Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 24.04.2020 - Sommerlich warm und trocken, oder folgt Anfang Mai die nasse Erfrischung?

Mehr Regen Anfang Mai?
Mehr Regen Anfang Mai?

Dichte Wolkenfelder ziehen über Deutschland hinweg, hinterlassen derzeit aber nur sehr wenig Niederschlag über Deutschland. Doch das ändert sich zum Beginn der neuen Woche. Folgt nun der nachhaltige Wetterumschwung mit ausreichend Regen?

Trockenes und warmes Aprilwetter mit örtlich frühsommerlich - ja auch schon sommerlich - warmen Temperaturen sind am Wochenende zu erwarten. Das ändert sich aber zum Beginn der neuen Woche, wenn atlantische Frontensysteme auf Deutschland übergreifen können.

Mit Hilfe der Wolken und einem auffischenden Wind aus westlichen Richtungen gehen die Temperaturen bis zur Wochenmitte auf +14 bis +18 Grad zurück. Das wesentliche Wettermerkmal zum Start in die neue Woche aber wird der Niederschlag sein, der sich zum Montag von Südwesten auf ganz Deutschland ausbreitet und bis Mittwoch über den südlichen Landesteilen für nennenswerten Niederschlag sorgen kann. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetterprognose April.

Tiefdrucksysteme greifen auf Deutschland über und sorgen für etwas Regen
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Tiefdrucksysteme greifen auf Deutschland über und sorgen für etwas Regen
© www.meteociel.fr

Der Regen kommt

Die Vorhersage-Modelle sind sich einig darüber, dass der Regen Deutschland erreichen und bis zur Wochenmitte für Niederschlagssummen von verbreitet 2 bis 10 l/m² sorgen kann. Etwas mehr ist mit 7 bis 15 l/m² und örtlich bis 25 l/m² im Stau der Mittelgebirge, sowie über weite Teile von Baden-Württemberg und Bayern zu erwarten. Über dem Norden und Osten sind mit 0 bis 5 l/m² deutlich weniger Regentropfen möglich. Alles in allem ein Tropfen auf den heißen Stein - aber ein Anfang - hat der April doch bis heute gerade einmal zu 5,4 Prozent sein Niederschlagssoll erfüllen können. Da ist noch viel Luft nach oben.

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Zwischen den Fronten

Die Wetterprognose des europäischen Wettermodells schwankt zwischen zwei Varianten hin und her, was sich sowohl im Niederschlagsverhalten, als auch in der Temperaturentwicklung auswirken kann.

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Der Durchbruch der atlantische Frontalzone

Die Prognose der letzten Nacht berechnete eine Variante, bei der es der atlantische Frontalzone nachhaltig gelingt, dass Hochdruckkonstrukt abzubauen und mit viel Wind und Regen für eine strukturelle Veränderung der Großwetterlage zu sorgen. Doch so einfach ist das nicht, wie es die Wetterprognose von heute zeigt.

Sommerlich warm

Keine Frage - der Vorstoß der Tiefdruckgebiete ist ein Anfang. Anders formuliert ein Ansatz die Erhaltungsneigung des Hochdrucksystems zu beenden und für eine andere - nassere - Wetterentwicklung zu sorgen. Doch gerade die Erhaltungsneigung kann den Ansatz einer Veränderung schon im Keim ersticken.

Das Hoch flacht nach dieser Variante nicht ab, sondern strebt zum 1. Mai von den Azoren nach Norden auf und etabliert sich zum 3. Mai über Mitteleuropa. Dieser Störimpuls hat heftige Auswirkungen auf die Zonalität (Westwetterlage), die massiv in ihrer Entwicklung gestört wird. Was folgt ist eine sich neuerlich aufbauende meridionale Grundströmung (Nord-Süd, Süd-Nord), bei der Deutschland, Österreich und der Schweiz auf der warmen Seite liegen.

Mit einer entsprechenden Vorderseitenanströmung gelangen mit +18 bis +24 Grad und örtlich bis +27 Grad aus südlichen Richtungen sehr warme Luftmassen nach Deutschland. Der Mai könnte also unter diesen Voraussetzungen sommerlich warm starten.

