese erst einmal die warmen Luftmassen abkühlen. Das alles kostet Energie und Zeit, die dem Winter davon rennt.

Ein weiterer Faktor ist der AO- und NAO-Index, welche beide zwar in der letzten Januar-Dekade neutral berechnet werden, doch fehlen - eindeutige - Signale in Richtung Winter. Das sieht für Anfang Februar mehr nach einer nasskalten Wetterentwicklung aus, bei der der Winter ab den mittleren Lagen optional zu benennen ist.

Wettertrend der Kontrollläufe: Nasskalte Witterungsbedingungen Anfang Februar

Keine Frage, das hohe Temperaturniveau aus der ersten und zweiten Januar-Dekade wird im letzten Januar-Drittel nicht mehr gehalten werden können. Der Temperaturtrend normalisiert sich, bleibt aber bis Anfang Februar im leicht zu milden Bereich hängen. Tageswerte von +1 bis +4 Grad sind - im Moment - die wahrscheinlichste Option.

Gestützt wird der nasskalte Wettertrend von einer ab dem 24. Januar ansteigenden Niederschlagsaktivität, die nach den Kontrollläufen über dem Norden etwas höher als über dem Süden berechnet wird.

Wetterprognose Februar 2020 nach den Langfristmodellen

Seit dem Sommer 2019 werden die Wintermonate - durchweg - um +1 bis +3 gegenüber dem vieljährigen Mittelwert deutlich zu warm berechnet. In Zeiten des Klimawandels wenig verwunderlich. Mit welcher Konsequenz und Beharrlichkeit das aber berechnet wurde, ist hingegen schon bemerkenswert. Es gab noch nicht einmal ein Zucken. Zeit mal wieder einen Blick auf die unterschiedlichen Wetterprognosen der Langfristmodelle zu riskieren.

Wettertrend Februar nach dem CFSv2 Modell

Die Abweichung für den Februar wird - im Moment - im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert mit +1 bis +2 Grad und im Trend bis +3 Grad zu warm berechnet. Die Niederschlagsaktivität ist gegenüber dem vieljährigen Sollwert unauffällig und über dem Süden im Trend als leicht zu trocken zu bewerten.

Das Wetter im Februar nach dem europäischen Langfristmodell

Der Winter hat mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad auch nach der Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells im Februar kaum eine Chance. Die Niederschlagsbewertung ist neutral und über dem Süden leicht zu trocken zu bewerten.

Der Februar-Trend der NASA

Kaum Hoffnungen für Freunde des Winterwetters macht der Wettertrend der NASA. Die Temperaturen im Februar werden im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert um +1 bis +3 Grad deutlich zu warm simuliert. Die Niederschlagsprognose fällt ebenfalls neutral (normal) aus.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter gegenüber dem langjährigen Mittelwert (CFSv2)
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Dezember 2019 +2,9 Grad Trend: etwas zu trocken
Januar 2020 +2 bis +3 Grad Trend: zu trocken
Februar 2020 +2 bis +3 Grad Trend: etwas zu trocken
Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2019/2020  vom 14.01.2020
Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2019/2020

Auf den Punkt gebracht: Der Winter bleibt optional

Was in diesem Fall bedeutet, dass er sich in einer Art Lauerstellung befindet, doch sich nicht wirklich an Mitteleuropa heran traut. Eine nasskalte Temperaturentwicklung ist mit Tageshöchstwerten von +1 bis +5 Grad und örtlich bis +7 Grad derzeit eine für Februar sehr wahrscheinliche Wetterentwicklung. Da zeitgleich aber ab dem 25. Januar die Niederschlagsneigung zunimmt, wird der Winter ab den mittleren Lagen optional. Soweit der Stand!

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Februar

Statistische Wetterwerte für Februar

Das Wetter zeigt sich im letzten Wintermonat abwechslungsreich. Von kräftigen Schneeschauern bis hin zu frühlingshaften Temperaturen ist alles möglich.

  • Je nachdem, ob sich das Winterhoch im Januar noch halten kann, zeigt sich der Februar ebenfalls hochwinterlich mit reichlich Schnee.
  • Troglagen sind relativ häufig anzutreffen (65%)
  • Zwischen dem 15. und 24. Februar zeigt sich sehr häufig eine Kälteperiode (70%)
  • Im Anschluss wird es häufiger wieder milder

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