In den kommenden Stunden wird im Verbund mit einem Hochdrucksystem von der Mittelmeerregion bis über das östliche Europa reichend und einem Tiefdrucksystem zwischen England und Skandinavien sehr warme Luft aus südlichen bis südwestlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt.

Warmes Wetter: Bis zu +17 Grad

In der Höhe von etwa 1.500 Meter erreichen Luftmassen Werte zwischen +8 bis +12 Grad, was in tieferen Lagen zu Temperaturen zwischen +10 bis +15 Grad führen kann. Mit entsprechender Sonnenscheindauer sind über Baden-Württemberg und Bayern auch bis zu +17 Grad und mehr möglich. So sind die Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um 7 bis 10 Grad zu warm und man ist im November dem Frühling näher als dem Winter.

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Markanter Wetterwechsel könnte für kältere Temperaturen sorgen

Bereits gestern deuteten die Wettermodelle in ihren Simulationen an, dass die milde Wetterlage wohl nicht von langer Dauer sein wird. So berechnet das amerikanische Wettermodell bereits zum kommenden Wochenende einen markanten Wetterwechsel, bei dem die Temperaturen von Samstag mit +12 bis +17 Grad zum Sonntag auf +4 bis +8 Grad absinken können.

Aber nicht nur das amerikanische Wettermodell berechnet den Wetterwechsel, sondern auch das europäische Wettermodell zieht mit und simuliert bereits zum 25. November die Zufuhr höhenkalter Luftmassen, was bis auf mittlere Lagen Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer ermöglichen kann.

Winterlich bis auf mittlere Lagen
Der letzte Wintereinbruch in einem Dezembermonat liegt schon etwas zurück - klappt es im Dezember 2017?

Winterlicher Start in den Dezember 2017?

So sind die viel zu warmen Tage wohl nur von Dienstag bis Freitag/Samstag begrenzt, anschließend setzt sich mit höherer Wahrscheinlichkeit eine nasskalte Witterung durch. Der Grund hierfür ist relativ schnell ausgemacht. Die Wärme schießt regelrecht nach Norden und sorgt bis über das nördliche Skandinavien für eine deutliche Milderung. Auf der Rückseite werden kalte Luftmassen auf dem Atlantik weit nach Süden geführt, was weitere Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik initiiert. Das Hochdrucksystem weicht nach Westen aus und stellt sich im Zeitraum vom 25. bis 27. November auf dem Atlantik steil nach Norden auf.

So kann sich Ende November, bzw. Anfang Dezember ein meridionales Zirkulationsmuster ausbilden, bei der Deutschland, Österreich und die Schweiz auf der kühlen Seite liegen können. Zum heutigen Stand sollte die Wetterlage sich in den kommenden Simulationen noch verifizieren, was in der Wetterprognose einen nasskalten Wettercharakter wahrscheinlicher als einen winterlichen macht. Dennoch festigt sich der Trend der Kontrollläufe in eine kühlere Richtung der letzten Tage.

Kühle Dezembertage

Das es zum Dezemberstart kühler werden kann, bewerten die Kontrollläufe mit zunehmender Mehrheit. Das bestätigt gleichzeitig die Annahme, dass es sich bei der außergewöhnlichen Hitzewelle nur um eine kurzfristige Erscheinung handelt, deren Höhepunkt am 23./24. November erreicht sein sollte. Ab dem 25./26. November berechnen die Kontrollläufe eine Normalisierung der Temperaturen. Für das Dezemberwetter sinken die Durchschnittswerte der Kontrollläufe in den leicht zu kühlen Bereich ab. So abwegig ist die nasskalte Witterung zum Dezemberbeginn nicht. Wie es um die Chancen von winterlichen Wetterverhältnissen steht, gehen wir gegen 17:00 Uhr in der Winterprognose 2017/18 näher ein.

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