Ein typisch herbstlicher, aber für die Jahreszeit zu milder Wettercharakter ist bis Ende Oktober zu erwarten. So kommt nach teils zäher Nebelauflösung häufig die Sonne zum Vorschein, während es über dem Norden und Nordosten zeitweilig stärker bewölkt bleiben kann und dort mit leichten Niederschlag zu rechnen ist. Die Temperaturen steigen bis zum kommenden Montag langsam an und erreichen meist Werte, welche im Bereich zwischen +12/+16 Grad, örtlich bis +18 Grad liegen können. Bei länger andauerndem Nebel oder starker Bewölkung sind mit +8/+13 Grad auch kühlere Temperaturen möglich (Details s. Wetter Oktober).

Der Grund für das zu Nebel neigende Wetter ist ein Hochdrucksystem, welches sich im Verlauf bis Montag langsam von Spanien, Frankreich und England bis nach Deutschland, Österreich und die Schweiz verlagern kann. Ob dieses Hochdrucksystem das Wetter über Deutschland Anfang November auch noch beeinflussen kann, bleibt noch abzuwarten.

Geht es nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells, so liegt das Hochdrucksystem am 1. November mit seinem Kerngebiet im Bereich zwischen England, Frankreich und Deutschland, was den ruhigen und weitgehend trockenen Wettercharakter erhält. Allerdings zeigt sich weiter nördlich eine langsame, aber dennoch stetige Umstrukturierung der Großwetterlage. Der Grund hierfür sind kalte Luftmassen arktischen Ursprungs, welche mit Hilfe eines Tiefdrucksystems über dem westlichen Russland nach Süden geführt werden können. Gleichzeitig liegt ein weiteres Tiefdrucksystem über Island und versucht die Verbindung zu dem über dem westlichen Russland liegenden Tiefdrucksystem aufzubauen, was auch nach diesen Berechnungen bis zum 3. November mit einem Zentraltief über Skandinavien gelingen mag. So wird das Hochdrucksystem weiter abgebaut, was den Wettercharakter im Zeitraum vom 1./3. November von Norden her unbeständiger machen könnte. Ob auch die Temperaturen zurückgehen werden, bleibt noch abzuwarten, denn nach dieser Konstellation würde die Grundströmung überwiegend aus westlichen Richtungen kommen, so dass sich an den Temperaturen von +10/+15 Grad, örtlich bis +17 Grad noch nicht all zu viel verändern würde.

Anders hingegen die Berechnung des europäischen Wettermodells, welches bereits Ende Oktober das Hochdrucksystem weiter westlich und Anfang November über dem skandinavischen Raum berechnet. Somit sind die Vorzeichen umgekehrt: statt tiefen Luftdruck herrscht hoher Luftdruck über Skandinavien. Somit können die kalten Luftmassen arktischen Ursprungs vom westlichen Russland, über Skandinavien bis über das östliche Europa geführt werden. Sollte das Hochdrucksystem sich jetzt noch einen "Tick" weiter nach Westen verlagern, so könnte es auch über Deutschland spürbar kühler werden.

Die Kontrollläufe stützen klar einen sich gegenüber dem langjährigen Mittelwert neutralisierenden Temperaturtrend Anfang November. So liegt das Temperaturspektrum am 1. November zwischen +4/+17 Grad (Mittelwert: +12/+13 Grad über dem Westen und Süden und +7/+9 Grad über dem Norden und Osten) und am 3. November zwischen +4/+13 Grad (Mittelwert: +7/+9 Grad)- es wird also langsam kühler. Die Niederschlagsneigung ist nach den Kontrollläufen Anfang November als schwach mit ansteigender Tendenz zu bewerten. Die Wetterentwicklung bleibt spannend und liefert sowohl den Spielraum für nasskalte, als auch für milde Entwicklungen. Wie sich das Wetter im ersten November-Drittel entwickeln kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem weiteren Wettertrend zum Wetter Herbst Winter 2016/2017.

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