Bis zum kommenden Wochenende bleibt der Wettercharakter leicht wechselhaft und für die Jahreszeit zu warm, wobei die Niederschläge von West nach Ost eine abnehmende Tendenz haben. Zwischen dem 16./19. November sind sich die Wettermodelle weitgehend einig. So liegt zwischen dem Atlantik und England ein schwaches Tiefdrucksystem, dessen Tiefdruckausläufer zeitweilig das Wetter über Deutschland beeinflussen können. Die Grundströmung bleibt westlich bis südwestlich ausgerichtet, so dass die Tageswerte mit +7/+12 Grad für die Jahreszeit voraussichtlich zu warm bleiben werden. Darüber hinaus differenzieren sich die Simulationen zunehmend. Geht es nach dem europäischen Wettermodell, so baut sich über Mitteleuropa bis zum 22. November eine gradientenschwache und hochdruckdominierte Wetterlage über Mitteleuropa auf. Darin eingelagert sind kleinere Höhentiefs, so dass der Wettercharakter in Deutschland überwiegend neblig-trüb und die Temperaturen sich etwas abkühlen können. Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so ist eine aktiv/dynamische Wetterentwicklung im Zeitraum zwischen dem 20./22. November auf dem Atlantik zu beobachten. Daraus lassen sich zwei Varianten ableiten. Zum einen kann sich in Form eines Hochdrucksystems über Mitteleuropa der entsprechende Gegenpol zu den Tiefdrucksystemen auf dem Atlantik bilden, was eine erneut milde bis warme südwestlich ausgerichtete und leicht wechselhafte Grundströmung zur Folge hat. In der zweiten Variante ist ein Durchgreifen der atlantischen Frontalzone bis nach Deutschland möglich. Der Wettercharakter wäre demnach deutlich wechselhafter und vor allem windiger bei leicht erhöhten Temperaturwerten (Wechselspiel aus warmen Vorder- und kühlerem Rückseitenwetter). Wann kommt der erste Schnee? Nach den aktuellen Simulationen ist "Wintereinbruch" bis zum 23./24. November wenig wahrscheinlich (22 Prozent), viel wahrscheinlicher hingegen ist eine leicht zu warme bis zu warme Witterungsphase (42 Prozent) oder eine nasskalte Periode (36 Prozent). Die Kontrollläufe stützen mehrheitlich die leicht zu warme Witterungsphase im Zeitraum zwischen dem 20./25. November, wobei die Temperaturtendenz bis zum 25. November leicht rückläufig ist. So liegt das Temperaturspektrum am 20. November zwischen +5/+15 Grad (Mittelwert +9 Grad) und am 25. November zwischen -1/+10 Grad (Mittelwert +6/+7 Grad). Wie kommen die kühleren Varianten zustande? Diese Varianten sind getriggert mit einer simulierten Hochdruckblockade auf dem Atlantik, auf dessen Rückseite (östliche Seite) die kalten Luftmassen aus nördlichen Richtungen über Mitteleuropa abtropfen können. Aber wie oben bereits erwähnt sind die Wahrscheinlichkeiten hierfür zum heutigen Stand gering. Da die Wettermodelle nach dem 20. November noch differenziert sind und die daraus resultierende Großwetterlage entsprechend unsicher, erfolgt heute Abend gegen 20:45 Uhr ein Update dieser Wetterprognose.
Update:
Nach beiden Wettermodellen ging der Trend im Tagesverlauf in Richtung Zonalisierung, so dass eine Westwindwetteroption nicht die unwahrscheinlichste Variante ist. Was bedeutet das? Mit einem Kaltluftausbruch über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland zwischen dem 20./23. November wird die Wetteraktivität auf dem Atlantik "angefeuert" und teils kräftige Tiefdrucksysteme können entstehen. In den aktuellen Simulationen schafft es die atlantische Frontalzone sich zeitweise mit windigen und wechselhaften Wetter bis zum 22./24. November nach Deutschland durchzusetzen. Warmes Vorderseiten- und teils kühleres Rückseitenwetter wären die wahrscheinlichsten Varianten hieraus. Für die Jahreszeit aber weiterhin zu warm, wenngleich der Temperaturtrend zum 25. November normalisierend ist (Mittelwert von +6/+7 Grad)

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