Auch wenn die Wettermodelle weiterhin keine Einigkeit demonstrieren, so ist die kommende Wetterlage mit Hochdruck zwischen dem 9./15. Dezember relativ gesichert. Zunächst gibt es am kommenden Wochenende bei voraussichtlichen Dauerfrost oberhalb 300-400 Meter weitere Schneeschauer, die für ein weiteren Zuwachs der Schneedecke sorgen werden. Bis Sonntagabend werden oberhalb 400 Meter Neuschneemengen von 2-17 cm, in Staulagen auch bis 25 cm simuliert. Die Details darüber hinaus stecken in der Position des Hochdrucksystems. Relativ frisch bleibt es mit -4/+2 Grad nach dem europäischen Wettermodell, welches das Hoch mit Kern am 9. Dezember direkt über Deutschland platziert. Das amerikanische Wettermodell simuliert das Hoch am 9. Dezember direkt über dem Mittelmeer, so dass mit -1/+5 Grad kurzzeitig wärmere Luftmassen Deutschland aus südwestlichen Richtungen erreichen können. Im weiteren Verlauf zeigt sich mit einer Nordwärtsbewegung des Hochdrucksystems wieder Einigkeit - letztliche Position ist demnach Skandinavien, so dass sich über Deutschland eine Ostlage einstellen kann, die wiederum - sollte sie tatsächlich eintreten - das zweite Dezember-Drittel dominieren wird. Ein möglicher Polarwirbelsplitt, der Phasenweise in den Simulationen der Wettermodelle angedeutet wird, könnte grundsätzlich noch für die eine oder andere Überraschung sorgen, so könnte z.B. zum 12. Dezember ein gut ausgebildeter und abgeschnürter "Kaltlufttropfen" über dem östlichen Europa aktiv werden, welcher mit der einsetzenden Ostströmung auch Mitteleuropa erreichen kann. Die Kontrollläufe sind sich mehrheitlich mit 78 Prozentüber Hochdruckwetter ab dem 9. Dezember einig. Das Temperaturspektrum erstreckt sich von -5/+2 Grad am 7. Dezember (Mittelwert -2 Grad im Süden und +2 Grad im Norden) bis -6/+10 Grad am 12. Dezember (Mittelwert +3 Grad im Süden und +6 Grad im Norden) und spiegelt eindrucksvoll wieder, welchen Einfluss die Hochdruckposition auf die Temperaturen haben kann. Zusammenfassend wird das Wetter bis zum kommenden Wochenende in höheren Lagen winterlich und das nachfolgende Hochdruckwetter kann eine vorhandene Schneedecke bei einer schwachgradientigen Wetterlage gut konservieren, sofern das Hoch nicht zu weit südlich "abdriftet".

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