Wetter Weihnachten 2018 - Endlich wieder weiße Weihnachten?

Wetter Weihnachten 2018: aktuelle Wetterprognose vom 14.12.2018 - Das Weihnachtswetter zwischen mild, nasskalt und winterlich

Warmes oder kaltes Wetter an Weihnachten? Die Zeit vor den Feiertagen wird nochmals richtig mild werden können. Über die Weihnachtsfeiertage berechnen die Vorhersage-Modelle unterschiedliche Varianten.

Die kommenden Nächte können mit -7 bis -1 Grad richtig frostig werden und in manchen Regionen von Süd- und Ostdeutschland wird tagsüber die 0 Grad Grenze nicht überschritten. Am dritten Advent sorgt ein sich über Deutschland abschwächender Tiefdruckausläufer für Niederschlag und eine nachfolgende Milderung. Als kritisch ist die Phase zu bewerten, wenn der Niederschlag einsetzt. Zu Beginn noch verbreitet mit Schnee, später über dem Westen in Regen übergehend. Östlich der Linie von Hamburg und Berchtesgaden ist bei Werten um 0 Grad mit Glättebildung zu rechnen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Dezember 2018.

Schneeschauer zu Weihnachten?
Schneeschauer zu Weihnachten?

Amerikanisches Vorhersage-Modell: Die Vorweihnachtszeit soll nasskalt werden

Die aktuelle Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells berechnet im Zeitraum vom 20. bis 23. Dezember den Vorstoß der atlantischen Frontalzone in Richtung Mitteleuropa. Ein erneuter Durchbruch einer Westwetterlage ist nach den aktuellen Berechnungen nicht zu erkennen.

Richtig mild wird es nicht

Bis zum vierten Advent hat sich das Tiefdruckzentrum über Skandinavien positioniert, während sich auf dem Atlantik ein Hochdruckkeil von den Azoren bis nach Grönland erstreckt. Über Deutschland, Österreich und der Schweiz hat das eine nasskalte Wetterlage mit reichlich Niederschlag zur Folge. Die Temperaturen erreichen Werte von +4 bis +8 Grad und die Schneefallgrenze schwankt um die 1.000 Meter

Europäisches Vorhersage-Modell: Vor Weihnachten wird es mild

Die Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells simuliert vor Weihnachten eine andere Entwicklung der Großwetterlage. Dem Azorenhoch gelingt es nicht, sich auf dem Atlantik nach Norden auszudehnen. Stattdessen zeigt sich eine intakte Tiefdruckrinne mit einem zentral steuernden Tiefdrucksystem über Island.

Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen in eine niederschlagsreiche und windige Südwestströmung, was die Temperaturen bis zum vierten Advent auf +5 bis +10 Grad ansteigen lassen kann.

Wenig winterliche Vorweihnachtszeit

Zwar sind die Berechnungen der Wettermodelle noch unterschiedlich, doch die Gemeinsamkeiten liegen in einer wenig winterlichen Zeit vor Weihnachten.

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Weihnachtsprognose amerikanisches Vorhersage-Modell: Weiße Weihnachten möglich

Bedingt durch den Hochdruckkeil auf dem Atlantik kippt die Grundströmung über die Weihnachtsfeiertage auf nördliche Richtungen und führt kühlere Luftmassen nach Deutschland. Die Temperaturen gehen von Heiligabend mit -2 bis +3 Grad bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag auf -3 bis +2 Grad zurück. Die Niederschläge können bis in tiefere Lagen in Schnee übergehen. Weiße Weihnachten sind nach dieser Prognose nicht auszuschließen.

Weiße Weihnachten 2018 sind möglich
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Weiße Weihnachten 2018 sind möglich © www.meteociel.fr

Wettervorhersage des Europäischen Vorhersage-Modells: Wenig Chancen auf ein weiße Festtage

Das Tiefdrucksystem liegt am 24. Dezember über England und führt auf seiner Vorderseite milde Luftmassen nach Deutschland. Das Azorenhoch zeigt weiterhin keine Anzeichen sich nach Norden auszudehnen und das nächste Tiefdrucksystem liegt bei Neufundland in Lauerstellung. Zudem blockiert das Hochdrucksystem über dem westlichen Russland die Tiefdruckgebiete, was eine Süd- bis Südwestwetterlage an Weihnachten wahrscheinlicher als einen Wintereinbruch macht.

Eine milde Südwestanströmung über Weihnachten
Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Eine milde Südwestanströmung über Weihnachten © www.meteociel.fr

Wie stehen die Chancen auf weiße Weihnachten?

Skepsis hinsichtlich Schneefall über die Weihnachtszeit ist heute noch angebracht. Deutlicher zeigt sich das in den Kontrollläufen, welche über die Weihnachtsfeiertage eine normale - Jahreszeit-typische - Temperaturentwicklung zeigen. Normal bedeutet in tieferen Lagen Werte zwischen +3 bis +6 Grad bei einer Frostgrenze um die 1.000 Meter herum schwankend.

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Der Wettertrend ist und bleibt nasskalt

Sowohl die Kontrollläufe, als auch die Wettermodelle berechnen - zum aktuellen Stand - eine erhöhte Niederschlagsneigung im Zeitraum von Heiligabend und dem zweiten Weihnachtsfeiertag. Das Temperaturspektrum erstreckt sich von -5 bis +12 Grad bei einem Mittelwert von +1 Grad über dem Osten, +2 Grad über dem Norden, +3 Grad über dem Süden und +4 Grad über dem Westen.

