Das Hochdruckgebiet kommt in der kommenden Woche zurück nach Deutschland, fängt aber an seine Position, bzw. seine Kernstruktur zu verändern, so dass Störungseinflüsse ab der Wochenmitte zunehmen werden. Zwar sind die Simulationen der Wettermodelle noch uneinheitlich, der Wettertrend zum Beginn des letzten Juli-Drittels geht aber zunehmend in eine kühlere und wechselhafte Wetterphase über. Das Hoch konzentriert sich zum 18./20. Juli mit einem Kerndruck von 1030 hPa über dem nördlichen England - dabei wandelt sich die breit gestreute Struktur des Hochs in einer kreisförmige und konzentrierte Struktur, so dass auf dessen Ostseite ein Höhentrogeinfluss zunehmend wahrscheinlich wird (44 Prozent). So kann ab Mittwoch die Schauer- und Gewitterneigung im Süden zunehmen, wobei die Temperaturen mit +23/+27 Grad verbreitet zunächst noch im sommerlichen Bereich verbleiben werden. Am Donnerstag und Freitag machen sich von Norden her mit +16/+20 Grad die kühleren Temperaturen bemerkbar - dabei steigt das Schauerrisiko im ganzen Land weiter an. Sollte sich dieser Höhentrog durchsetzen, so sinken die Temperaturen zum kommenden Wochenende im Norden mit +14/+19 Grad und +19/+22 Grad im Süden weiter ab. Das beschriebene Szenario ist aber nur eines von insgesamt 3 wahrscheinlichen Varianten. Eine weitere ist die "Querverlagerung" des Hochs über Mitteleuropa (Azoren - Skandinavien), so dass die Tiefdrucksysteme weiterhin von Mitteleuropa ferngehalten werden, Deutschland aber mit mäßig warmen Temperaturen (+23/+27 Grad) in der nördlichen Strömungskomponente verbleibt. Die dritte Variante ist eine Ausweitung des Hochdrucksystems über Skandinavien, was in Deutschland ebenfalls gemäßigte Temperaturen bei östlichen Winden zur Folge hat. Die Kontrollläufe zeigen ab dem 19. Juli mehrheitlich wechselhafte Wettereinflüsse, gemessen am Mittelwert der Niederschlagsprognosen bleibt der Hochdruckeinfluss aber weitgehend erhalten. Anders ausgedrückt bleibt das Wetter im letzten Juli-Drittel wie es ist, oder es wird etwas kühler, wobei die Niederschlagsaktivität leicht zunehmen wird. Ein Durchbruch der atlantischen Frontalzone ist weiterhin nicht zu erkennen und Aufgrund der aktuellen Simulationen im letzten Juli-Drittel gar ausgeschlossen.

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