Für die letzten Wetter-Tage im März berechnen die Wettermodelle eine Hochdruckdominanz im Bereich zwischen Skandinavien, England und Deutschland, was im Verbund mit einem Tiefdrucksystem über der Mittelmeerregion zu frühlingshaft milden Temperaturen führen kann. Auch heute Nachmittag bestätigt das amerikanische Wettermodell diese Wetterentwicklung, so dass diese zunehmend wahrscheinlicher wird. Die Frage nach "wann kommt der Frühling?" kann heute erneut mit dem letzten März-Drittel beantwortet werden (s. Wetter Frühling - Sommer).

Unterschiedliche Simulationen für das Wetter April

Wie aber wird das Wetter Anfang April - kann sich der hohe Luftdruck behaupten, oder neigt das Wetter zur Instabilität und damit zu April-typischen Wetter? Das amerikanische Wettermodell simuliert Ende März einen kräftigen Tiefdruckwirbel über der Barentssee und allein ein Vorhandensein eines Tiefdrucksystems in dieser Region ist schon einmal ein Indiz für eine instabile Wetterlage. Folgt man der Simulation des amerikanischen Wettermodells, so wird der hohe Luftdruck Anfang April über Skandinavien abgebaut und verlagert sich nach Süden in Richtung der Azoren und dem westlichen Europa (Portugal, Spanien und Frankreich). Zur gleichen Zeit ziehen vom Atlantik her kommend Tiefdrucksysteme in Richtung Skandinavien und können sich zum 1./2. April dort behaupten. In Folge dessen wäre mit einem über Deutschland zunehmend unbeständigen Wettercharakter in den ersten April-Tagen zu rechnen.

Sonne und Wolken im April


Von frühlingshaft mild bis nasskalt mit Graupelschauer ist Anfang April noch alles möglich

Der Trend der Wetterentwicklung Anfang April geht zwar weiterhin in Richtung einer Hochdruckdominanz, doch zeigt die Simulierte Tiefdruckstörung über Skandinavien auch, dass eine Skepsis hinsichtlich einer stabilen und frühlingshaft milden Wetterlage durchaus angebracht ist. Es braucht nicht viel um das Hochdrucksystem nach Westen ausweichen zu lassen und schon wäre im Verbund mit dem Tiefdrucksystem über Skandinavien der Transport von kalten Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden möglich. Doch wie wahrscheinlich ist dieser? Die Kontrollläufe stützen einen sich normalisierenden Temperaturtrend im Zeitraum vom 1./4. April, welcher in der Tendenz gegenüber dem langjährigen Mittelwert auch leicht zu kalt ausfallen kann. Deutlicher zeigt sich das in den Verhältnissen der Kontrollläufe von zu kalt (< +7), normal (+8/+13), zu warm (>+14), welche am 1. April bei 30/40/30 und am 4. April bei 30/50/20 ein nahezu ausgewogenes Verhältnis berechnen. Zusammenfassend könnten nach den Berechnungen der Wettermodelle die ersten April-Tage mit einer höheren Wahrscheinlichkeit normal ausfallen. In der Niederschlagserwartung berechnen die Kontrollläufe eine ansteigende Niederschlagstendenz Anfang April - auch das spricht zum heutigen Stand gegen eine stabile Hochdruckwetterlage.

Diagramm für Wahrscheinlichkeiten der Temperaturentwicklung im ersten April-Drittel

April könnte zu warm und zu trocken ausfallen

Das Langfristmodell berechnet in seiner heutigen Wettervorhersage April erneut eine Temperaturabweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +0,5/+2 Grad im leicht zu warmen bis zu warmen Bereich. In der Niederschlagsentwicklung bestätigt sich die leicht negative Tendenz der letzten Tage (zu trocken). Schaut man sich die Berechnungen für Europa an, so zeigt sich ein lang gestecktes Zentrum von zu trockenem Wetter im Bereich zwischen England, Frankreich, Deutschland, Österreich, der Schweiz bis weit über das östliche Europa. Möchte man dies interpretieren, so wäre ein weitgehend dominierendes Hochdrucksystem über Mitteleuropa eine durchaus plausible Wettervariante im April. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 19:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter Ostern 2017.

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