Mehrheitlich stimmen die Wettermodelle in ihren Simulationen überein, dass sich im Zeitraum zwischen dem 5./10. Februar eine Südwestwetterlage über Deutschland manifestieren könnte, deren Eintreffwahrscheinlichkeit zwischenzeitlich bei 51 Prozent liegt. Das entspricht gleichzeitig in etwa auch der Wetterlage aus dem Dezember 2013 und nach dem kurzen, teils winterlichen Intermezzo, kann man das als Erhaltungsneigung bezeichnen. Dabei sind die Zirkulationsmuster zueinander so "eingefahren", dass kurzzeitige Umstrukturierungen kaum Wirkung zeigen und sich das Zirkulationsmuster erhält. Die Großwetterlage gestaltet sich ab dem 5. Februar mit einem Dreiertiefdruckfeld zwischen England, Island und dem Atlantik als äußerst markant, was die Wahrscheinlichkeit zu einer Südwestwetterlage ansteigen lässt. Gibt es denn noch andere Varianten, bzw. Lösungswege? Die gibt es weiterhin, bleiben jedoch in Begründung mit dem Warming in Stratosphärenhöhe eher theoretischer Natur, da die Auswirkungen erst zu einem späteren Zeitpunkt einfließen können. So bleibt es nicht verwunderlich, dass das Langfristmodell auf seinem Kurs eines leicht zu milden bis deutlich zu warmen Wetterverlauf im Februar bleibt. Gegen 20:15 Uhr erfolgt eine Aktualisierung des Wettertrends.
Update:
Das europäische Wettermodell stützt in seinen Simulationen die mögliche Entwicklung eines Skandinavienhochs zum 5./6. Februar - wie vor ein paar Tagen beschrieben, ist solch ein Hoch ein mögliches Ergebnis eines Warmings (vgl. Feb./März 2013). Wo liegt das Warming aktuell? Der Beginn ist morgen Nachmittag zwischen der amerikanischen Ostküste bis nach Mitteleuropa reichend. Hier steigen die Temperaturen auf etwa -32 Grad an. Bis zum 3. Februar weitet sich das zunächst noch als Minor-Warming einzustufende Warming großflächig aus und erreicht Werte bis -24 Grad und erstreckt sich von Neufundland über Grönland bis nach Skandinavien und dehnt sich bis in den Süden über das nördliche Afrika aus. Es ist theoretisch möglich, dass allein die großflächige Ausdehnung schon ausreichend ist, um die darunter liegenden Luftschichten zu beeinflussen. Zum 6. Februar werden Konturen eines Major-Warmings erkennbar. Die Temperatur steigt nach aktuellen Simulationen auf -6 Grad an und das Warming strebt in Richtung Polzentrum um am 9. Februar etwa über Grönland mit +4 Grad seinen vorläufigen Höhepunkt zu erreichen. Von einer Polarwirbelstruktur in Stratosphärenhöhe ist dann nicht mehr viel übrig und es ist weiterhin davon auszugehen, dass die Simulationen der Wettermodelle in den kommenden Tagen "sprunghaft" werden und man wieder verschiedene Lösungsvarianten zu sehen bekommt. Soviel zur Theorie und um für die Freunde des Winterwetters nicht all zu große Hoffnungen zu wecken: noch zeigen nahezu alle Wettermodelle eine milde bis warme Südwestwetterlage im Zeitraum zwischen dem 5./10. Februar.

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