Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 01.05.2020 - Die Eisheiligen werden zum Thema

Kühl und windig beginnt der Mai - ändert sich das?
Kühl und windig beginnt der Mai - ändert sich das?

Kühl und windig ist es geworden und es gibt Entwicklungen, die das Wetter - gerade an den Eisheiligen - noch etwas kühler ausfallen lassen können.

Wiederholt wird es in den kommenden Tagen zu Schauern und auch noch örtlichen Gewittern kommen können. Der Niederschlagsschwerpunkt aber liegt nach wie vor über den südlichen Landesteilen, während über dem Norden häufiger die Sonne zum Vorschein kommen kann.

Die Temperaturen pendeln sich bis zur Wochenmitte auf Werte von verbreitet +14 bis +18 Grad ein und können mit Sonnenschein auf bis +23 Grad ansteigen, was über dem Westen und Südwesten häufiger als über dem Norden und Nordosten der Fall sein kann. Regnet es hingegen für längere Zeit, so werden es kaum mehr als +10 bis +15 Grad. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Mai 2020.

Schauerwetter und gemäßigte Temperaturwerte
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Schauerwetter und gemäßigte Temperaturwerte
© www.meteociel.fr

Wenig Niederschlag

Dieser Trend lässt sich in den letzten Tagen beobachten. Zwar gab es in den vergangenen drei Tagen immer wieder Niederschläge, die mitunter kräftiger und über den südlichen Ladnesteilen auch länger andauernd ausfielen, doch ist die Niederschlagsausbeute deutlich geringer, als diese von den Vorhersage-Modellen berechnet wurde.

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Und so ist das auch in den aktuellen Wetterprognose der Fall. Bis zur Wochenmitte werden verbreitet 2 bis 10 l/m² und örtlich bis 15 l/m² an Regen niedergehen. Nennenswerter sind die Niederschläge mit 20 bis 40 l/m² und örtlich bis 60 l/m ² über dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern.

Hochdruckdominanz

Man erkennt es recht gut auf der oben gezeigten Wetterkarte, dass sich das Hoch nach Norden aufwölbt und dadurch eine neuerliche Meridionalisierung des Strömungsmusters herbeiführt. Anstatt aber auf der warmen, liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz auf der kühlen Seite.

Doch das Hoch verlagert sich nach der Wetterprognose beider Vorhersage-Modelle vom 6. bis 10. Mai weiter nach Osten. Minimal zwar, aber ausreichend, um die Temperaturwerte mit +17 bis +23 in den frühsommerlichen Bereich ansteigen zu lassen.

Aus wenig wird kein Niederschlag

Die Hochdruckdominanz hat zudem noch einen blockierenden Effekt auf die Tiefdrucksysteme und so lässt die Neigung zu Regenfällen ab dem 4. Mai deutlich nach. Und so simulieren beide Vorhersage-Modelle bis zum 10. Mai eine Niederschlagssumme von verbreitet 2 bis 10 l/m², die über den Alpen und im Stau des Schwarzwales mit 40 bis 60 l/m², sowie über Teile von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz höher mit 20 l/m² ausfallen kann. Man merkt aber schon im Vergleich zu den oberen Zahlen: viel an Niederschlag berechnen die Vorhersage-Modelle vom 4. bis 10. Mai nicht mehr.

Hochdruckdominanz - viel an Regen ist nicht mehr zu erwarten
Wetterprognose des europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Wettermodells: Hochdruckdominanz - viel an Regen ist nicht mehr zu erwarten
© www.meteociel.fr

Wettertrend: Das Potential der Eisheiligen

Auch das ist zum Thema in den letzten Tagen geworden und geht heute nochmals deutlicher hervor und lässt sich an den oben gezeigten Wetterkarten sehr gut erkennen. Der Polarwirbel macht eine alles andere als gute Figur. Zerklüftet - ja regelrecht zerfetzt - präsentiert sich der Wirbel zum 10. Mai - dem Beginn der Eisheiligen (11. bis 15. Mai). Ebenfalls auffällig ist das Tiefdruckkonzentrat zwischen der Barents- und der Karasee und der Hochdruckdominanz zwischen England/Deutschaland und Grönland, der zeitweilig bis nach Alaska reicht.

Das gestörte Zirkulationsmuster

So sind die Würfel sozusagen gefallen und die gestörte Zirkulation mit einem meridionalen Strömungsmuster wird mit einer Erhaltungsneigung das Wetter weiterhin dominieren können. Das Problem dabei ist, dass meridionale Großwetterlagen selten für reichlich Niederschlag, dafür aber für ein kräftiges Auf und Ab der Temperaturen sorgen können.

Trocken

Das amerikanische Wettermodell berechnet vom 4. bis einschließlich dem 16. Mai eine nur sehr geringe Niederschlagsleistung, die im Bereich von 1 bis 8 l/m² liegt. Das ist im Vergleich zu der Prognose vor ein paar Tagen eine mehr als deutliche Korrektur .

Nur frühsommerlich warm, dann kälter

Aber auch ein zweite Entwicklung ist nahezu vom Tisch. Eine sommerlich warme Phase mit Werten von über +25 Grad wird nur noch in Teilen vom 6. bis 9. Mai berechnet. Die +30 Grad Marke ist gänzlich aus den Wetterprognosen verschwunden.

Mehr noch: die Konstellation der Großwetterlage lässt den Kaltluftdurchbruch zu den Eisheiligen zunehmend wahrscheinlicher werden und sollte das tatsächlich in dem Maße gelingen, so ist in den Nächten ab dem 9. Mai mit Nachtfrost zu rechnen und die Tageswerte wären mit +8 bis +14 Grad und örtlich bis +16 Grad als frisch zu bewerten.

Die Eisheiligen haben Potential
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Die Eisheiligen haben Potential
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Ein Auf und Ab der Temperaturen bei einer abklingenden Niederschlagsneigung

Das Hoch - bzw. dessen Erhaltungsneigung - ist enorm und es besteht zu befürchten, dass die Niederschläge der letzten und kommenden Stunden bei weitem nicht das Defizit aus dem März und April, geschweige denn aus 2018 und 2019 werden ausgleichen können. Mehr noch: sollte sich die Hochdruckpräsenz erneut in dem Maße aufbauen können, wie simuliert, so steht ab dem 4. Mai ein erneut längerer trockener Wetterabschnitt bevor.

Die Kontrollläufe stützen die Wetterprognose weitgehend. So sind nördlich von Baden-Württemberg und Bayern vom 4. bis 16. Mai nur schwache Niederschlagssignale auszumachen.

Eine über dem Norden zu kalte Temperaturentwicklung

Die Kontrollläufe stützen zudem das meridionale Strömungsmuster, was sich vor allem über dem Norden wird bemerkbar machen können. Im Schnitt liegt der Mittelwert etwa um 1 bis 3 Grad im zu kalten Bereich, während über dem Westen und Osten weitgehend normale und über dem Süden etwas zu warme Temperaturverhältnisse simuliert werden. Anders formuliert ist nach den Kontrollläufen eine - im Flächenmittel - normale Temperaturentwicklung zu erwarten. Doch Vorsicht: Verlagert sich das Hoch nur etwas weiter nach Osten, so kann es richtig warm werden - die Wahrscheinlichkeit hierfür ist im Moment aber als gering einzustufen.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
7. Mai +9 bis
+21 Grad
+14 bis
+16 Grad
11. Mai +7 bis
+17 Grad
+11 bis
+13 Grad
16. Mai +9 bis
+25 Grad
+14 bis
+16 Grad
Diagramm Temperaturen Mai 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Mai 2020 von zu kalt, normal, zu warm

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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