Eine nur sehr geringe Niederschlagserwartung

Da sich das Hochdrucksystem nach dieser Prognose weiterhin in der Nähe von Mitteleuropa befindet, ist nicht mit viel Niederschlag zu rechnen. Simuliert werden bis einschließlich dem 3. Mai Regensummen von 0 bis 5 l/m² und jeweils über dem äußersten Westen, Süden und Osten werden Summen von 10 bis 20 l/m² und örtlich bis 30 l/m² in Aussicht gestellt.

Der Sommer startet im Mai
Die Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Der Sommer startet im Mai © www.meteociel.fr

Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Zwischen Sommer und frischem Mai-Wetter

Aber nicht nur das europäische Wettermodell, sondern auch die Wetterprognose der Amerikaner stützt eine Wetterentwicklung, die Anfang Mai sehr warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Deutschland führen kann.

Der kühle Start

Doch bevor sich die Wärme durchsetzen kann, sorgen am 1. Mai noch dichte Wolken und zeitweilige Niederschläge mit +11 bis +16 Grad für ein verhaltenes Temperaturniveau.

Rasche Erwärmung

Mit Hilfe einer kräftigen Vorderseitenanströmung steigen die Werte bis zum 3. Mai auf +18 bis +24 Grad und über dem Westen örtlich bis +26 Grad an.

Und die Abkühlung folgt prompt

Die warme Vorderseitenanströmung endet nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells zum 7. Mai und nachfolgend wird es - bis zu den Eisheiligen - mit +14 bis +18 Grad wieder frischer. Anders formuliert normalisiert sich das Temperaturniveau.

Reichlich Niederschlag

Die Tiefdrucksysteme aber können sich gegen das Hoch durchsetzen und somit ein ganzes Stück weiter nach Osten vorankommen. Das sorgt über Deutschland, Österreich und der Schweiz für eine zunächst zögerliche, nachfolgend aber ausreichende Niederschlagsentwicklung. Die Berechnung der Regesummen wird bis zum 10. Mai mit 20 bis 40 l/m² und örtlich bis 80 l/m² auf einem hohen Niveau angesetzt. Ob das so kommt, bleibt aber abzuwarten.

Die erste Mai-Dekade hat auch ihre Frischephasen
Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Die erste Mai-Dekade hat auch ihre Frischephasen © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Ansteigender Niederschlagstrend

Diese Überschrift hat seit Tagen bestand - so auch heute wieder! Dabei bleibt die Niederschlagsausbeute über dem Norden tendenziell geringer als über dem Süden, Westen oder Osten einzustufen. Doch von einer knochentrockenen Witterung ist nach dem 28. April erst einmal nicht mehr auszugehen. In der gesamten ersten Mai-Dekade werden immer wieder Regenfälle berechnet.

Ein Auf und Ab der Temperaturen

Sowohl die Kontrollläufe, als auch die Vorhersage-Modelle sprechen sich in ihren aktuellen Wetterprognosen gegen einen Kaltstart in den Mai aus. Vielmehr zeichnet sich eine Unterstützung einer sommerlichen Episode zwischen dem 3. und 6. Mai ab, die aber keinen Bestand hat und nachfolgend wieder kühler wird. Durchschnittlich aber befindet sich der Temperaturmittelwert in der ersten Mai-Dekade im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert auf einem zu warmen Niveau.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
30. April +8 bis
+18 Grad
+12 bis
+14 Grad
3. Mai +9 bis
+23 Grad
+16 bis
+18 Grad
9. Mai +10 bis
+25 Grad
+17 bis
+19 Grad
Diagramm Temperaturen Mai 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Mai 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Der Wetterumschwung kommt!?

Nicht nur die Prognose-Modelle stimmen sich auf einen Wetterwechsel ein, auch die Kontrollläufe stützen diesen Prozess weitgehend. Regen wird also wieder zum Thema werden. Doch über die Nachhaltigkeit der Veränderung scheiden sich noch die Geister. Gerade der Hochdruckrücken Anfang Mai kann rasch zur Erhaltungsneigung führen und die Trockenheit schneller zurückbringen, als es einem lieb ist.

Doch wie ist die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls in die Trockenheit? Schaut man sich die Druckanomalien an, so wird die Hochdruckdominanz nachhaltig abgebaut, was die nachhaltige Veränderung der Großwetterlage sehr wahrscheinlich macht.

Der Großwetterlage steht Ende April und Anfang Mai eine strukturelle Veränderung bevor
Die Druckanomalien bis 4. Mai: Der Großwetterlage Anfang Mai eine strukturelle Veränderung bevor © climatereanalyzer.org

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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