Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2020: Wetterprognose vom 18.05.2020 - Voll auf Sommer?

Ein sommerlicher Start in den meteorologischen Sommer?
Ein sommerlicher Start in den meteorologischen Sommer?

Die Temperaturen steigen im Verlauf der Woche kräftig an, bekommen aber zum Wochenende einen Dämpfer verpasst. Darüber hinaus wird es sich entscheiden, ob der Sommer nachhaltig wird Einzug halten können, oder ob die Regenzeit zu Pfingsten zuschlägt.

Der Mai bleibt in dieser Woche auf einem sommerlichen Kurs. Insbesondere über dem Süden kann die +25 Grad Marke häufiger überschritten werden und ob die hochsommerliche +30 Grad erreicht werden kann, muss noch abgewartet werden. Wenn das aber der Fall sein sollte, so ist der Vatertag (Donnerstag) und der Freitag dafür über dem Westen und Süden gut geeignet.

Die Niederschlagsneigung ist zunächst noch schwach ausgeprägt, steigt aber im Verlauf der Woche an und kann ab dem Donnerstag für kräftige Schauer und Gewitter sorgen, die zum Beginn des Wochenendes konzentrierter und flächendeckend auftreten können. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter Mai 2020.

Sommerlich warmes Mai-Wetter mit einer ansteigenden Schauer- und Gewitterneigung
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Sommerlich warmes Mai-Wetter mit einer ansteigenden Schauer- und Gewitterneigung
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Kurz kühler

Die sommerliche Wärme findet am Samstag ihr vorübergehendes Ende. Der Grund ist aber nicht unbedingt in Tiefdrucksystemen zu definieren, sondern vielmehr im Azorenhoch zu finden, dass sich zwischen England und Spanien in Richtung Mitteleuropa bewegt und an seinem östlichen Hochdruckgradienten kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz führt. Simuliert werden am 24. Mai Tageshöchstwerte von +14 bis +18 Grad und örtlich bis +20 Grad.

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Das Hoch dehnt sich aus

Bereits am 25. Mai erstreckt sich das Hoch von Neufundland über Europa bis über das westliche Russland, während die atlantische Frontalzone verzweifelt versucht, bis nach Skandinavien vorzudringen, dieses Vorhaben aber ist zum Scheitern verurteilt. Im Kombination der beiden Wettersysteme entsteht eine über Mitteleuropa südwestliche Grundströmung, die weitgehend unter dem Einfluss des Hochdruckgebietes liegt. Über Deutschland, Österreich und der Schweiz können die Temperaturen bis zum 27. Mai auf +20 bis +25 Grad und über dem Westen und Südwesten auf bis +27 Grad ansteigen. Die Abkühlung zum Wochenende ist eine nur vorübergehende und relativ kurze Erscheinung.

Wenig Niederschlag

Die Niederschlagsprognose des europäischen Wettermodells ist bis zum 27. Mai für die eh schon so trockenen Gebiete kaum positiv zu bewerten. In Summe werden Regenmengen von 0 bis 10 l/m² simuliert. Lediglich entlang der Alpen sind mit 10 bis 20 l/m² nennenswerte Regensummen zu erwarten.

Der nach Osten abtropfende Trog sorgt über Deutschland für eine kurze Abkühlung, doch der Wettercharakter selbst bleibt weitgehend trocken
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Der nach Osten abtropfende Trog sorgt über Deutschland für eine kurze Abkühlung, doch der Wettercharakter selbst bleibt weitgehend trocken
© www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Die Zonalisierung bekommt einen ordentlichen Dämpfer verpasst

Der Ansatz einer möglichen Zonalisierung war in der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells durchaus zu erkennen - zaghaft ja, aber ein Ansatz. Schaut man sich die heutigen Berechnungen an, so versucht ein kräftiges Tief zwischen Island und den Azoren mit aller Gewalt nach Skandinavien vorzudringen, doch das Hoch schiebt sich dazwischen und keilt gerade in dem Moment nach Norden auf, wenn das Tief seinen Schritt nach Osten wagt. Das ist quasi so, wie wenn das Tief voll gegen eine Wand läuft.

Kurz kühler

Doch dieser Umgestaltungsprozess hat eine zum Samstag und Sonntag abkühlende Wirkung auf die Temperaturen über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Mehr wie +16 bis +22 Grad werden nicht zu erwarten sein.

