Auch heute bleibt es dabei - es liegt keine grundlegende Entscheidungsbasis vor, wie sich das Wetter ab dem 12. Januar entwickeln wird. Alle möglichen Varianten liegen noch unter einer Eintreffwahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Dennoch kristallisiert sich die Grenzwetterlage, bzw. eine nasskalte Variante im Zeitraum zwischen dem 12./16. Januar mit einer Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent zunehmend heraus. Die mögliche Großwetterlage ist dann West- bis Nordwest, wobei das im weiteren Verlauf - über den 16. Januar hinaus - immer mehr zu Nord tendiert. Anders ausgedrückt wird in diesem Fall die Großwetterlage langsam aber stetig umgebaut. Die zweite Variante ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 32 Prozent eine Hochdruckwetterlage mit Hochdruckkern bei Skandinavien. Dabei wird kalte Luft über der Barentssee über den Osten nach Deutschland geführt. Frostiges Wetter mit einer geringen Schneefallneigung wäre die Folge daraus. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 23 Prozent bleibt eine Zwischenlösung übrig - die man auch als "weder Fisch noch Fleisch" bezeichnen kann, sowohl die Freunde des milden Wetters, als auch des kalten Wetters wären mit solch einer Lösung nicht zufrieden. Die Kontrollläufe geben zwischenzeitlich eine Richtung vor. Nach den fast schon frühlingshaften Tagen der Woche geht die Mehrheit der Simulationen im Zeitraum zwischen dem 12./16. Januar auf die nasskalte Variante und nach dem 16. Januar in Richtung winterliche Verhältnisse in höheren Lagen. So zeigt das Temperaturspektrum bspw. am 13. Januar Werte zwischen +0/+8 Grad (Mittelwert +2 Grad im Norden und +4 Grad im Süden - Hinweis auf mögliche Grenzwetterlage) und am 16. Januar Werte zwischen -6/+4 Grad (Mittelwert +2 Grad im Norden und +0 Grad im Süden). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Umbau der Großwetterlage im zweiten Januar-Drittel zunehmend wahrscheinlich ist, jedoch müssen Freunde des Winterwetters weiter vertröstet werden, da der Wettermotor bei Neufundland nicht so schnell mit seiner "Produktion" von Tiefdrucksystemen aufhören wird und im Grunde etwas gegen eine Umstellung der Großwetterlage hat. Das Langfristmodell simuliert weiterhin unbeirrt ein deutlich zu warmes Wetter im Januar und Februar 2014. Der AO-Index wird negativ simuliert, der NAO-Index verhält sich (noch) neutral. Im Laufe des Abends erfolgt eine Aktualisierung von diesem Wettertrend.
Update:
Für eine eingefahrene Zirkulation ist es schwer von frühlingshaften Wetter mit bis zu +16 Grad mit einem "Fingerschnipp" auf Winter umzustellen. So eine Umstellung der Großwetterlage klappt i.d.R. nur in mehreren Etappen. Und diese Etappen simulieren die Wettermodelle zwischenzeitlich einheitlich, wenngleich auch mit unterschiedlichen Herangehensweisen. Die wahrscheinlichste Variante bleibt eine nasskalte Wetterlage im Zeitraum zwischen dem 12./16. Januar mit der Option eine Grenzwetterlage auszulösen (im Norden durchaus winterlich). Der Wettermotor auf dem Atlantik wird aber alles daran setzen um das zu verhindern und wird mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eine turbulente und spannende Wetterphase herbeiführen. Letztlich "gewinnt" die Umstellung - in dem Fall winterliche Verhältnisse - nach dem 14./17. Januar - zunächst in höheren Lagen, später auch in tieferen Lagen. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Umstellung ist? 51 Prozent. Temperaturspektrum am 16. Januar: -8/+8 Grad, Mittelwert +0 Grad.

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