Der Winter breitet sich zwischen Grönland und Island im ersten Oktober-Drittel aus und manifestiert sich im weiteren Verlauf. Die Temperaturen sind über Grönland in 2 Meter Höhe mit bis -40 Grad schon außergewöhnlich kalt und auch in der Höhe ist der Kaltluftkörper mit bis -28 Grad gut ausgebildet. Damit herrschen gute Voraussetzungen für Tiefdrucksysteme, die sich eng um diesen Kaltluftkörper herum bewegen und über Mitteleuropa eine südwestlich ausgerichtete Grundströmung anregen. Ab dem 6. Oktober kommt es zwischen Grönland und den Azoren zu einem Trogvorstoß, was das Azorenhoch nach Mitteleuropa ab drängt und mit dem Skandinavienhoch zunächst eine Hochdruckverbindung eingeht. Im weiteren Verlauf entsteht mit hoher Wahrscheinlichkeit ein eigenständiges Hochdrucksystem zwischen England und Skandinavien, was das trockene und mäßig warme "goldene Oktoberwetter" in Deutschland bis zur Monatsmitte erhalten kann. Einheitlich erkennt man in den Simulationen die ostwärts Bewegung des Kaltluftkörpers in Richtung Skandinavien, was mit höherer Wahrscheinlichkeit zwischen dem 14./18. Oktober über Mitteleuropa zu einem Wetterwechsel führen wird. Die Kontrollläufe simulieren mehrheitlich trockenes und hochdruckdominiertes Wetter vom 7./15. Oktober. Das Temperaturspektrum zeigt mit einer breiten Streuung zwischen +5/+17 Grad am 11. Oktober wie unsicher die Hochdruckposition ist - ist sie im Westen über England, wird es mit einer nördlichen Strömung über Deutschland empfindlich kühl, liegt das Hoch weiter im Osten, bleibt es mäßig warm.

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