Das aktuelle Tiefdrucksystem ist im aktuellen Wolkenradar sehr schön zu beobachten, wie es sich über Deutschland eindreht und sich bis zum Sonntag nur sehr langsam nach Nordosten verlagert um zum Start in die neue Woche Deutschland nach Nordosten hin zu verlassen. So bleibt es bis zum Sonntag bei meist starker bis wechselnder Bewölkung unbeständig und mit zeitweiligen Niederschlägen ist zu rechnen, welche regional auch kräftiger und länger andauernd ausfallen können. Bei Temperaturen von meist +7/+11 Grad sinkt die Schneefallgrenze auf 1.200-1.800 Meter ab und kann in den Nächten auch darunter liegen. Der Blick auf die Schneeprognose zeigt jedoch, dass allenfalls in den Alpen ein paar cm Neuschnee möglich sind, evtl. aber auch für kurze Zeit über dem Schwarzwald, Bayerischen Wald und den Höhenlagen der Mittelgebirge ist der eine oder andere cm Neuschnee nicht auszuschließen ist (Details s. Wettervorhersage Oktober).

Die Wettermodelle simulieren die Großwetterlage zum 25. Oktober mit einem Hochdrucksystem über dem östlichen Skandinavien / westlichen Russland, welches über England versucht, eine Hochdruckverbindung zu einem Hochdrucksystem auf dem Atlantik aufzubauen. Gleichzeitig liegen über der Ostsee noch die Reste des aktuellen Tiefdrucksystems, während im Bereich zwischen Grönland und Island ein recht kräftiges Tiefdrucksystem sich positionieren kann.

Das amerikanische Wettermodell berechnet im weiteren Verlauf bis zum 27. Oktober ein relativ ortsfestes Hochdrucksystem über dem westlichen Russland, während das Tiefdrucksystem auf dem Atlantik zum 27. Oktober das westliche Skandinavien und zum 29. Oktober über das europäische Nordmeer nach Nordosten abziehen kann. Somit ergeben sich über Mitteleuropa weitere Spielräume für ein Hochdrucksystem, welches das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz vom 27./31. Oktober beeinflussen kann. In Folge daraus ist mit einem relativ trockenem Wettercharakter zu rechnen und nach teils zäher Nebelauflösung könnte für längere Zeit die Sonne zum Vorschein kommen. Die Temperaturen könnten - je nach Nebelauflösung - im Bereich zwischen +6/+10, bzw. +8/+14 Grad liegen.

Das europäische Wettermodell berechnet eine ganz ähnliche Wetterentwicklung, bei der die Hochdruckbrücke zwischen dem Hoch auf dem Atlantik und dem Hoch über dem westlichen Russland zu einem autarken Hochdrucksystem Ende Oktober über Mitteleuropa führen kann, während die atlantische Frontalzone vergeblich versucht, ihren Einfluss auf das Wetter über Deutschland geltend zu machen.

Im Detail ist die kommende Wetterentwicklung jedoch als komplex zu bewerten und keinesfalls so einfach darzustellen, wie es die aktuellen Simulationen der Wettermodelle glaubhaft machen wollen. Geringfügige Verschiebungen des Hochdruckdrucksystems hätten gravierende Auswirkungen zur Folge. Positioniert sich das Hochdrucksystem nur einen "Tick" weiter westlich, so zieht das Tiefdrucksystem über dem europäischen Nordmeer nicht nach Nordosten ab, sondern könnte nach Süden hin abtropfen, was deutlich kühlere Temperaturen bei einen unbeständigen Wettercharakter zur Folge hätte.

Die Kontrollläufe bestätigen die komplexe Wetterentwicklung in den letzten Oktober-Tagen. So liegt die Differenz der Höhentemperaturen (ca. 1.500 Meter) am 28. Oktober bei 17 Grad (zum Vergleich: für eine Wettervorhersage sind 2-4 Grad und für eine Wetterprognose 2-6 Grad wünschenswert). Im Trend simulieren die Kontrollläufe einen Temperaturverlauf, welcher mit seinem Mittelwert durchaus der Jahreszeit entsprechen kann. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 29. Oktober zwischen +0/+16 Grad bei einem Mittelwert von +10/+11 Grad. Die Niederschlagsneigung ist vom 25./31. Oktober als schwach bis allenfalls leicht zu bezeichnen. Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 17:00 Uhr in einem neuen Wettertrend zum Wetter November 2016.

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