Die Wettermodelle sind sich relativ einig geworden, was die Großwetterlage im ersten November-Drittel betrifft. Zwischen einem Kältepol zwischen dem nördlichen Kanada, Grönland und nördlichem Skandinavien und dem warmen Atlantik entstehen in rascher Abfolge Tiefdrucksysteme, die es z.T. in sich haben. Der Drehpunkt der Tiefdrucksysteme liegt zum Start in den November noch über Island, verlagert sich im weiteren Verlauf in Richtung Skandinavien. Das Azorenhoch flacht zunehmend ab und geht über das Mittelmeer eine Verbindung zum Russlandhoch ein, so dass sich eine relativ warme West- bis Südwestwetterlage einstellen wird. Schneefall ist damit bis zum 5. November unwahrscheinlich (15 Prozent) geworden. Darüber hinaus dreht der Tiefdruckkern vor Skandinavien weiter nach Nordosten ab und führt warme Luftmassen nach Norden, auf seiner Rückseite fließen kalte Luftmassen in Richtung Finnland und westliches Russland. Welche Auswirkungen hat das auf das Wetter in Deutschland? Im Grunde besteht in solch einer Konstellation die Möglichkeit einer erhöhten Wellenbewegung, was sich gut am Jetstream ablesen lasst. Dieser knickt zum 5. November über Mitteleuropa ein und dreht auf eine Nord-Süd Richtung, was eine Trogwetterlage mit den ersten Schnee-, und Graupelschauern zwischen dem 8./12. November nicht unwahrscheinlich macht. Jedoch ist die atlantische Polarfront extremst aktiv und so lange das der Fall ist, ist ein nachhaltiger Wintereinbruch in Deutschland erst einmal nicht in Sicht. Es bedarf zum aktuellen Stand schon etwas außergewöhnliches um den Westdrift zu unterbinden, das ist aber Anhand der Polarwirbelkonstellation (welcher sehr gut ausgebildet und zentral positioniert ist) ebenfalls nicht in Sicht. Auch der NAO-Index wird zunehmend positiv, was als weiterer Indikator der aktiven Westdrift gilt. Die Kontrollläufe bilden das kommende wechselhafte Wetter ebenfalls ganz gut ab. So wechselnd sich warme und kalte Temperaturen in regelmäßigen Abständen bis zum 11. November ab, was auf Vorderseiten- und Rückseitenwetter schließen lässt. Das Temperaturspektrum zeigt bspw. für den 8. November Werte zwischen +5/+15 Grad und einen Mittelwert von +10 Grad - auch hier (noch) kein Hinweis auf einen Wintereinbruch im ersten November-Drittel. Das Langfristmodell dagegen reagiert auf die aktuelle Entwicklung. War der November bislang deutlich zu trocken simuliert, so ist er nun als normal eingestuft worden. Bei den Temperaturen hat sich dagegen nichts verändert - normal bis leicht zu warm soll das Wetter im November demnach ausfallen.

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