Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 13.11.2018 - Schneefall und Dauerfrost oder doch nur nasskaltes Herbstwetter?

Der November wird kälter. Endlich werden wohl einige sagen. Wie aber stehen die Chancen auf einen frühwinterlichen Wettercharakter Ende November - ist das möglich?

Hochdruckgebiete sorgen im November häufiger für grau-trübes Herbstwetter. Örtlich lösen sich die Nebelfelder kaum mehr auf. Zudem nimmt der Wind aus östlichen Richtungen kommend zu und wird für viele als unangenehm empfunden werden können. Zum Sonn- und Montag gehen die Temperaturen meist auf Werte unterhalb der +10 Grad Marke zurück und in den Nächten ist wieder mit Frost zu rechnen. Niederschlagsfelder könnten zudem zum Start in die neue Woche über dem Osten und Norden für den einen oder anderen Schneeschauer sorgen. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter November 2018.

Typisch für Hochdruckwetterlagen im November. In dem einen Ort scheint die Sonne, im anderen bleibt der Nebel
Typisch für Hochdruckwetterlagen im November. In dem einen Ort scheint die Sonne, im anderen bleibt der Nebel

Wettertrend 14 Tage

Amerikanisches Wettermodell: Skandinavienhoch mit Kaltluftzufuhr

Kontinuierlich berechnet das amerikanische Vorhersage-Modell in den letzten Tagen ein Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum mit einer von Ost nach West verlaufenden Hochdruckachse. In Folge dessen werden kühle Luftmassen aus östlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt, was die Temperaturen zum 20. November auf +1 bis +7 Grad abkühlen lassen kann. Zudem sorgen Wolkenfelder für zeitweiligen Niederschlag, welcher bis in tiefere Lagen als Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer niedergehen kann. Wundern darf man sich aber über die Medien, welche mit einer Sibirischen Kältepeitsche mit markanten Temperatursturz titulieren. Nein, +1 bis +7 Grad sind für die Jahreszeit normal und man kann sich über manche Meteorologen nur wundern.

Noch kälter!?

In der Wetterprognose vom Zeitraum 20. bis 28. November berechnet das amerikanische Prognose-Modell eine westliche Verlagerung des Hochdrucksystems in Richtung Island. Darüber wurde bereits gestern schon spekuliert, denn die Mehrheit der Kontrollläufe berechnete genau diese Wetterentwicklung. In Folge dessen kann sich über der Barentssee ein kräftiger Tiefdruckwirbel etablieren und kalte Luftmassen nach Süden führen. Ob davon auch Deutschland, Österreich und die Schweiz betroffen sein werden, wird stark von der Position des Hochdrucksystems abhängen. Nicht selten werden solche Kaltluftvorstöße über den Osten abgeleitet, doch manchmal erreichen die arktischen Luftmassen auch Mitteleuropa.

Frühwinter oder nasskaltes Herbstwetter?

Darauf wird es ankommen. In der aktuellen Wettervorhersage jedenfalls berechnet das amerikanische Wettermodelle bodennah die Zufuhr kalter Festlandsluft, was die Tageswerte über dem Süden in den Dauerfrostbereich absinken lassen könnte. Weiter nach Norden sorgen die warme Nord- und Ostsee noch für positive Tageswerte. Die Niederschlagsneigung nimmt generell zu, was - zum aktuellen Stand - im Zeitraum vom 22. bis 28. November im Schwerpunkt über Süddeutschland für die Ausbreitung einer Schneedecke bis in tieferen Lagen sorgen kann. Ein früh-winterlicher Wetterumschwung ist also möglich!

Ob Frühwinter oder nasskaltes Herbstwetter - die Hochdruckposition entscheidet

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Ob Frühwinter oder nasskaltes Herbstwetter - die Hochdruckposition entscheidet © www.meteociel.fr

Europäisches Prognose-Modell: Frühwinterliche Großwetterlage möglich

Skeptisch gegenüber der Kaltluftvariante des amerikanischen Wettermodells waren die Wetterprognosen der letzten Tage des europäischen Vorhersage-Modells. Das hat sich heute geändert.

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Hoch verlagert sich nach Island - vollständig gestörte Zirkulation

Von der Begrifflichkeit einer vollständig gestörten Zirkulation mussten wir in den letzten Tagen häufiger Gebrauch machen. Das ist immer dann der Fall, wenn das normale - von West nach Ost verlaufende - Strömungsmuster gestört wird. Häufig wird aus einer West-, Südwestwetterlage eine Nord- bis Ostwetterlage. Und eine solche simuliert das europäische Wettermodell in seiner heutigen Wettervorhersage.

