Wetter Winter 2014/2015 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Winter 2015 - Wetterprognose vom 7. Januar

Stürmische Zeiten stehen am kommenden Wochenende mit einem Tiefdruckkomplex zwischen Island und Skandinavien bevor. Der für Meteorologen durchaus faszinierend simulierte Spitzenwind kann bei einem Kerndruck von bis zu 950 hPa vor Norwegen auf offener See (nördl. von England) bspw. am Freitag bis zu 190 km/h erreichen, bevor die Windgeschwindigkeiten auf dem Festland entsprechend abnehmen können. Insbesondere in Böen über exponierte Lagen und entlang der Küsten sind aber noch immer Windgeschwindigkeiten von teils mehr als 100 km/h zu erwarten. Da dieses Sturmtief ein komplexer Vorgang in sich selbst ist, bleiben die tatsächlich zu erwartenden Windgeschwindigkeiten noch im Bereich einer möglichen Veränderung und müssen im sog. Nowcast-Bereich näher analysiert werden. Sollten Sie am Freitag und Samstag Aktivitäten im Freien planen, empfiehlt es sich grundsätzlich einen Blick auf die jeweilig aktuellen und regelmäßig aktualisierten Unwetterwarnungen zu werfen. Im Zeitraum zwischen dem 12./15. Januar bleibt die Wetterentwicklung nach dem europäischen und auch amerikanischen Wettermodell leb- und wechselhaft, wobei die Zirkulationsachse von Nordwest/West auf West/Südwest drehen kann - mit winterlichen Verhältnissen in tieferen lagen sieht es zum aktuellen Stand bis zum 15. Januar weiterhin schlecht aus. Zwar ist auf der Rückseite eines abziehenden Sturmtiefs am 12./13. kurzweilig auch die Zufuhr kühlere Luftmassen möglich, so dass Schauer bis in tiefere Lagen auch als Schnee-/Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen können - mit verbreitet winterlichen Verhältnissen in tieferen Lagen hat das wenig zu tun. Im Zeitraum zwischen dem 15./20. Januar bestätigen die Simulationen der Wettermodelle auch heute die Möglichkeit einer Rückkehr der winterlichen Varianten bis auf mittlere Lagen (400-800 Meter) hinab. Dabei zeigt über Neufundland weiterhin der Zustrom kalter Luftmassen über das östliche Kanada, jedoch positioniert sich die atlantische Frontalzone in Teilen bis über das westl. Russland, so dass auf der Rückseite dem Azorenhoch mehr Spielraum bleibt, sich in Richtung Grönland aufzuwölben und somit den Luftmassen über Mitteleuropa die Chance gibt, sich entsprechend abzukühlen. Ob sich daraus Möglichkeiten für eine Umstellung des Zirkulationsmuster ergeben können, bleibt abzuwarten und hängt im wesentlichen davon ab, ob der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland unterbunden werden kann. Der Polarwirbel selbst macht im Zeitraum zwischen dem 15./20. Januar einen geschwächten Eindruck, so dass am Nordpol selbst sich das "Polarhoch" mit einem Kerndruck von bis zu 1040 hPa etablieren kann. Je nachdem wohin die Achse des Hochdrucksystems strebt, sind winterliche oder gar milde Varianten möglich - in den Wintermonaten sind aber winterliche Varianten in Form von Troglagen wahrscheinlicher. In den Simulationen des amerikanischen Wettermodells lässt sich das in Ansätzen ganz gut verfolgen, so dass sich die langsame Einstellung eines winterlichen Szenarios in tieferen Lagen im Zeitraum 17./22. Januar nicht unwahrscheinlich erscheint. Deutlich wird das anhand der Kontrollläufe und deren Verhältnisse von kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5), welche zum aktuellen Stand am 15. Januar 5/25/70 und am 20. Januar 35/45/20 betragen. Das Langfristmodell bleibt seinen Wetterprognosen für Januar weitgehend treu und weist diesen mit einer Abweichung gegenüber dem langjährigen Temperaturmittel mit +1/+3 Grad als zu warm aus und auch der Februar wird mit einer gleichen Abweichung zwischenzeitlich als zu warm im Temperaturverlauf bewertet. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich demnach der Januar deutlich zu nass, der Februar im Trend leicht zu nass. Die nächste Aktualisierung erfolgt in einem Update dieser Wetterprognose heute Abend gegen 21:00 Uhr.
Update:
Kaum Veränderungen in den Simulationen der Wettermodelle. Demnach bleiben die Wahrscheinlichkeiten für winterliche Verhältnisse in tieferen Lagen bis zum 15. Januar gering, dafür ist der Wettercharakter äußerst wechselhaft, windig und insbesondere im Zeitraum 9./12. Januar auch stürmisch (60-90 km/h, über exponierten Lagen und an der Küste bis 110 km/h | Windprognose bis Samstagnachmittag ). Darüber hinaus werden in Ansätzen im Zeitraum zwischen dem 16./20. Januar eine gleichbleibende Anzahl Varianten Simuliert, welche eine Umstrukturierung des Zirkulationsmusters ermöglichen könnten. So liegen die Verhältnisse der Kontrollläufe von zu kalt (<-1)/normal(-1/+5)/zu warm(>+5) liegen am 16. Januar bei 0/40/60 und am 21. Januar bei 40/25/35. Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe liegt bspw. am 20. Dezember zwischen -6/+13 Grad bei einem Mittelwert von +2 Grad im Süden, +3 Grad im Osten, +4 Grad im Westen und +5 Grad im Norden.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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