Es bleibt auch in den aktuellen Simulationen der Wettermodelle unklar, in welcher Position sich der Trog zwischen dem 19./25. November bewegen wird. Liegt er weiter im Westen, so gelangt Deutschland auf die milde Trogvorderseite, liegt er weiter im Osten, so ist die kalte Rückseite wetterbestimmend. Der Trend geht im Verhältnis 60:40 zu einer kalten Trogrückseite, so dass die ersten Schneeflocken im Zeitraum zwischen dem 20./25. November bis ins tiefere Lagen hinunter möglich sind. Von einem Wintereinbruch kann man bei Temperaturen zwischen -1/+4 Grad im Süden und +2/+6 Grad im Norden noch nicht sprechen, hierzu muss die Temperatur in der Höhe weiter absinken, was aber zum aktuellen Stand nicht erkennbar ist. Letztlich bedeutet diese Konstellation eine nasskalt meridional ausgerichtete Wetterlage mit Schnee-, Schneeregen-, Graupel- und Regenschauern. Anders die Situation in den höheren Lagen ab etwa 500 Meter, wo sich durchaus auch eine Schneedecke ausbilden kann. Betrachtet man die Großwetterlage, so wölbt sich auf dem Atlantik das Azorenhoch gen Norden und blockiert den sog. Westdrift. Im weiteren Verlauf macht sich das Hoch selbständig in Richtung Skandinavien und tendiert dort zu einem eigenständigen Hoch zu werden (Ost - West Umkehr) - im Zusammenspiel mit dem Tief über dem Mittelmeer hätte diese Konstellation weitere Schneefälle über den Alpen und Mittelgebirge zur Folge und auch im übrigen Deutschland bliebe es tagsüber bei einem strammen Ostwind und Temperaturen um -2/+3 Grad relativ frisch. Die Kontrollläufe haben im Mittelwert einen November-typischen Wettertrend, was aber nur auf dem ersten Blick so aussieht. Betrachtet man die Kontrollläufe genauer, so erkennt man durch größere Abweichungen in den positiven und negativen Bereich deutliche Schwankungen. Diese Schwankungen interpretiert das Temperaturspektrum mit Werten zwischen -2/+7 Grad ( Mittelwert von +3 Grad) zum 23. November und zum 25. November mit -5/+7 Grad (Mittelwert +3 Grad) ganz gut. Entscheidend zwischen winterlichen oder nasskalten Verhältnissen im letzten November-Drittel ist und bleibt die Position des Hochdrucksystems.

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