Das Hoch verlagert sich zum 20./21. November weiter nach Island und sorgt dafür, dass die atlantischen Tiefdrucksysteme einen Umweg nach Süden nehmen müssen. Bis zum 22. November positionieren sich die Tiefdrucksysteme zwischen den Azoren und der westlichen Mittelmeerregion (stark negativer NAO- Index).
Zudem positioniert sich über der Barentssee ein Tiefdruckwirbel, welcher eine Verbindung mit den südlich gelegenen Tiefdruckgebieten aufnehmen kann. In Folge dessen werden aus nordöstlichen Richtungen kalte Luftmassen in Richtung Deutschland geführt werden können. Gleichzeitig steigt die Niederschlagswahrscheinlichkeit an, was ebenfalls in manchen Regionen zu einem Wintereinbruch führen kann.

Doch auch nach der Prognose des europäischen Wettermodells sind die Unsicherheiten weiterhin hoch, doch die Wahrscheinlichkeiten für kaltes Novemberwetter mit einem früh-winterlichem Wettercharakter haben sich gegenüber den letzten Tagen nochmals erhöht.

Stärker ausgeprägte Kaltluftzufuhr über Deutschland, Österreich und der Schweiz

Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Stärker ausgeprägte Kaltluftzufuhr über Deutschland, Österreich und der Schweiz © www.meteociel.fr

Kalte Novembertage

Im Ergebnis aber zeigt sich der Wettertrend zu einem deutlich kälteren Temperaturniveau der letzten Tage bestätigt und wird auch heute von den Kontrollläufen weitgehend gestützt. Bis zum 19. November bleibt das Temperaturniveau auf einem für die Jahreszeit etwa 4 bis 7 Grad zu warmen Niveau. Und die bereits zurückliegenden Novembertage sorgten mit einer Abweichung der Temperaturen von +4,9 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert für eine deutlich zu warme Temperaturbilanz. Zeit also für eine Abkühlung.

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Nasskalte bis winterliche Temperaturen

Das Temperaturspektrum kann man über dem Osten als winterlich durchgehen lassen, sonst aber ist eher nasskaltes Novemberwetter zu erwarten - zumindest, wenn es nach den Kontrollläufen geht. Das zeigt aber zugleich, dass die Wetterprognosen der Wettermodelle gegenüber den Kontrollläufen zu kalt sind. Veränderungen sind in den kommenden Stunden zu erwarten.

Das Spektrum selbst erstreckt sich am 20. November zwischen -1 bis +8 Grad (Mittelwert: +2 Grad über dem Osten, sonst +4 Grad) und am 28. November zwischen -8 bis +10 Grad (Mittelwert: -1 Grad über dem Osten, sonst +1 Grad). Das mögliche Spektrum erstreckt sich in einer Differenz von bis zu 18 Grad und zeigt deutlich auf, wie sehr es auf die Hochdruckposition ankommen wird. Eine deutlich kältere Temperaturentwicklung ist jedoch deutlich wahrscheinlicher als ein Fortbestand der zu warmen Temperaturen.

Diagramm Temperaturen November 2018 vom 13.11.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Schneeprognose

Schaut man sich die aktuelle Schneeprognose an, so erkennt man in den kommenden 10 Tagen in manchen Regionen die Ausbildung einer Schneedecke. Möglich ist viel, gesichert noch nichts!

Langfristprognose

Wettertrend Winter 2018/19: Leichte Korrekturen

Man darf gespannt sein, wie das Langfristmodell auf die aktuelle Entwicklung der Großwetterlage in den kommenden Tagen reagieren wird. Zum aktuellen Stand soll der Winter so ausfallen:

  • Der Dezember 2018 wird mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal bis leicht zu warm berechnet. Das entspricht Vergleich zu den letzten Wochen einer Korrektur von 2,5 bis 1 Grad. Aber auch in der Niederschlagsprognose wird der erste Wintermonat im Trend leicht zu nass bewerten (vormals noch normal).
  • Ebenso hat der Januar 2019 mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad und über dem Osten bis +2 Grad eine leichte Korrektur erfahren. Die Niederschlagsprognose bleibt - wie in den Wochen zuvor - zu nass.
  • Unverändert bleibt hingegen der Februar 2019. Die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert beträgt - zum aktuellen Stand - +1 bis +2 Grad und die Niederschlagsneigung ist als erhöht zu bewerten.
Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,8 Grad zu trocken
Oktober 2018 +1,7 Grad zu trocken
November 2018 +2 bis +3 Grad Trend: extrem zu trocken
Dezember 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
Januar 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: deutlich zu nass
Februar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 13.11.2018

Was sich für Wetterlagen im Dezember daraus entwickeln können und was ein Wintereinbruch im November für Auswirkungen auf den ersten Wintermonat haben kann, klären wir heute Abend gegen 20:15 Uhr ein einem weiteren Wettertrend zum Wetter Dezember 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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