Skandinavienhoch

Vom 26. bis 28. Mai verlagert das Hoch seine Position über Skandinavien und das verzweifelte Anrennen der atlantische Frontalzone setzt sich fort - wohin mit den feuchten Luftmassen? Interessanterweise berechnet das amerikanischen Wettermodells eine Variante, die vor ein paar Tagen schon einmal vorgestellt wurde. Die Hochdruckachse bildet sich über Skandinavien von Ost nach West in Richtung Grönland aus. Damit wird der Weg für die Tiefdrucksysteme am südlichen Gradienten in Richtung Mitteleuropa frei. Das Hoch wird sozusagen unterwandert.

Regenzeit - Kräftige Niederschläge an Pfingsten?

Diesen Trend verfolgen wir seit ein paar Tagen, da es gemäß der Statistik im Zeitraum vom 31. Mai und 1. Juni (Pfingsten) häufiger zu Starkniederschlägen kommt. Mehr dazu in der Wetterprognose Pfingsten 2020. Aber tatsächlich, sollte es der atlantische Frontalzone gelingen das Hoch am südlichen Gradienten zu unterwandern, so wären über Deutschland, Österreich und der Schweiz sog. Vb-Wetterlagen möglich, die für kräftigen Dauerregen sorgen können. Simuliert werden zum aktuellen Stand für den Zeitraum vom 27. Mai bis 1. Juni Niederschlagssummen von 20 bis 40 l/m² und örtlich bis 60 l/m². Das ist schon eine Haunummer, doch bleibt abzuwarten, ob sich diese Entwicklung wird durchsetzen können!

Regenzeit über Deutschland - Skandinavienhoch mit südlicher Unterwanderung der Tiefdrucksysteme
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Regenzeit über Deutschland - Skandinavienhoch mit südlicher Unterwanderung der Tiefdrucksysteme
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Eine spannende Wetterentwicklung steht bevor

Man sieht es schon an den Wetterprognosen des amerikanischen Wettermodells, welches seit ein paar Tagen zwischen sehr warmen, trockenen und kühleren, nassen Wetterentwicklungen hin und her springt. Eine Konstante ist nicht auszumachen und so bleibt die Wettervorhersage für Pfingsten auf einem wackeligen Fundament gebaut. Das Fundament ist in diesem Fall das Hoch und dessen Position und Ausrichtung wird entscheidend sein. Denn sollte sich die Hochdruckachse nach Süden ausbilden können, so wäre über Pfingsten - und damit zeitgleich zum Start des meteorologischen Sommer - eine sommerliche bis hochsommerliche Wetterlage zu erwarten.

Gestützt werden die Unsicherheiten von den Kontrollläufen, die zum Juni eine Temperaturdifferenz von bis zu 16 Grad berechnen. Zum Vergleich: für eine halbwegs gesicherte Wettervorhersage ist eine Differenz von 2 bis 4 Grad und für eine Wetterprognose von bis 6 Grad wünschenswert. Gestützt wir auch der kurzzeitig kühlere Temperaturtrend vom 24. bis 26. Mai, doch insgesamt ist der Mittelwert im Vergleich zum vieljährigen Durchschnittswert der Kontrollläufe bis in den Juni hinein zu warm.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
24. Mai +9 bis
+26 Grad
+16 bis
+18 Grad
27. Mai +13 bis
+28 Grad
+20 bis
+22 Grad
2. Juni +14 bis
+30 Grad
+21 bis
+23 Grad
Diagramm Temperaturen Mai 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Mai 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Trend einer ansteigenden Niederschlagstätigkeit

Zu erwähnen ist auch, dass die Wettervorhersage des amerikanischen Prognose-Modells an Pfingsten zu den kältesten Varianten in den Kontrollläufen gehört. Das bedeutet, dass das Hoch über Skandinavien mit einer südlichen Unterwanderung der Tiefdrucksysteme zwar plausibel, doch zum aktuellen Stand weniger wahrscheinlich ist.

Das zeigt sich auch in der Niederschlagsprognose der Kontrollläufen. Der Hauptlauf der Amerikaner ist zu optimistisch. Zwar bestätigen die Kontrollläufe eine insgesamt ansteigende Niederschlagstendenz bis in den Juni hinein. Doch flächendeckender und länger andauernder Landregen ist daraus - für den Moment- nicht abzuleiten.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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