Wetter Sommer 2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2018 aktuelle Wetterprognose vom 20.04.2018 - Frühlingshoch im Mai?

Die Großwetterlage kippt am kommenden Wochenende und wird das Wetter im Zeitraum darüber hinaus beeinflussen können. Welches Wetter ist im letzten Frühlingsmonat Mai zu erwarten? Ein Wettertrend.

Der Wetterwechsel - beginnend ab Sonntag, den 22. April - wird von den Wettermodellen bis zum 27. April weitgehend identisch erfasst. So gab es im Tagesverlauf in diesem Zeitraum kaum Veränderungen, was die Entwicklung der Großwetterlage wahrscheinlicher macht.

Atlantische Frontalzone über Skandinavien

Der Hauptakteur der Wetterumstellung ist ein Tiefdrucksystem, welches sich langsam in Richtung Skandinavien verlagert. Die nachfolgende Tiefdruckrinne verläuft von Neufundland über Island, England und eben Skandinavien.

Das Hochdrucksystem wird in diesem Entwicklungsprozess nach Süden weg gedrückt und da Tiefdrucksysteme sich gegen und Hochdrucksysteme im Uhrzeigersinn drehen, ergibt sich über Deutschland, Österreich und der Schweiz kurz von dem 1. Mai eine westliche Grundströmung. Wechselhaftes, windiges und gemäßigt warmes Frühlingswetter wäre zu erwarten. Die berechneten Temperaturen liegen bspw. am 27. April zwischen +10 bis +15 Grad und örtlich bis +17 Grad.
Das ist für die Jahreszeit leicht zu kühl und gegenüber dem heutigen Tag ein Temperaturrückgang von 15 bis 20 Grad. Außergewöhnlich - selbst für den zweiten Frühlingsmonat April, welcher für seine Extreme bekannt ist.

Anfang Mai: Veränderung der Großwetterlage

Auch das berechnen die Wettermodelle in den letzten Tagen immer wieder. Durch die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik wird ein Hochdruckkeil auf dem Atlantik dazu angeregt, sich Anfang Mai 2018 in Richtung Mitteleuropa zu verlagern. In Folge daraus könnte der Wettercharakter um das verlängerte Wochenende zum 1. Mai kurzzeitig wärmer werden.

Aktuell werden für den 29. und 30. April Tageswerte von über +20 Grad in Aussicht gestellt. Doch erweist sich die Wetterlage als instabil und ein weiteres Tiefdrucksystem könnte nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells über Skandinavien Stellung beziehen und nachfolgend kühlere - deutlich kühlere - Luftmassen nach Deutschland, die Schweiz und auch Österreich führen. Die Temperaturen könnten bei dieser Variante auf +7 bis +13 Grad absinken, was für Anfang Mai etwas zu kühl ist.

Polarwirbelberechnung April

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: Nach dem Wetterwechsel eine kühle Nordwestwetterlage Anfang Mai? © www.meteociel.fr

Die Details sind für das Maiwetter entscheidend

Die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells sind exemplarisch für die zunehmend komplexe Wetterentwicklung. Ob die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik das Wettergeschehen über Deutschland beeinflussen, oder ob es ein Hochdruckkeil, oder gar ein Hochdrucksystem sein wird, hängt entscheidend davon ab ob sich die atlantische Frontalzone über Skandinavien festigen und behaupten kann. Sollte das der Fall sein, so hätten kühlere Varianten eine höhere Eintreffwahrscheinlichkeit. Andernfalls wäre typisches Frühlingswetter wahrscheinlicher.

Polarwirbelberechnung April

Berechnung Polarwirbel nach Kontrolllauf: Auch eine warme Südwetterlage ist Anfang Mai möglich © www.meteociel.fr

Im letzten Frühlingsmonat normales Wetter?

Der Wettertrend der letzten Tage für den Mai war stets wechselhaft bei einem weitgehend normalen Temperaturspektrum, welches auch von den Kontrollläufen so gestützt wurde. Daran hat sich auch heute tagsüber nichts verändert.
Der Temperaturmittelwert liegt mit +14 bis +16 Grad im frühlingshaft milden Bereich. Deutlich zu warme und auch zu kalte Varianten sind zwar nicht auszuschließen, doch zeigt sich - auch heute wieder - ein normaler Start in den Mai. Das amerikanische Wettermodell gilt dabei als kalter Ausreißer, was in den kommenden Stunden noch zu Veränderungen führen kann. Deutlicher zeigt sich das auch im nachfolgenden Diagramm:

Diagramm Temperaturen April 2018 vom 20.04.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Mai 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetter Frühling und Sommer 2018: Aktuelle Wetterprognose des Langfristmodells

Dass das Wetter im Mai 2018 weitgehend normal ausfallen könnte, wird auch in der aktuellen Wetterprognose des Langfristmodells gestützt. Demnach liegt die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert zwischen -0,5 bis +1 Grad im normalen Bereich und hat im Trend eine leicht zu warme Tendenz. Im Niederschlagsverhalten wird der Mai - zum aktuellen Stand - normal simuliert. Kumuliert man die Frühlingsmonate, so könnte das Wetter im Frühling 2018 am Ende um etwa +0,6 Grad leicht zu warm ausfallen. Die weiteren Monate im Überblick:

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
April 2018 +2 bis +3 Grad Trend: zu trocken
Mai 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal
Juni 2018 +0,5 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Juli 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu nass
August 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2018 vom 20.04.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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