Eine weiße Weihnachtszeit wird es - mit Ausnahme der höheren Lagen - in 2017 nicht geben. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen über Weihnachten zwischen den Fronten eines kräftigen Tiefdrucksystems über dem skandinavischen Raum und einem Hochdruckkomplex über der Mittelmeerregion. So können mit Hilfe von südwestlichen bis westlichen Winden milde Temperaturen herangeführt werden, welche örtlich über die +10 Grad Marke ansteigen können. Der Wind gewinnt insgesamt an Kraft und kann am zweiten Weihnachtsfeiertag über den nördlichen Regionen zu Starkwindereignissen führen.

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Wie stehen die Chancen auf Winterwetter bis Ende Dezember?

Die atlantische Tiefdruckmaschinerie wird bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag in Gang gesetzt und kann sich bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag über Deutschland, Österreich und der Schweiz durchsetzen. Da die Tiefdrucksysteme von Island über England nach Deutschland ziehen, ist die Grundströmung West bis Nordwest, was auch kühlere Temperaturen nach Deutschland führen kann.

So können die Temperaturen nach dem amerikanischen Wettermodell bis zum 29. Dezember auf -2 bis +3 Grad über dem Süden und +1 bis +4 Grad über dem Norden zurückgehen. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer wären bis in tiefere Lagen und die Ausbreitung einer Schneedecke bis auf mittlere Lagen zwischen 300 bis 500 Meter möglich.

Das eigentliche Problem wird aber die Tiefdruckdynamik sein, deren Höhepunkt für den 28. Dezember berechnet wird. Von Sturmböen bis hin zu orkanartigen Winden ist zum heutigen Stand noch alles möglich. Da diese Wetterentwicklung bereits seit einigen Tagen so berechnet wird, steigt die Wahrscheinlichkeit für Starkwindereignisse um und auch nach Weihnachten an - und das nicht nur über exponierten Lagen oder entlang der Küstenregionen von Nord- und Ostsee.

Das Wetter wird bis Ende Dezember sehr Abwechslungsreich
Das Wetter wird bis Ende Dezember sehr Abwechslungsreich

Wie wahrscheinlich sind Starkwindereignisse nach Weihnachten?

Egal, welche Berechnungen man von den Wettermodellen heranzieht. Ruhig und trocken werden die Tage nach Weihnachten bis Silvester wohl nicht werden. Aber es gibt Unterschiede. So berechnet das europäische Wettermodell Varianten, welche die Tiefdruckdynamik zwischen Island und England mit Ansatz einer Trogbildung abschwächen. Aber auch hier geht die Tendenz in Richtung windige Nachweihnachtszeit, wenngleich Winterwetter nach diesen Berechnungen bis zum 30. Dezember wenig Chancen hat.

Geht es nach den Kontrollläufen so ist das Potential für Starkwindereignisse auf jeden Fall vorhanden. Das Spektrum der Mittelwinde liegt am 28. Dezember zwischen 2 und 18 m/s (7 bis 65 km/h), was in Böen deutlich darüber liegen kann.

Wie wahrscheinlich sind ein paar Schneeflocken nach Weihnachten?

Das Temperaturspektrum sinkt nach Weihnachten in Richtung des Jahreszeit typischen Niveaus ab. So liegt das Temperaturspektrum der Kontrollläufe zwischen -1 bis +11 Grad bei einem Mittelwert von +2 bis +4 Grad. Der Wettercharakter wäre aber allenfalls als nasskalt und wenig winterlich zu bewerten. Aber Schneeflocken sind bei einem kräftigen Schauer bis in tiefere Lagen sind nicht auszuschließen.

Ob der Sturm auch das Silvesterwetter beeinflussen kann, klären wir gegen 15:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Silvester 2017 und gegen 17:00 Uhr erfolgt ein weiterer Wettertrend zum Winter 2017/18, welcher gegen 20:00 Uhr nochmals um eine Aktualisierung ergänzt wird.

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