Das amerikanische Wettermodell berechnete heute Nachmittag und auch heute Abend jeweils eine erneut hohe Wahrscheinlichkeit für eine Umstellung der Großwetterlage. Der Ablauf ist jeweils ähnlich. Das Skandinavienhoch verlagert sich bis zum 15./16. Februar über das östliche Europa und geht darüber hinaus bis zum 18. Februar eine Hochdruckverbindung über die Mittelmeerregion mit dem Azorenhoch ein. Gleichzeitig kann sich bis zum 18. Februar die atlantische Frontalzone bis nach Skandinavien ausweiten und über Deutschland, Österreich und der Schweiz ein westlich orientiertes Zirkulationsmuster herbeiführen. Potential für Starkwindereignisse wäre nach diesen Berechnungen vorhanden. Heute Nachmittag endeten die Simulationen im Zeitraum vom 21./17. Februar in einer nasskalten bis Teils winterlichen meridionalen Trogwetterlage über Mitteleuropa, heute Abend allerdings zeigt sich im Zeitraum vom 21./27. Februar eine teils nasskalte bis milde Temperaturentwicklung mit erhöhtem Potential für zonal geprägte Starkwindereignisse (Westwindwetter).

Das europäische Wettermodell berechnet das Hochdrucksystem nördlicher, so dass Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zeitraum vom 12./21. Februar größtenteils in dessen Einflussbereich liegen könnten - lediglich am 19./20. Februar können von Norden her Tiefdruckausläufer kurzzeitig durchgreifen, bevor das Hochdrucksystem von Westen her nachrücken kann.

Die höhere Wahrscheinlichkeit liegt auch heute Abend in einer Umstellung der Großwetterlage zum Ende des zweiten Februar-Drittels, bzw. zum Beginn des letzten Februar-Drittels. Das amerikanische Wettermodell zeigte dabei auch Varianten, welche den Winter teils bis in tiefere Lagen zurückbringen könnte. Das europäische Wettermodell bleibt bei einer überwiegenden Hochdruckdominanz, wenngleich das Strömungsmuster auf westliche Richtungen drehen kann.

Wie ist das einzuschätzen - welche Wahrscheinlichkeiten haben winterliche Verhältnisse? Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 25. Februar zwischen -1/+15 Grad bei einem Mittelwert von +7/+9 Grad. Das sagt schon viel aus. Vergleicht man die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1) / normal (-0/+5) / zu warm (>+6) gegenüber heute Nachmittag, so liegen diese am 21. Februar bei 5/5/90 (heute Nachmittag: 5/10/85) und am 26. Februar bei 5/30/65 (heute Nachmittag: 5/40/55). Mit anderen Worten bleiben milde Temperaturverhältnisse im letzten Februar-Drittel zum aktuellen Stand die wahrscheinlichere Variante - auch wenn das amerikanische Wettermodell derzeit kältere Varianten mit in Spiel bringt, sie sind momentan noch eher die kalten "Ausreißer".

Das Langfristmodell berechnet für den Norden weiterhin eine Temperaturabweichung im Februar gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -2/-0,5 Grad im zu kalten Bereich, während der Süden mit +0,5/+2 Grad zu warm ausfallen kann. Hinsichtlich der nun hohen Wahrscheinlichkeit der deutlich zu milden Temperaturen bis zum letzten Februar-Drittel könnte sich das Langfristmodell in den nächsten Tagen korrigieren. Andernfalls rechnet das Langfristmodell doch noch mit einer längeren Kaltphase im letzten Februar-Drittel.

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