Das Wetter der kommenden Julitage zeigt sich zunächst noch turbulent, beruhigt sich aber über das Wochenende und erst zum Start in die neue Woche steigt mit einer frischeren Atlantikbrise die Schauerneigung wieder an. Das Potential für Unwetter bleibt heute noch hoch und sinkt im weiteren Verlauf allgemein ab. Die Temperaturen bleiben mit Werten von +23 bis +28 Grad bis einschließlich Samstag im sommerlichen Bereich und sinken von Sonntag bis Dienstag auf verbreitet +19 bis +24 Grad ab, bevor zum Mittwoch die Werte mit +23 bis +28 Grad bereits wieder in den sommerlich warmen Bereich ansteigen können. So richtig setzt sich die westlich orientierte Wetterlage wohl nicht durch.

Kommt das stabile Sommerwetter zum August?

Baden-Württemberg und Bayern sind die letzten zwei Bundesländer in denen nächste Woche die Sommerferien beginnen und wir erhalten viele Anfragen, ob der durchwachsene Wettercharakter mit dem unangenehmen Auf und Ab der Temperaturen durch ein beständigeres Sommerwetter bei angenehmen Werten ersetzt werden kann.
Geht es nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells so kann sich zum 25. Juli über Island ein kräftiges Sturmtief ausbilden, was weit nördlicher berechnet wird, als das aktuelle Tiefdrucksystem. Somit ergibt sich für den Hochdruckkeil des Azorenhochs mehr Spielraum, sich quer über Mitteleuropa bis über das östliche Skandinavien zu erstrecken und über Deutschland, Österreich und der Schweiz im Zeitraum vom 26. bis 28. Juli für einen beständigeren und sommerlich warmen Wettercharakter zu sorgen.
Im weiteren Verlauf berechnet das amerikanische Wettermodell eine Verlagerung des Tiefdrucksystems nach Osten in Richtung Skandinavien. Je nach Zugbahn können sich daraus zwei wesentliche Wetterentwicklungen ergeben.

  • Im ersten Fall setzt sich die Hochdruckbrücke durch und lenkt das Tiefdruckgebiet nach Nordosten ab. Deutschland, Österreich und die Schweiz würden Ende Juli kurz vom Tiefdrucksystem beeinflusst werden können, nachfolgend setzt sich bis in den August hinein eine sommerlich warme Südwestströmung durch, welche mit entsprechend feuchten Luftmassen durchaus zu Schauer und Gewittern neigen kann.
  • In der zweiten Variante verläuft die Zugbahn des Tiefdrucksystems südlicher, was den Einfluss auf das Wetter in Deutschland, der Schweiz und Österreich erhöht und verhindert gleichzeitig einen nachhaltigen Aufbau eines Hochdrucksystems über Mitteleuropa.

Das europäische Wettermodell stützt die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells weitgehend, wenngleich Deutschland mehr zwischen den Fronten der Wettersysteme liegen kann. Zieht man das Fazit daraus, so deutet nach den Berechnungen der Wettermodelle vieles auf einen sommerlich warmen, aber auch durchwachsenen Wettercharakter Anfang August hin.

Kontrollläufe: bedingt sommerlicher Start in den August

Eine stabile Wetterlage ist zum heutigen Stand in den ersten Augusttagen weniger wahrscheinlich und auch die Kontrollläufe stützen diese Variante mehrheitlich. Anders formuliert bleibt sich das Wetter vom Juni und auch Juli mit einem steten Auf und Ab der Temperaturen bei einem durchwachsenen Wettercharakter zum Auftakt in den August noch treu. Wie sich im weiteren Augustverlauf das Wetter entwickeln kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Sommerwetter.

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