Das Weihnachtswetter nach den Kontrollläufen

Reiner Modelloutput
Tag Temperatur Schneefall­grenze
23. Dezember +1 bis +5 Grad 800 bis 1.100 Meter
24. Dezember - Heiligabend +0 bis +4 Grad 500 bis 1.000 Meter
25. Dezember - Erster Weihnachts­feiertag +0 bis +4 Grad 500 bis 1.000 Meter
26. Dezember - Zweiter Weihnachts­feiertag +0 bis +3 Grad 600 bis 1.200 Meter

Zusammenfassung: Was sich über das Wetter Weihnachten 2018 sagen lässt

  • Ob milde, nasskalte oder kaltes Wetter an Weihnachten zu erwarten ist, bleibt noch offen
  • Der Wettertrend für nasskaltes Weihnachtswetter bestätigt sich heute
  • Über den Skiregionen oberhalb etwa 1.200 Meter kann die Schneedecke weiter anwachsen
  • Die Wettermodelle stützen über die Weihnachtszeit eine erhöhte Niederschlagsneigung

Fazit: Kaum Veränderungen

Die Wetterentwicklung bleibt zum heutigen Stand noch unsicher. Zu groß sind die Streuungen, wenngleich sich ein nasskalter Temperaturtrend zu festigen scheint. Gegenüber gestern sind die Kontrollläufe nach dem ersten Weihnachtsfeiertag kälter geworden. Zudem spielt die Stabilität des Polarwirbels noch eine gewichtige Rolle. Wie die Chancen für den Winter um oder nach Weihnachten stehen, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Winter 2018/19. Heute Abend erfolgt an dieser Stelle gegen 20:00 Uhr nochmals eine Aktualisierung der Wettervorhersage für Weihnachten.

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Update der Wetterprognose von 20:00 Uhr
Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnete in den letzten Stunden eine ganze Reihe von winterlichen Wetterentwicklungen zu Weihnachten 2018, war aber stets der "kalte Ausreißer". Hat sich das heute Abend geändert?

Gemäßigter Trog Mitteleuropa
Der Hochdruckkeil strebt zum 22. Dezember auf dem Atlantik nach Norden auf und blockiert die nachfolgende Tiefdruckrinne vollständig. Somit ergibt sich für ein Tiefdrucksystem über Skandinavien der Raum und die Zeit, um nach Süden auszutrogen. Das Strömungsmuster meridionalisiert erneut und das Wetter an Weihnachten 2018 kann - vor allem ab den mittleren Lagen - winterlich ausfallen. Die Tageshöchstwerte werden für den Heiligabend zwischen +0 bis +4 Grad und am zweiten Weihnachtsfeiertag zwischen -2 bis +3 Grad berechnet. Die Schneefallgrenze schwankt meist um die 400 bis 600 Meter.

Das Wetter Weihnachten 2018 könnte winterlich ausfallen
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Das Wetter Weihnachten 2018 könnte winterlich ausfallen © www.meteociel.fr


Europäisches Vorhersage-Modell: Das Wetter an Weihnachten 2018 wird mild Fast genauso "stur" kann man die Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells bewerten. Zwar zeigte sich kurzzeitig mal ein Schwenk in Richtung kälteres Weihnachtswetter. Doch seit heute Morgen wird ein Tiefdrucksystem zwischen Grönland und England berechnet. An Heiligabend liegen Deutschland, die Schweiz und Österreich somit auf der warmen Vorderseitenanströmung. Weiße Weihnachten würde demnach in höheren Lagen in ernsthafte Gefahr geraten können.

Pünktlich zum Weihnachtsfest wird es kälter
Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Pünktlich zum Weihnachtsfest wird es kälter © www.meteociel.fr


Plötzliche Stratosphärenerwärmung noch kräftiger berechnet
Spannend bleiben die Prognosen der stratosphärischen Polarwirbels hinsichtlich eines Major-Warming. Ob es kommt, bleibt abzuwarten, doch verdichten sich zunehmend die Anzeichen hierfür. Beginnend ab dem 21. Dezember mit einem ersten Maximum zum 24. Dezember, gefolgt von einem zweiten zum 28. Dezember. Der Temperatursprung beträgt bis zu 92 Grad.

Sollte es zu einem Major-Warming in Stratosphärenhöhe kommen, so bleibt das nicht ohne Auswirkungen für die unteren Luftschichten. Da keine Temperaturgegensätze in der Höhe mehr vorhanden sind, brechen die zonalen Winde in sich zusammen. Andes formuliert existiert der Polarjet nicht mehr. In Folge zeigte sich in der Vergangenheit eine Häufung vom Zusammenbruch der westlichen Winde über Mitteleuropa und nachfolgend war der Weg für die sehr kalte Polarluft nach Mitteleuropa frei. Sehr häufig berechneten die Wettermodelle den Umschwung sehr spät, wie bspw. im Februar 2018. Zuvor waren die Prognosen mit milden Aussichten noch eingefahren.

Das Warming in Stratosphärenhöhe wird noch etwas kräftiger simuliert
Berechnung Polarwirbel in Stratosphärenhöhe: Das Warming in Stratosphärenhöhe wird noch etwas kräftiger simuliert © www.meteociel.fr


Fazit
Der Wettertrend zu nasskalten Wetter Weihnachten 2018 bleibt bestehen. Die Kontrollläufe stützen die - erneut - zu kalte Variante des amerikanischen Vorhersage-Modells nicht. Zudem gibt es einige Varianten, welche für zu mildes Wetter und für zu kaltes Wetter sprechen. Die Wetterentwicklung hängt sehr stark davon ab, wie sich der Polarwirbel entwickeln wird, sodass es heute lediglich bei einem Weihnachtstrend bleibt.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken


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