Wetter Deutschland: Sturm und Orkan - erhöhtes Schad- und Unwetterpotential

Schwerer Sturm über Deutschland © Martin Bloch

Unwettervorwarnung: Sturm und Orkan über Deutschland. Von Westen nähert sich eine Sturmfront, die eine ganze Sturmtiefserie nach Deutschland führt und bis zum Montag mit heftigem Sturm und Winden in voller Orkanstärke das Schad- und Unwetterpotential ansteigen lassen wird.

Wetterwarnung

Stürmisches Februar-Wetter. Bei starker Bewölkung zieht im Verlauf des Vormittages ein Niederschlagsband von West nach Ost und erreicht zum Nachmittag die östlichen Landesteile. Die Niederschläge können schauerartig verstärkt und regional mit Gewittern einhergehen (Gewitterradar). Tendenziell fällt der Regen in Richtung Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern kräftiger als über Süddeutschland aus. Bis zum Nachmittag zieht das eine Niederschlagsband nach Osten ab und in den Abendstunden setzt über dem Westen erneut - teils kräftiger und schauerartig verstärkter - Niederschlag ein, der noch in der ersten Nachthälfte die östlichen Landesteile erreichen kann. Der Wind frischt im Tagesverlauf böig auf und kann über exponierten Lagen zu stürmischen Windböen führen. Zum Abend und in der Nacht intensiviert sich der Wind weiter und kann über dem Nordwesten, den Küsten von Nord- und Ostsee, sowie den exponierten Lagen zu schweren Sturmböen mit orkanartigen Winden führen (Windprognose). Die Temperaturen erreichen +8 bis +12 Grad und steigen zum Abend und in der Nacht über dem Westen auf bis +15 Grad an.

Wetterwarnung

Schwerer Sturm mit orkanartigen Winden

Der Wind gewinnt in der Nacht auf den 17. Februar (Do.) weiter an Intensität und erreicht zum Nachmittag seinen vorläufigen Höhepunkt. Verbreitet sind bis auf tiefere Lagen stürmische Windböen zu erwarten, die über der Mitte, dem Norden und den exponierten Lagen zu schweren Sturmböen mit orkanartigen Winden führen können. Windgeschwindigkeiten von 60 bis 90 km/h und örtlich bis 110 km/h sind zu erwarten. Über den Küsten von Nord- und Ostsee, sowie den höheren Lagen sind Windböen in voller Orkanstärke von 100 bis 120 km/h und örtlich bis 140 km/h möglich. Es besteht ein erhöhtes Unwetter- und Schadpotential. Da der Wind aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen kommt, ist mit einer Sturmflut zu rechnen. Der Wind reißt über dem Süden große Lücken in die Wolkendecke, sodass es südlich einer Linie von Köln und Dresden - abgesehen von ein paar Schauern - weitgehend trocken bleiben kann. Sonnige Abschnitte sind möglich. Weiter nach Norden verdichtet sich die Bewölkung und mit zeitweiligem Niederschlag ist zu rechnen. Die Temperaturen sinken nördlich einer Linie vom Saarland und Nürnberg auf +4 bis +8 Grad ab und können nach Süden +8 bis +12 Grad und örtlich bis +15 Grad erreichen. Am späten Nachmittag und in den Abendstunden schwächt sich der Wind ab und spielt so gut wie keine Rolle mehr.

Wetterwarnung

Schnellläufersystem über Deutschland: Orkanartige Winde

Etwas kniffliger und auch brenzliger ist die Situation am 18. Februar (Fr.) einzustufen. Der Tag beginnt noch ruhig, doch verdichten sich von Westen am Vormittag die Wolken und nachfolgend zieht von Südwesten Regen auf, der zum Nachmittag nach Norden ausdehnt und an Intensität zunimmt. Nördlich der Linie von Köln und Dresden kann der Niederschlag kräftig, schauerartig verstärkt und ergiebig ausfallen und örtlich von Gewittern begleitet werden. Zum Abend sind über Niedersachsen; Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern unwetterartige Starkniederschläge möglich, die binnen 6 Stunden zu Niederschlagsmengen von 15 bis 30 l/m² und örtlich bis 40 l/m² führen können. Der Wind frischt weiter auf und erreicht zum Nachmittag über dem Westen volle Sturmstärke. Das Windfeld dehnt sich am Abend und in der Nacht nach Osten aus und sorgt - über ganz Deutschland - bis auf tiefere Lagen herab für schwere Sturmböen. Über exponierten und den höheren Lagen, sowie über den Küsten sind Winde in voller Orkanstärke möglich. Der Wind kommt über den Küsten aus nordwestlichen Richtungen, was zu einer weiteren Sturmflut führen wird. Die Temperaturen steigen kräftig an und können +7 bis +13 Grad und örtlich bis +15 Grad erreichen.

Wetterwarnung

Stürmisches Wochenende

Am 19. und 20. Februar (Sa. und So.) bleiben die Windaktivitäten auf einem hohen Niveau und können in Böen bis auf die tieferen Lagen herab für stürmische Winde sorgen. Über exponierten Lagen und den Küsten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sind schwere Sturmböen möglich. Der Wind dreht von Nordwest auf Südwest und sorgt am Samstag noch für teils sonniges und trockenes Wetter. Zum Nachmittag zieht sich der Himmel zu- und nachfolgend setzt nördlich einer Linie vom Saarland und Berlin kräftiger Niederschlag ein, der länger andauernd und ergiebig ausfallen kann. Der Niederschlag kommt nur langsam nach Süden voran und wird erst zum Sonntagabend den Süden von Baden-Württemberg und Bayern erreichen. Die Temperaturen erreichen am Samstag +4 bis + 8 Grad, und am Sonntag sind +5 bis +10 Grad möglich.

Wetterwarnung

Stürmischer Wochenauftakt

Der Wind intensiviert sich in der Nacht auf den 21. Februar (Mo.) und kann über dem Westen und Süden für weitere stürmische Windböen bis auf tiefere Lagen herab sorgen. Über exponierten Lagen und den Küsten bleibt das Potential von schweren Sturmböen erhalten. Der Wind treibt viele Wolken und zahlreiche Schauer über Deutschland hinweg, die mit Höhenkälte und mit einer entsprechenden Intensität bis auf tiefere Lagen herab als Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen können. Kurze Gewitter sind nicht auszuschließen. Die Temperaturen gehen auf +4 bis +8 Grad und örtlich bis +2 Grad zurück.

Anmerkung: in unserer 13-jährigen Geschichte kam es bislang noch nie vor, dass an jedem Tag der Wettervorhersage auf unwetterartige Wetterereignisse hingewiesen werden musste. Das unterstreicht, wie ungewöhnlich die kommende Wetterentwicklung ist. Wer kann, der sollte sich ein gutes Buch schnappen und es sich Zuhause gemütlich machen. In den Wald zu gehen, ist indes keine gute Idee (Warnlagenbericht | Unwetterwarnung | Windprognose).

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +11,57 +2,6 +1,3 398 l/m² - extrem zu trocken

Das Wetter zeigt sich im letzten Wintermonat abwechslungsreich. Von kräftigen Schneeschauern bis hin zu frühlingshaften Temperaturen ist alles möglich.

  • Je nachdem, ob sich das Winterhoch im Januar noch halten kann, zeigt sich der Februar ebenfalls hochwinterlich mit reichlich Schnee.
  • Troglagen sind relativ häufig anzutreffen (65%)
  • Zwischen dem 15. und 24. Februar zeigt sich in vielen Fällen eine Kälteperiode (70 %)
  • Im Anschluss wird es häufiger wieder milder

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