Die Milderung wird auch in den Abendsimulationen der Wettermodelle favorisiert. So liegt die durchschnittliche Temperatur bspw. am 3. Februar um 4/7 Grad über dem Jahreszeit-typischen Wert und die Werte werden tagsüber im Bereich zwischen +7/+13 Grad berechnet. Die Niederschlagsneigung steigt ab dem 29. Januar an und bleibt bis zum 8. Februar weitgehend aktiv. So könnte sich das Tauwetter bis in Lagen um die 2.000 Meter durchsetzen.

Allerdings nehmen ab dem 5. Februar in den Kontrollläufen wieder kühlere (nicht winterliche) Varianten zu, was die Nachhaltigkeit der Milderung im ersten Februar-Drittel noch in Frage stellen kann. Interessant ist heute Abend das amerikanische und auch europäische Wettermodell mit der jeweiligen Interpretation der Entwicklung des Polarwirbels. Das Hochdrucksystem über den Aleuten schließt eine Hochdruckbrücke mit dem Kontinentalhoch über Sibirien. In Folge dessen kommt es zu einer Dipolausbildung des Polarwirbels - für Freunde des Winterwetters jedoch in einer ungünstigen Position, da weiterhin die Kaltluftmassen über Kanada und Grönland gehalten werden können. Nichtsdestotrotz zeigt sich hier eine Auffällige Variationsmöglichkeit, was mit einer anderen Achsausbildung grundsätzlich auch über Mitteleuropa noch andere Varianten zulässt. AO-Index leicht negativ, NAO-Index leicht positiv.

Das Langfristmodell legt noch eine "Schippe" obendrauf und berechnet die Temperaturabweichung im Februar gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +2/+3 Grad zu warm. In der Niederschlagsentwicklung zeigt das Langfristmodell eine Umkehr von deutlich zu trocken hin zu normal mit Tendenz leicht zu trocken.

Zusammenfassend: Milderung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Anfang Februar. Darüber hinaus noch mehrere Möglichkeiten, wenngleich milde Varianten eine deutlich höhere Eintreffwahrscheinlichkeit als andere Varianten haben. Abzuwarten bleibt die Entwicklung des Polarwirbels.

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